19. August 2020 / 19:39 Uhr

Wolfsburgs Felix Klaus: Geht es für ihn hinten wieder nach vorn?

Wolfsburgs Felix Klaus: Geht es für ihn hinten wieder nach vorn?

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL Wolfsburg bestreitet sein erstes Testspiel in der Saisonvorbereitung 2020/21 gegen den Zweitliga-Nachbarn Eintracht Braunschweig
Traf aus einer defensiveren Rolle kommend: Felix Klaus. © Roland Hermstein
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In der Offensive nicht gefährlich genug, nun gibt es für Felix Klaus vom VfL Wolfsburg eine neue Rolle. und die scheint ihm zu behagen.

Tor geschossen beim 2:0 im Test gegen Viertligist Lübeck, zudem eine weitere dicke Chance auf dem Fuß gehabt – und das alles als Rechtsverteidiger und nicht als Rechtsaußen. Felix Klaus scheint durchaus Gefallen an dieser für ihn neuen Rolle zu finden. „Der Trainer hat mich jetzt zweimal auf dieser Position spielen lassen. Ich habe das angenommen, und es hat mir auch Spaß gemacht, dort zu spielen“, sagt der 27-Jährige, der auch schon im Test gegen Eintracht Braunschweig hinten rechts verteidigt hatte.

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Rolle rückwärts für Klaus – Trainer Oliver Glasner erklärt, warum er sich den Ex-Hannoveraner auf dieser Position durchaus vorstellen kann. „Ich sehe mehrere Sachen“, so der Österreicher. „Felix bringt sehr, sehr viel mit, er ist unglaublich laufstark, hat Dynamik, er tut sich auch einfacher, wenn er das Spiel vor sich hat, als im Rücken.“

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Mit einem satten Schuss aus der zweiten Reihe hatte Klaus gegen Phönix Lübeck getroffen. Dafür gab’s Lob. Gleichwohl habe er in Sachen Defensivverhalten noch Luft nach oben.„Bei ihm gibt es in der Defensive manchmal noch Abstimmungsprobleme, aber ich finde, er macht es gut über weite Strecken“, fügt der Trainer hinzu.

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Klar ist: Der nach dem Re-Start starke Kevin Mbabu ist hinten rechts gesetzt. Für diese Position hat der VfL noch William im Kader, aber der Brasilianer ist nach seinem Kreuzbandriss im Februar noch nicht wieder ganz so weit. Glasner bestätigt: „William braucht noch ein bisschen, bis er wieder da ist. Sechs Monate insgesamt , wenn alles optimal läuft. Zum Meisterschaftsbeginn wird er noch kein Thema sein.“ Die Chance für Klaus, in der neuen Runde auf mehr Spiele zu kommen als 2019/20? 29 Pflichtspiele waren es da, aber nur 850 Einsatzminuten. Klaus, der im vergangenen Sommer eine starke Vorbereitung gespielt und viele Treffer erzielt hatte, war meist von der Bank gekommen. Der Grund: In den Spielen war der Rechtsaußen längst nicht so gefährlich wie in der Vorbereitung. Glasner: „Felix kann viele Positionen spielen, was manchmal von Vorteil ist, manchmal aber auch von Nachteil sein kann.“