24. Mai 2021 / 21:34 Uhr

Wolfsburgs Leichtathleten in starker Form: Giese zur Team-EM

Wolfsburgs Leichtathleten in starker Form: Giese zur Team-EM

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Niels Torben Giese
Läuft bei ihm: Erst wurde Niels Torben Giese vom VfL Wolfsburg zur Team-EM berufen, dann bestätigte er seine Jahresbestzeit. © Imago Images
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Schöne Pfingsten für drei Top-Sprinter des VfL Wolfsburg. Alle glänzten mit Superzeiten, einer löste eine EM-Fahrkarte ein Zweiter ist auf dem besten Wege.

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Die Leichathletik-Gala in Weinheim hatte gerufen, VfL-Aushängeschild Deniz Almas, der hier im Vorjahr seine Rekordzeit 10,08 Sekunden aufgestellt hatte, fehlte. Der amtierende deutsche Sprintmeister ist angeschlagen. dafür trumpften drei andere auf.

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Niels Torben Giese wirkte wie beflügelt von einer guten Nachricht. Am Freitag war er für die deutsche Staffel bei der Team-EM in in Chorzow/Polen berufen worden. „Erstmals bei den Herren im Nationaldress, super“, freute er sich. Und auch darüber dass er über 100 Meter in 10,35 Sekunden Zweiter hinter Marvin Schulte (10,21) wurde. Schulte zählt zur gleichen Trainingsgruppe wie Giese und Almas in Leipzig, ist auch für Chorzow nominiert. Die gerade eine Woche alte persönliche Bestzeit (10,34) gleich unterstrichen, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Giese: "Den starken Lauf vor einer Woche muss man mental und physisch erst einmal verarbeiten, es hat besser geklappt, als ich erwartet hatte. Es läuft und ich bin glücklich, dass ich das Vertrauen, dass der VfL in mich hatte, rechtfertigen kann."

Giese war erst zu dieser Saison zum VfL gekommen. Wolfsburgs Coach war auch begeistert: „Stark gelaufen und seine Nominierung ist eine Riesensache für den VfL!“, so Werner Morawietz, der sich auch über das Comeback von Johannes Breitenstein freute. Der hatte sich lange mit Verletzungen rumgeplagt, lief in 10,63 schon wieder in die Nähe seiner Bestzeit.

Shootingstar Tobias Morawietz, im Vorjahr deutscher U18-Meister über 200 m, bestätigte sein Potenzial, raste über 100 m in 10,57 Sekunden auf Platz zwei der U20. Pech nur, dass der Rückenwind etwas zu stark war, so dass die Zeit nicht offiziell geführt wird. Der Start war mies, „ansonsten lief das richtig gut“, freute sich der Youngster, der zwei Monate verletzt war. Um mehr als zwei Zehntel unter seiner alten Bestzeit – er nimmt Kurs auf die U20-EM. Sein Großvater zum Weinheim-Wochenende: "Ich bin mit allen dreien sehr zufrieden."