09. Dezember 2021 / 21:18 Uhr

Wolfsburgs Waldschmidt: Wir können von Stuttgart lernen

Wolfsburgs Waldschmidt: Wir können von Stuttgart lernen

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ärgert sich über den Negativ-Lauf: VfL-Offensivmann Luca Waldschmidt.
Ärgert sich über den Negativ-Lauf: VfL-Offensivmann Luca Waldschmidt. © Boris Baschin
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Der VfL Wolfsburg kassierte zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge. Dennoch hofft Offensivmann Luca Waldschmidt in den drei ausstehenden Partien vor Weihnachten auf sieben Punkte.

Raus aus der Champions League, vier Pflichtspiel-Niederlagen in Serie - für den VfL läuft es derzeit nicht rund. Doch die Köpfe in den Sand zu stecken, kommt nicht infrage, denn nach dem 1:3 gegen den OSC Lille geht's bis Weihnachten Schlag auf Schlag weiter. Bereits am Samstag (18.30 Uhr) hat der Wolfsburger Fußball-Bundesligist den VfB Stuttgart zu Gast, drei Tage später kommt der formstarke 1. FC Köln in die VW-Arena, ehe das Hinrunden-Finale beim FC Bayern steigt. Drei Partien, neun Zähler sind zu verteilen. "Wenn wir mit sieben Punkten da rausgehen, wäre es perfekt", sagt Offensivmann Luca Waldschmidt trotz des Negativtrends ambitioniert.

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Das Restprogramm hat es in sich, der VfL muss schleunigst den Schalter umlegen. "Die Heimspiele wollen wir gewinnen und dann schauen, was in München geht", sagt Waldschmidt. Mit einem Dreier gegen Stuttgart soll die Trendwende her - und dafür könne man durchaus auch vom kommenden Gegner lernen: "Bei den Stuttgartern herrscht auch keine hundertprozentige Zufriedenheit. Aber sie hauen immer alles raus." Und: "Es ist ein Flutlichtspiel, das ist immer toll. Wir müssen dagegenhalten und zeigen, dass es unser Heimspiel ist."3

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Ein Sieg würde dem VfL guttun, den Spielern das Selbstvertrauen zurückgeben. Ein Kopfproblem sehe Waldschmidt in der Mannschaft nicht. "Es ist wie immer", so der Ex-Freiburger. "Gewinnst du drei Spiele in Folge, fällt auch mal ein Ball rein, der sonst nicht reingehen würde. Verlierst du dreimal, bekommt man auch mal ein Gurken-Tor rein." Das 0:1 gegen Lille fing sich der VfL nach eigener Ecke. "Das hat uns etwas zurückgeworfen", sagt Waldschmidt und verweist noch mal auf die Grundtugenden: "Wenn du kämpfst und alles reinhaust, dann hat es nichts mit dem Kopf zu tun. Das kannst du immer machen."

Und so stehen nach drei Siegen zum Auftakt von Trainer Florian Kohfeldt und einem Remis nun vier Niederlagen in Folge zu Buche. Es läuft ähnlich, wie unter Kohfeldt-Vorgänger Mark van Bommel (vier Siege zum Start, Unentschieden gegen Frankfurt, danach acht Sieglos-Partien nacheinander). "Es ist zu einfach zu sagen, dass die Ergebnisse ähnlich waren", betont Waldschmidt. Es seien jetzt "andere Umstände. Der Trainer ist mitten in der Saison zu uns gekommen. Das ist etwas anderes, als wenn man die Mannschaft die gesamte Vorbereitung hat."

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Waldschmidt übt keine Kritik an VfL-Trainer Florian Kohfeldt. Er habe den Spielern "vor dem Lille-Spiel eine brutal emotional Ansprache gehalten". Die Wolfsburger seien "unfassbar heiß auf das Spiel" gewesen. "Ich glaube schon, dass er die richtigen Worte findet. Ich vertraue darauf, was er macht. Ich bin sicher, dass wir den Turnaround zusammen schaffen." Für einen Sieg braucht es Tore und die Einstellung muss gegen den VfB passen. Waldschmidt bringt's auf den Punkt: "Wir müssen die Arschbacken zusammenkneifen und Vollgas geben."

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