14. Februar 2020 / 11:00 Uhr

Wolfsburgs Oberbürgermeister Mohrs glaubt an die Grizzlys: Team „hat sich gesteigert“

Wolfsburgs Oberbürgermeister Mohrs glaubt an die Grizzlys: Team „hat sich gesteigert“

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mohrs
Hatte zwischenzeitlich auch Sorgen: Doch Grizzlys-Aufsichtsrats-Chef und Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs machen die jüngsten Auftritte des Eishockey-Erstligisten Hoffnung.
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Die Grizzlys Wolfsburg kämpfen um den Play-Off-Einzug im Eishockey-Oberhaus. Wolfsburgs Oberbürgermeister und Grizzlys-Aufsichtsrats-Chef Klaus Mohrs hat keine Zweifel, dass sie es schaffen werden – das und mehr verrät er im AZ/WAZ-Interview.

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Herr Mohrs, schaffen die Grizzlys Wolfsburg den Einzug in die Play-Offs?

Ich denke, die Chance ist da. Die Mannschaft hat sich in den letzten Spielen, wenn auch mit Durchhängern, gesteigert und sollte es von der Leistung her schaffen können. Dass es mindestens für Platz zehn reicht, davon gehe ich stark aus.

Ist Platz sechs noch drin?

Natürlich schaue ich auf Platz sechs. Das wäre toll, noch Sechster zu werden – und zu wissen, dass man nicht gleich gegen den Ersten oder Zweiten ranmuss und auf jeden Fall mindestens vier und nicht nur mindestens zwei Partien in den Play-Offs hätte. Platz sieben oder acht sehe ich für die Mannschaft eigentlich als Pflicht, für Platz sechs müsste einiges zusammenpassen und zusammenkommen.

Hatten Sie eigentlich zwischenzeitlich mal Zweifel, ob es reicht?

Bei dem langen Durchhänger mit sieben Niederlagen in Folge hatte ich schon Sorge und habe mir gedacht: „Hoffentlich geht es uns nicht wie in der Saison zuvor!“ In den Gesprächen mit Manager Charly Fliegauf und Spielern wurde mir aber klar, dass die Situation nicht so ist wie in der Vorsaison. Zum Beispiel von der Verletztensituation her war es ganz anders, positiver. In den vergangenen Wochen haben wir wieder schönes und gutes Eishockey gespielt, das macht Hoffnung auf ein gutes Saisonende.

Grizzlys gegen Adler - Die Bilder des Spiels

Brent Aubin von den Grizzlys Wolfsburg feiert das Tor zum 1:1 während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Adler Mannheim am 31.01.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH) Zur Galerie
Brent Aubin von den Grizzlys Wolfsburg feiert das Tor zum 1:1 während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Adler Mannheim am 31.01.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH) ©
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Was hat sich zwischenzeitlich entwickelt?

Die Trainer haben Zeit gebraucht, den Spielern ihre Ideen nahezubringen. Ich denke, sie haben ihrerseits auch gesehen, was mit dieser Mannschaft geht und was nicht. Ein Schlüssel war, dass man miteinander redet und herausfiltert, was umgesetzt werden sollte. Die Trainer gehen konsequent einen Weg, aber sie sind auch bereit, Dinge zu ändern. Das halte ich für wichtig – wenn eine gute Mannschaft und gute Trainer miteinander reden, dann werden sie miteinander auch Erfolg haben. Ich weiß, dass Pat Cortina in Fan-Kreisen öfter hinterfragt wurde. Ich halte ihn für einen richtig guten Trainer für die Grizzlys.

Stimmen die wirtschaftlichen Kennzahlen der Grizzlys in dieser Spielzeit?

Ja. Die sind in Ordnung. Was ich mir jetzt noch wünsche, wären noch mehr Heimspektakel, damit die Zuschauerzahlen noch ein wenig steigen.

Mit Christoph Höhenleitner wird das Urgestein der Grizzlys seine Kariere beenden…

Ich finde es klasse, dass er sich an den Verein und an die Stadt bindet. Ich hätte ihm noch ein Jahr zugetraut, er ist ein exzellenter Spieler, aber ich sehe es so wie es auch schon Brent Aubin formuliert hat: Es ist gut, wenn ein Spieler selbst über sein Karriere-Ende entscheiden kann. Er wird eine Bereicherung für die Nachwuchsarbeit sein, ein Profi wie er in der Nachwuchsarbeit – das ist schon etwas Besonderes.

Mit Fine Raschke haben die Grizzlys eine Eishockey-Nationalspielerin...

Das freut mit sich sehr für sie und für uns als Verein, leider habe ich es zeitlich noch nicht geschafft, sie spielen zu sehen.

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg

Coach Cortina fordert: „Müssen im Moment leben“

Die Tabelle im Eishockey-Oberhaus ist rechtzeitig zum Endspurt endlich glatt, den Grizzlys fehlen auf Rang sechs neun Punkte. Den letzten Qualifikationsplatz für die Meisterrunde belegen die Augsburger Panther mit nur zwei Zählern Rückstand auf Wolfsburg – und (ausgerechnet) mit den Panthern bekommen es die Grizzlys am Sonntag zu tun (16.30 Uhr).

Wichtig ist jetzt jedes Spiel, in der Begegnung allerdings zählen die Punkte doppelt, es ist ein direktes Duell im Kampf um die Play-Offs und auch eines um die bessere Platzierung für die Finalrunde. Die Teams auf den Rängen sieben und acht haben das erste Heimrecht in der ersten Runde und damit auch ein zweites Heimrecht, falls ein drittes Spiel notwendig wird. Der Tabellensechste wiederum zieht am Ende direkt ins Viertelfinale ein (unter Umgehung der ersten Runde). Das könnte wieder ein heißer Tanz in der Fuggerstadt werden, den die Grizzlys in dieser Saison allerdings schon einmal mit einem Sieg in der Overtime überstanden haben.

Für das Team ist diese Partie erst einmal aber Zukunftsmusik. Am Freitag (19.30 Uhr) geht es erst einmal darum, in der Eis-Arena die Straubing Tigers zu schlagen. Coach Pat Cortina: „Wir müssen im Moment leben, uns auf das konzentrieren, was wir kontrollieren können, nicht nach vorn schauen und nicht zurück. Sonst kommt man im aktuellen Augenblick leicht außer Tritt.“

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