10. November 2019 / 13:14 Uhr

Wolfsburgs Profi-Boxer Wojcicki erfüllt sich zwei Wünsche

Wolfsburgs Profi-Boxer Wojcicki erfüllt sich zwei Wünsche

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Patrick Wojcicki
Jubelte in Hamburg: Der Wolfsburger Patrick Wojcicki gewann seinen Fight ebenso wie Artem Harutyunyan (kl. Bild) später den Hauptkampf des Boxabends. © Montage/Team Sauerland
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Zwei Wünsche hatte Patrick Wojcicki vor seinem Auftritt in der Hamburger Kuppel geäußert. Der Wolfsburger Mittelgewichts-Boxer wollte, natürlich, gegen den Polen Robert Swierzbinski gewinnen – und das möglichst vorzeitig. Beides ging in Erfüllung, Wojcicki siegte am Samstagabend nach technischen K.o. in der vierten Runde. „Es ist alles nach Plan verlaufen“, freute sich der 28-Jährige, der damit auch im 15. Profikampf (ein Unentschieden) ungeschlagen blieb. Den Hauptkampf des Abends gewann der Olympia-Dritte Artem Harutyunyan gegen den Russen Islam Dumanow durch Mehrheitsentscheid nach Punkten (97:93, 95:95, 98:92) und holte sich den IBO-Titel im Superleichtgewicht.

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Beim Wiegen noch auf Augenhöhe

Tags zuvor beim Wiegen waren Wojcicki und Swierzbinski noch auf Augenhöhe gewesen, beide hatten 73,5 Kilogramm auf die Waage gebracht. Im Ring zeigte sich dagegen schnell, dass Wojcicki über das größere Repertoire verfügt. Ein Spaziergang war’s trotzdem nicht, wie Antonino Spatola betonte. „Swierzbinski hat auch gekämpft“, so der Trainer des Wolfsburgers, „es war ein hartes Duell.“

Der "Wolf" belauert seinen Gegner

In dem legte sein Schützling zunächst nicht alle Karten auf den Tisch. Wojcicki, Kampfname „Wolf“, belauerte den neun Jahre älteren Polen, testete ihn immer wieder mit seiner linken Führhand. „Ich habe gleich gemerkt, dass ich der Schnellere bin“, stellte der Olympia-Teilnehmer von 2012 fest, „und ab der zweiten Runde habe ich dann richtig Gas gegeben.“

"Patrick hat das super gemacht"

Das hinterließ Wirkung. Wojcicki erwischte Swierzbinski mit einem rechten Haken, der Routinier, der sich in seiner Karriere schon mit drei Weltmeistern gemessen hat, ging zu Boden. Es folgten noch zwei weitere Niederschläge in diesem Durchgang. Spatola begeistert: „Patrick hat das super gemacht. Er war viel präziser in seinen Schlägen.“

Starker Aufwärtshaken

Vor allem gegen Wojcickis Aufwärtshaken war kein Kraut gewachsen. „Ich habe ihn oft getroffen“, sagte der Fighter aus dem Sauerland-Boxstall. „Allerdings war mein Gegner im Oberkörper ziemlich beweglich.“ Deshalb reichte es nicht zum Knockout, ein vorzeitiger Sieg – der erste seit über drei Jahren – wurde es dennoch. Nachdem Swierzbinski in den Runden drei und vier erneut jeweils einmal mit dem Ringboden Bekanntschaft gemacht hatte, warf seine Ecke das Handtuch.

"Eine gute Show geboten"

Gerade noch rechtzeitig, davon ist Spatola überzeugt. „In der fünften Runde wäre Swierzbinski nicht mehr aufgestanden“, so der Coach. „Ich hätte ihn gern ausgeknockt, aber leider war kein finaler Schlag dabei“, bedauerte Wojcicki. Doch die Zufriedenheit überwog. „Ich denke, ich habe den Zuschauern eine gute Show geboten.“

Lautstarke Wojcicki-Anhänger

In der ausverkauften Hamburger Kuppel machten sich auch die rund 50 Wojcicki-Anhänger aus der Heimat lautstark bemerkbar. „Sie waren richtig gut zu hören, das hilft einem natürlich“, freute sich der Wolfsburger. „Das war ein super Support.“

Profiboxen: Patrick Wojcicki gegen Marcelo Fabian Caceres. Zur Galerie
Profiboxen: Patrick Wojcicki gegen Marcelo Fabian Caceres. © Sebastian Bisch
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