25. November 2020 / 21:40 Uhr

Wolfsburger Winterplan: Training an Neujahr und wohl keine Neuen 

Wolfsburger Winterplan: Training an Neujahr und wohl keine Neuen 

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Diesmal gibt es nur eine Mini-Winterpause: Die VfL-Profis bereiten sich deshalb nicht im Süden aufs neue Jahr vor. Zudem sehen die Verantwortlichen um Manager Jörg Schmadtke (kl. Bild l.) und Sportdirektor Marcel Schäfer den Kader gut aufgestellt und planen, – Stand jetzt – nichts am Kader zu verändern.
Diesmal gibt es nur eine Mini-Winterpause: Die VfL-Profis bereiten sich deshalb nicht im Süden aufs neue Jahr vor. Zudem sehen die Verantwortlichen um Manager Jörg Schmadtke (kl. Bild l.) und Sportdirektor Marcel Schäfer den Kader gut aufgestellt und planen, – Stand jetzt – nichts am Kader zu verändern. © Roland Hermstein
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Sechs Spiele hat der VfL Wolfsburg in diesem Jahr noch vor der Brust, dann ist Pause, aber die ist in dieser Spielzeit extrem kurz...

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Am Freitagabend (20.30 Uhr) gegen Werder Bremen, dann in Köln, gegen Frankfurt, bei den Bayern und gegen Aufsteiger Stuttgart sowie am 23. Dezember noch das Pokalspiel gegen Zweitligist SV Sandhausen – erst danach dürfen die VfL-Profis die Beine hochlegen. Aber nur ganz kurz. Denn in dieser Corona-Saison gibt es keine klassische Winterpause wie in den vergangenen Jahren. Bereits am 3. Januar müssen die Wolfsburger wieder ran, dann steht die Partie bei Borussia Dortmund an. Trainer Oliver Glasner: „In diesem Jahr ist alles eng getaktet.“

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So eng, dass es etwa kein Winter-Trainingslager geben wird. Im vergangenen Winter hatten sich die Wolfsburger im Süden Portugals auf den Neustart vorbereitet. Eine Woche lang, danach ging die Vorbereitung in Wolfsburg weiter, bevor am vorletzten Januar-Wochenende der Rückrunden-Start anstand. In dieser Spielzeit ist solch ein Trip in den Süden wegen Corona, aber auch aus zeitlichen Gründen nicht drin. Statt in Almacil wird in Wolfsburg geschwitzt – wie schon im Sommer. Auch da war in Sachen Vorbereitung wegen der grassierenden Pandemie alles anders. Wout Weghorst und Co. dürfen selbst an Neujahr nicht auf der faulen Haut liegen. Glasner: „Es ist sicher, dass wir da trainieren werden. Wenn wir am 3. Januar ein Spiel in Dortmund spielen, können wir nicht sagen, wir machen an Neujahr frei.“

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In Sachen Winterfahrplan gibt es zwar noch kleinere Fragezeichen, etwa, wann die Spieler ihre Corona-Tests machen müssen – dennoch ist geplant, dass die Profis vier oder fünf Tage abschalten können. Glasner: „Ich wünsche mir, dass wir alle, und damit meine ich nicht nur uns Fußballer, Weihnachten mit unseren Familien feiern dürfen.“

Die Liga macht in dieser Saison nur eine Mini-Winterpause, in Sachen Winter-Transferfenster soll jedoch alles beim alten bleiben. Heißt: Es öffnet am 2. Januar 2021 und geht bis zum 1. Februar 2021. VfL-intern sieht man allerdings keine große Not, am Kader etwas zu verändern – es sei denn, es verletzten sich in den nächsten Wochen tragende Säulen des Teams. Aber Stand jetzt passiert eher nichts. Die Argumente liegen auf der Hand. Der Kader hat eine gute Größe und alle Leistungsträger konnten im Sommer gehalten werden, zudem haben die Wolfsburger mit Ridle Baku (kam für knapp 10 Millionen aus Mainz) erst Anfang Oktober einen großen Transfer getätigt.

Wintertransfers gestalten sie eh meist schwierig, weil die Klubs ihre Leistungsträger gar nicht oder aber nur völlig überteuert verkaufen wollen. Im vergangenen Winter hatten Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer zwar zweistellig investiert und Marin Pongracic (kam für rund 10 Millionen Euro von Red Bull Salzburg) geholt. Doch das war ein Vorgriff auf den Sommer – und ganz nebenbei ein guter Griff. Denn Pongracic wurde schnell Stammspieler. Diesen Sprung schafften Jeffrey Bruma und Yunus Malli (gehören beide zu den Top-Verdienern im Kader) in Wolfsburg nie wirklich, beide dürfen den Klub im Winter verlassen, Anfragen gibt es jedoch weder für den Abwehrmann noch für den offensiven Mittelfeldspieler.