14. September 2021 / 19:14 Uhr

Wolfsburgs Popp, Schult und Starke büffeln für die Trainer-Jugend-Lizenz

Wolfsburgs Popp, Schult und Starke büffeln für die Trainer-Jugend-Lizenz

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Auf dem Weg zur Trainerinnen-Ausbildung: (v. l.) Sandra Starke, Almuth Schult und Alexandra Popp vom Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg.
Auf dem Weg zur Trainerinnen-Ausbildung: (v. l.) Sandra Starke, Almuth Schult und Alexandra Popp vom Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. © Boris Baschin / Screenshot DFB.TV
Anzeige

Top-Fußballerinnen sind sie schon, werden diese Wolfsburgerinnen auch mal Top-Trainerinnen? Fakt ist: Alexandra Popp, Sandra Starke und Almuth Schult vom Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg haben ihren ersten Lehrgang für die Elite-Jugend-Lizenz absolviert! 

Auf dem Weg zur Trainerinnen-Ausbildung: Alexandra Popp, Sandra Starke und Almuth Schult vom Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg haben ihren ersten Lehrgang für die Elite-Jugend-Lizenz absolviert! Der DFB teilte am Dienstag ein Video auf Twitter, das die Eindrücke der ersten Woche zeigte. "Das ist ein guter Schritt und Zeichen für andere, dass wir gute und kompetente Frauen in die Trainerschiene entwickeln wollen", betonte Popp, die gerade aufgrund eines Knorpelabrisses im Knie pausieren muss. Den Weg, so die 111-fache Nationalspielerin, "wollen wir weiter ebnen. Was am Ende dabei rauskommt, wird man sehen. Wir werden aber sicher die eine oder andere irgendwo wiederfinden!"

Anzeige

Für Popp war die intensive Theoriearbeit anfangs die größte Herausforderung. "Ich bin ja auch schon etwas länger aus der Schule raus", so die Allrounderin schmunzelnd. "Ich bin eher der Macher und lerne auf dem Platz, wenn wir uns ausprobieren und sehen, was einem liegt." Bei der Praxis konnte das Gelernte direkt umgesetzt werden. Vor Ort fand eine Lehrprobe mit einer zuvor unbekannten Gruppe statt. "Das hat riesen Spaß gemacht. Man sieht die Freude in deren Augen und Bewegungen. Dazu wird es emotional, sie peitschen sich an, der Wettkampfcharakter kommt raus", so Schult. Und das zeige, "dass man was richtig macht. Das war eine wichtige Erfahrung auf dem Weg, Trainerin zu werden." Doch auch auf gegenseitiges Feedback wurde viel Wert gelegt. Natürlich, weiß Schult, "werde ich Fehler machen. Es ist gut, wenn mir jemand das dann in einer vernünftigen Art und Weise auch zeigt."

Mehr zu den Frauen des VfL Wolfsburg

Für die Zwillings-Mama, die beim CL-Quali-Rückspiel in Bordeaux nach Waden-Verletzung eine starke Rückkehr ins VfL-Tor feierte, ist der Fußball weiter eine Herzensangelegenheit. "Ich habe großen Spaß und viel Freude daran. Es gibt natürlich auch andere Teile in meinem Leben, wie beispielsweise meine Familie, die über dem Fußball steht." Aber es sei toll, "wenn ich das selber mit mir und meiner Familie vereinbaren kann. Bis jetzt hat das vernünftig geklappt und ich hoffe, dass das so weitergeht."

Neben den Wolfsburgerinnen nahmen mit Merle Frohms (Frankfurt), Sara Däbritz (Paris), Linda Dallmann, Marina Hegering, Lina Magull und Laura Benkarth (alle Bayern) noch weitere Nationalspielerinnen am Lehrgang teil. Der DFB möchte die erfolgreichen und erfahrenen Spielerinnen möglichst im System halten und fördern. "Wir haben nur Talente in diesem Kurs, das ist überragend. Wir haben mit den aktuellen Nationalspielerinnen potenzielle Top-Trainerinnen auf dem Feld", schwärmte DFB-Ausbilder Patrik Grolimund. Bei den Frauen sei es wichtig, "die Übergänge sauber vorzubereiten. Diese Lizenz ist wichtig und eine gute Brücke für die Karriere nach der Karriere."