17. September 2020 / 23:16 Uhr

Wolfsburgs Trainer Glasner: "Man merkt, dass die Abstimmung noch fehlt"

Wolfsburgs Trainer Glasner: "Man merkt, dass die Abstimmung noch fehlt"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Noch nicht ganz sattelfest: Die VfL-Viererkette um Linksverteidiger Paulo Otavio.
Noch nicht ganz sattelfest: Die VfL-Viererkette um Linksverteidiger Paulo Otavio. © (c) AP
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Am Ende war es souverän, doch ein paar Wackler zu viel hatte Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg beim 4:0-Sieg bei FK Kukesi in seinem Spiel. Das merkte auch Trainer Oliver Glasner nach Spielende an.

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Letztlich souverän, aber mit ein paar Wacklern zu viel hat der VfL Wolfsburg die nächste Quali-Runde auf dem Weg in Gruppenphase der Europa League erreicht. Beim Fußball-Bundesligisten stand am Ende ein deutliches 4:0 zu Buche, doch wenn am Sonntag (18 Uhr) Bayer Leverkusen zum Liga-Start in die VW-Arena kommt, muss die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner noch eine Schippe drauflegen.

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Eigentlich waren die Wolfsburger gut in die Partie gestartet. „Wir haben gut angefangen, hatten die Kontrolle“, fand auch der Coach. Doch nach dem 2:0 für den VfL traute sich Kukesi selbst etwas mehr zu, durch einen Foulelfmeter in der 35. Minute hätten die Albaner noch mal rankommen können. „Den hält Koen super“, lobte Doppeltorschütze Wout Weghorst. „Das war ein wichtiger Moment.“ Aber die Wolfsburger wussten, dass sie trotz der starken Parade noch nicht im Ziel waren. „Nach dem Elfmeter war noch lange zu spielen“, sagte Schlussmann Koen Casteels.

<b>Koen Casteels</b>: Der Belgier kehrte nach seinem Riss an der Lippe zurück ins Wolfsburger Tor und zeigte eine bärenstarke Leistung. Wenn er gefordert war, war er da. In der ersten Hälfte parierte erst einen scharfen Freistoß, dann einen Elfmeter überragend. - Note: 1 Zur Galerie
Koen Casteels: Der Belgier kehrte nach seinem Riss an der Lippe zurück ins Wolfsburger Tor und zeigte eine bärenstarke Leistung. Wenn er gefordert war, war er da. In der ersten Hälfte parierte erst einen scharfen Freistoß, dann einen Elfmeter überragend. - Note: 1 ©

Und genauso kam es: Auch in der Folge wirkte der VfL nicht immer sattelfest, vor allem in der Viererkette um Felix Klaus, Maxence Lacroix, Josuha Guilavogui und Paulo Otavio gab es ein paar Unsicherheiten. Das fiel auch Glasner auf: „Mit dem Pfostenschuss hatten wir etwas Glück. Man merkt einfach, dass uns hinten noch die Abstimmung fehlt.“ Auch Casteels merkte kritisch an: „Manchmal hatten wir ein paar Momente drin, in denen wir uns das Leben selbst etwas schwer gemacht haben, gerade in der Viertelstunde vor der Pause. Das war unnötig, das muss noch raus.“

Doch mit dem 3:0 war Kukesi der Zahn gezogen. „Danach war das Spiel entschieden, das 4:0 war der Schlusspunkt“, freute sich Weghorst, der eine Viertelstunde vor Schluss den dritten Treffer des Tages erzielt und alle Zweifel am Weiterkommen ausgeräumt hatte. Daher konnte sich am Ende auch Glasner über das Erreichen der dritten Quali-Runde freuen. „Wir haben zu null gespielt und hinten raus noch zwei schöne Tore gemacht“, lobte der Österreicher.

Doch viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht, schon am Sonntag startet der VfL gegen Bayer in die Liga. „Das wird eine harte Aufgabe, Leverkusen war die letzten Jahre immer schon gut drauf“, weiß Casteels. Aber wäre ein anderer Auftakt-Gegner für die Wolfsburger besser gewesen? Für Weghorst nicht: „Es gibt keine leichten Gegner in der Bundesliga. Leverkusen hat eine gute Mannschaft, aber wir sollten mehr auf uns schauen.“

FK Kukesi gegen VfL Wolfsburg - Die Bilder

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Renato Steffen ©

Und genau das macht auch Glasner, der die Mannschaft nun in kurzer Zeit wieder fit kriegen muss. Denn auch er weiß, dass es gegen die Werkself kein Spaziergang wird. „Leverkusen hat viel Qualität und Tempo in der Offensive. Das heißt, wir müssen einen Schritt nach vorn machen“, sagt der Trainer. Diese Aufgabe gilt es erst mal zu lösen, „erst ab Montag liegt der Fokus auf Chernihiv“, gegen das der VfL am kommenden Donnerstag antreten muss.