14. Januar 2022 / 16:18 Uhr

Wolfsburger Tischtennis-Talent Daniel Nagy in DTTB-Talentkader berufen

Wolfsburger Tischtennis-Talent Daniel Nagy in DTTB-Talentkader berufen

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
In den DTTB-Talentkader berufen: Daniel Nagy, Tischtennis-Top-Talent des SSV Neuhaus.
In den DTTB-Talentkader berufen: Daniel Nagy, Tischtennis-Top-Talent des SSV Neuhaus. © Privat
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Ein Weihnachtsgeschenk mit Verspätung: Daniel Nagy, Top-Talent des SSV Neuhaus, ist in den Talentkader des deutschen Tischtennis-Bundes berufen worden. Dahinter stecken jede Menge harte Arbeit und eine mehrstufige Quali, erzählt sein Vater Gabor Nagy.

Das Weihnachtsgeschenk kam mit Verspätung, doch es sorgte dennoch für große Freue im Hause Nagy: Der elfjährige Daniel Nagy (Jahrgang 2010), Top-Talent des SSV Neuhaus, ist für den Talentkader des deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) nominiert worden, nachdem er sein Können an der Platte in gleich drei Qualifikationsstufen unter Beweis stellen konnte. Vater Gabor Nagy, selbst Kapitän der Neuhäuser Verbandsliga-Mannschaft, sagte: "Die Freude bei uns war natürlich extrem groß. Sowas schafft man nicht jeden Tag."

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Und es ist der Lohn für eine Leistung, in der eine Menge Arbeit steckt. In einem dreistufigen Quali-System hat sich Daniel Nagy in den Kader gespielt. Erst setzte er sich im September in Hannover gegen Konkurrenten aus den norddeutschen Bundesländern durch. "Bei dem Turnier wurde er ganz klar Erster", sagt sein Vater stolz. Und anschließend ging's für vier Tage nach Düsseldorf, dort folgte ebenfalls ein Turnier, bei dem das Nachwuchs-Ass Zweiter wurde. Aber, so sein Vater: "Das Sportliche war nicht ausschlaggebend. Er hatte vor allem bei den sportmotorischen Übungen klar die Nase vorn."

Mehr heimischer Sport

Der letzte Quali-Schritt folgte dann schließlich vom 12. bis 18. Dezember - erneut in Düsseldorf. "Die Spannung vor Weihnachten war groß, aber es hat sich keiner vom DTTB gemeldet. Wir haben die ganze Zeit gewartet", erzählt Gabor Nagy mit einem Schmunzeln. "Und am Donnerstag kam dann endlich die Info." Das Besondere: Andere Talente, die vielleicht im Verband ein wenig mehr im Fokus stehen, waren zum Teil schon für den Kader gesetzt. "Daniel aber hat sich über mehrere Stufen qualifiziert, da stecken drei Jahre harte Arbeit drin. Ihm ist nichts in den Schoß gefallen."


Und so nimmt auch der Vater viele Fahrten und Touren auf sich. Bei den Nagys lebt man für den Tischtennis-Sport. "Ich trainiere selbst viel mit ihm, dazu trainiert Daniel auch zweimal die Woche am Olympia- und Landes-Stützpunkt in Hannover mit A-Lizenz-Trainern", sagt der Papa, der aber auch Tischtennis ganz klar nicht über alles stellen will. "Er trainiert mindestens fünfmal pro Woche, andere in seinem Alter sogar zweimal jeden Tag. Aber das ist nicht meine Philosophie." Gabor Nagys Plan: Nicht von Anfang an zu viel Zeit für den Sport aufbringen, die Trainingsmenge nach und nach steigern. Er freut sich: "Bislang ist der Plan aufgegangen - auch wenn ich Daniel hin und wieder bremsen muss. Er ist heiß aufs Training und top motiviert."

Für den Filius ist es die erste Nominierung für den Talentkader, letztes Jahr war er noch zu jung, aber dennoch bereits als Nachrücker dabei, sammelte so erste Erfahrungen. Der Talentkader ist quasi eine Einführung in die Nationalmannschaft, Länder-Wettkämpfe gibt es in der Altersklasse zwar noch nicht. Aber: Die Nominierung gilt für ein Jahr, in dieser Zeit wird Daniel Nagy zusätzlich gefördert, ist zudem auf mehrtägigen Lehrgängen mit anderen Talentkader-Mitgliedern. Gabor Nagy: "Das ist dann in seinem Jahrgang das höchste Niveau."