30. März 2021 / 14:26 Uhr

Wolfsburgs Roussillon brennt aufs Startelf-Comeback: "Ich bin bereit für 90 Minuten!"

Wolfsburgs Roussillon brennt aufs Startelf-Comeback: "Ich bin bereit für 90 Minuten!"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Freut sich auf die Champions League: Jerome Roussillon vom VfL Wolfsburg.
Freut sich auf die Champions League: Jerome Roussillon vom VfL Wolfsburg. © Roland Hermstein
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Lange Zeit hatte Jerome Roussillon dem VfL Wolfsburg nicht zu Verfügung gestanden. Gegen Schalke feierte der Franzose dann sein Comeback nach knapp drei Monaten - und jetzt ist er heiß auf seinen ersten Startelf-Einsatz nach langer Zeit. 

Erst eine hartnäckige Corona-Infektion, dann Wadenprobleme: Knapp drei Monate musste VfL-Profi Jerome Roussillon pausieren. Eine lange Leidenszeit liegt hinter dem Linksverteidiger. Doch jetzt ist er zurück, beim 5:0 gegen Schalke 04 feierte er sein Comeback für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Und jetzt brennt der 28-Jährige auf sein Startelf-Comeback, sagt: "Ich bin bereit für 90 Minuten!"

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Rückblick: Mitte Dezember beim 1:2 bei Bayern München steht Roussillon zuletzt in der VfL-Anfangsformation. Dass er anschließend für lange Zeit gar nicht mehr spielen kann, ahnt der Franzose da noch nicht. Doch so kommt es. Zwischen dem Bayern-Spiel am Mittwoch und der Stuttgart-Partie am Sonntag wird Roussillon positiv auf Corona getestet - die folgende Zwangspause zehrte. "Es war sehr schwierig, vor allem in dem Monat, wo ich nicht bei der Mannschaft sein konnte", denkt Wolfsburgs Nummer 15 zurück. Erst am 6. Januar konnte Roussillon wieder individuell trainieren. "Als ich zurück war, hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Mit jeder Trainingseinheit habe ich mich besser und fitter gefühlt."

An Mannschaftstraining war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht zu denken, behutsam musste Rouss, wie er von seinen Teamkollegen genannt wird, aufgebaut werden. Erst sechs Wochen nach der Covid-Infektion, also Anfang Februar, stand der Außenverteidiger wieder im Kader. "Nicht jeder Mensch hat den gleichen Körper, Corona wirkt sich bei jedem unterschiedlich aus. Mein Körper hat sehr stark darauf reagiert", erinnert sich der VfLer. Von der Corona-Erkrankung spürt Roussillon inzwischen nichts mehr, allerdings hat sie ihm "noch mal klargemacht, dass die Gesundheit über allem steht".Auf sein Comeback musste er aber noch warten. Auch weil ihn im Februar dann noch Wadenprobleme ausbremsten.

Gegen Schalke war es dann so weit, 18 Minuten durfte er ran - und bereitete gleich den Treffer zum 5:0-Endstand von Maximilian Philipp vor. Ein gelungenes Comeback. Ohnehin sei er sehr glücklich gewesen, "nach drei Monaten wieder zu spielen". Dass es dann direkt mit einem Assist geklappt hat, habe ihn "umso mehr gefreut". Aber Roussillon weiß auch, dass er sich jetzt nicht ausruhen darf, er muss weiter Gas geben. Denn sein Linksverteidiger-Konkurrent Paulo Otavio hat es in Abwesenheit des Franzosen richtig gut gemacht. "Ich habe mich für Paulo gefreut, weil wir uns gut verstehen und weil wir gewonnen haben. Ich finde es positiv, dass wir zwei Spieler auf einer Position und damit den Konkurrenzkampf haben", sagt Roussillon, der die Rot-Sperre Otavios jetzt nutzen will, um sich in die Startelf zu arbeiten. Ob er am Samstag (15.30 Uhr) gegen Köln von Beginn an ran darf, weiß er noch nicht. Er sagt nur: "Ich muss hart arbeiten, alles andere entscheidet der Trainer." Auch Yannick Gerhardt ist eine Option.

Was aber klar ist, ist, dass der Tabellendritte gegen die abstiegsbedrohten Rheinländer siegen will. "Wir müssen auf den Gegner aufpassen", mahnt Roussillon zwar, "aber sollten uns nicht verunsichern lassen. Wir stehen oben in der Tabelle und müssen uns einfach auf unser Spiel konzentrieren. Wenn wir da oben bleiben wollen, müssen wir das Spiel gewinnen." Dann würde die Champions League ein weiteres Stück näher rücken. Aber, so Roussillon: "Wir haben noch einige Spiele, in denen wir aufpassen und unsere Leistung bringen müssen. Wenn die Champions League rausspringt, sind wir zufrieden und glücklich." Wie viele Punkte es dafür noch aus den verbleibenden acht Spielen braucht, weiß der VfLer nicht. "Erst wenn zwei Spiele übrigbleiben, fange ich an zu rechnen..."