21. Januar 2021 / 16:58 Uhr

Wolfsburgs Popp über ihr Comeback: "Das Wichtigste ist, dass der Fuß nicht dick wird"

Wolfsburgs Popp über ihr Comeback: "Das Wichtigste ist, dass der Fuß nicht dick wird"

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gab im Test gegen Eintracht Frankfurt endlich ihr Comeback: Kapitänin Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg.
Gab im Test gegen Eintracht Frankfurt endlich ihr Comeback: Kapitänin Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg. © VfL Wolfsburg/Schmelter
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Alexandra Popp hat beim 3:2-Testspiel-Erfolg des VfL Wolfsburg gegen Eintracht Frankfurt endlich ihr Comeback nach einem Kapselriss im Fuß feiern dürfen. Noch ist sie nicht bei hundert Prozent, aber der Fuß hat 90 Minuten gehalten.

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Es war der Tag der Comebacks! Am Mittwochabend starteten die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg mit einem 3:2-Testspiel-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt erfolgreich ins neue Jahr. Neben Almuth Schult feierte dabei auch Kapitänin Alexandra Popp nach überstandenem Kapselriss im Fuß ihre Rückkehr auf den Platz. Mitte Oktober hatte sich die deutsche Nationalspielerin beim 1:1 gegen den SC Freiburg verletzt und seitdem gefehlt, verpasste unter anderem auch das wichtige Spiel gegen Bayern München, welches der VfL deutlich mit 1:4 verlor.

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"Ich freue mich, direkt 90 Minuten gespielt zu haben und dass der Fuß keine Reaktion gezeigt hat. Normal ist er zwar nicht, Vollspann-Schüsse mit rechts mag ich noch nicht so gerne. Im Spiel, wenn man nicht so drüber nachdenkt, fallen sie einem aber leichter als im Training. Aber das Wichtigste ist einfach, dass der Fuß nicht mehr dick wird", sagte Popp unmittelbar nach Abpfiff des ersten Test-Erfolgs. Bei hundert Prozent ist die Kapitänin daher noch nicht. "Da ist noch Luft nach oben, und ich brauche manchmal noch ein bisschen zu lange, wenn ich einen Ballkontakt habe. Aber es wäre natürlich auch zu schön, wenn es so schnell gehen würde." Und von daher", so Popp, "habe ich ja noch ein bisschen Zeit und kann darauf aufbauen."

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An zwei Treffern beteiligt

Wie wichtig Popp für das Wolfsburger Spiel ist, unterstrich sie direkt mit dem ersten VfL-Tor im Jahr 2021. Die Nationalspielerin sorgte nach 30 Minuten per Direktabnahme aus halblinker Position nach einer Ecke von Svenja Huth für die 1:0-Führung und war am zweiten Treffer von Zsanett Jakabfi maßgeblich beteiligt. Die Ungarin staubte nach einem Popp-Freistoß, der an die Latte geklatscht war, ab. "Frankfurt war ein gut stehender Gegner, da müssen und können wir uns die Bälle aber noch ein bisschen besser herausspielen. Da geht noch einiges", resümierte die Kapitänin. Es brauche noch etwas mehr Ruhe, "um den Gegner mehr ins Laufen zu bringen und von der einen auf die andere Seite spielen. Und das nicht nur einmal, sondern so, dass der Gegner irgendwann keine Lust mehr hat. Frankfurt war gut organisiert und diszipliniert, was es uns schwer gemacht hat. Aber man hat gesehen, dass wir wollten."

Direkt 90 Minuten im Einsatz

Popp direkt über die volle Distanz spielen zu lassen, war eine bewusste Entscheidung, wie VfL-Trainer Stephan Lerch erklärte: "Wir wollten ihr die 90 Minuten geben, da sie diese Zeit auf dem Platz braucht, um wieder reinzukommen. Zum Ende hin merkte man, dass noch Luft nach oben ist, aber ansonsten hat sie gute Akzente gesetzt." Der eine oder andere Pass kam noch nicht an, "aber sie war eben lange raus. Dass sie direkt erfolgreich war, darf man nicht unterschätzen. So etwas gibt Auftrieb und ein gutes Gefühl." Auch so "konnte man sie auf dem Platz wieder hören, sie hat viele Kommandos gegeben. Defensiv war sie präsent, Zweikampfverhalten, Ranschieben, das kommt alles mit der Spielzeit auf dem Platz." Für den VfL, so Lerch, war es gut, zu sehen, dass "sie 90 Minuten spielen kann und keine Reaktion eintritt. Für uns ist das eine wichtige und gute Erkenntnis."


Popp und Schult sind also zurück. Und dass der VfL in der Rückrunde wieder auf einen gestärkten Kader zurückgreifen kann, ist allein schon deswegen wichtig, da der Double-Gewinner nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden kann. Derzeit stehen die Wolfsburgerinnen auf dem zweiten Tabellenplatz (31 Punkte) hinter den noch ungeschlagenen Münchnerinnen (36 Zähler).