08. April 2021 / 19:39 Uhr

Wolfsburgs Eishockey-Ass Fine Raschke: Zwei Siege, aber weiter zittern ums WM-Ticket

Wolfsburgs Eishockey-Ass Fine Raschke: Zwei Siege, aber weiter zittern ums WM-Ticket

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Steht sie bald bei der WM auf dem Eis? Grizzlys-Nationalspielerin Fine Raschke (l.).
Steht sie bald bei der WM auf dem Eis? Grizzlys-Nationalspielerin Fine Raschke (l.). © Nicolas Zangerle
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Für das Wolfsburger Eishockey-Talent Fine Raschke geht das Hoffen auf ein WM-Ticket mit dem DEB-Team weiter: Den ersten Cut im Nationalteam hat die 18-Jährige überstanden - am Wochenende wird der vorläufige Kader aller Voraussicht nach das nächste Mal verkleinert.

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Den ersten Cut hatte sie überstanden, übersteht sie nun auch den zweiten? Nach einem hammerharten Testspiel-Programm in Füssen mit zwei Spielen gegen Österreich, geht nun das Warten für Fine Raschke wieder los. Die Eishockey-Verteidigerin der Grizzlys Wolfsburg, die direkt nach Spiel zwei am Donnerstag heimfuhr, hofft, ein Ticket für die WM in Kanada (ab 5. Mai, Deutschland startet am 6. Mai gegen Japan) zu lösen. Ob es klappen kann, erfährt die Gymnasiastin voraussichtlich am Wochenende. Dann will Bundestrainerin Franziska Busch (spielte mal für die Grizzlys) das Aufgebot für den letzten Lehrgang bekannt geben. Die Wolfsburgerin hofft natürlich, dabei zu sein.

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Ab dem 16. April bereitet sich dann ein Kader in einer sogenannten Blase auf die WM vor. Abflug wäre am 22. April, dann schon unter den Test-Vorgaben des Weltverbandes. Möglicherweise wird der Kader erst mal noch ein erweiterter sein, dann zum Abflug noch einmal reduziert. Raschke hofft erst einmal, erneut eingeladen zu werden. Vor einigen Wochen hatte sie Test-Länderspiele gegen die Schweiz verletzt verpasst.

Nachdem sie erst im Vorjahr zu den Frauen hochgerückt war, waren die Spiele in Füssen gegen Österreich unter den Augen von DEB-Präsident Franz Reindl für die 18-Jährige deshalb wichtig. Die ehemalige Kapitänin der deutschen U18 meinte: "Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, habe alles getan, was ich konnte. Jetzt muss ich abwarten, dann weiß ich hoffentlich am Wochenende mehr."

Sie ist eine der jüngsten Spielerinnen bei den DEB-Frauen. Raschke hat nicht nur die WM in Hinterkopf, sondern darf auch auf die Berufung für die Olympia-Qualifikation im November hoffen.

Gegen Österreich hatte es im ersten Spiel am Mittwoch ein 5:1 gegeben, 16 (!) Stunden später gab es dann Test zwei gegen das Team aus dem Nachbarland. Da setzte es ein 2:3 n. V. "Offensiv hätten wir da vielleicht aggressiver sein müssen", meinte Raschke, die anders als in der U18, mit der sie vor eineinhalb Jahren den Aufstieg in die Elite-Gruppe geschafft hatte, bei den Frauen noch nicht im Powerplay, wohl aber in Unterzahl eingesetzt wurde.