27. November 2020 / 23:40 Uhr

Wolfsburgs Weghorst: Den Doppelpack gegen Werder kündigte er vorher an!

Wolfsburgs Weghorst: Den Doppelpack gegen Werder kündigte er vorher an!

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kündigte seinen Doppelpack an: VfL-Knipser Wout Weghorst traf gegen Bremen zweimal.
Kündigte seinen Doppelpack an: VfL-Knipser Wout Weghorst traf gegen Bremen zweimal. © DPA
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Erstmals mehr als zwei Tore für den VfL Wolfsburg in einem Bundesliga-Spiel in dieser Saison - am Ende waren es sogar fünf! Dass Wout Weghorst zwei davon schießen würde, hatte er vorher bereits angekündigt...

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Mit einem bärenstarken Auftritt setzte sich der VfL Wolfsburg am Freitagabend mit 5:3 (3:2) gegen Werder Bremen durch. Erstmals in dieser Saison erzielte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner in der Fußball-Bundesliga mehr als zwei Tore in einem Spiel. Da war es beinahe nebensächlich, dass die bis dahin beste Abwehr der Liga zum ersten Mal drei Gegentreffer hinnehmen musste. Überragender Akteur bei einer geschlossenen Mannschaftsleistung: Angreifer Wout Weghorst.

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Acht Minuten vor der Pause zum zwischenzeitlichen 3:2 und zwölf Minuten vor dem Ende zum 4:3 – der VfL-Toptorjäger brachte sein Team mit seinem Doppelpack auf die Siegerstraße. „Es war super, ein wunderschöner Abend für mich, aber auch für alle anderen Wolfsburger“, freute sich der VfL-Knipser. Mit seinen Toren traf der Stürmer in fünf seiner letzten sechs Bundesliga-Spiele und dabei in allen vier siegreichen Spielen des Klubs. Nun steht der Niederländer bei sechs Saisontoren. Allerdings: Zwei Treffer in einem Spiel waren Weghorst in der Liga zuletzt Mitte Juni beim 4:1 auf Schalke gelungen.

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Gegen Werder war es nun mal wieder so weit – sein zweites Tor erzielte Weghorst nach Flanke von Jerome Roussillon per Kopf – damit hielt der Angreifer Wort und jubelte entsprechend: „Ich hab’ es doch gesagt!“, schrie Wolfsburgs Nummer 9 beim Jubel auf dem Weg zur Eckfahne, die Außenmikrofone transportierten den Schrei in die Wohnzimmer. Aber was steckte genau dahinter? Weghorst klärte nach Schlusspfiff auf: „Tim Siersleben hat mir viel Glück gewünscht und gesagt, ich mache heute ein Tor. Ich habe ihm gesagt, es werden zwei.“ Und so war es. „Ich habe viel an den Kopfbällen gearbeitet, das war auch damit gemeint. Kompliment an Rouss, das war eine super Flanke. Das sind die schönsten Tore“, so Weghorst.

Zufrieden war auch Coach Glasner mit dem Ergebnis, merkte aber auch an: „5:3 – das war gefühlt unser Torverhältnis nach dem sechsten Spieltag. Die ersten drei Bälle von Bremen mussten wir aus dem Tor holen. Aber Fehler passieren.“ Damit meinte der Österreicher vor allem Maxence Lacroix, der beim 0:1 nicht gut aussah, Roussillon, der vor dem zweiten Gegentor eine unnötige Ecke verschuldete sowie das Eigentor von Jay Brooks direkt nach der Pause. Das kritisierte auch Weghorst: „Daraus müssen wir lernen. Wir müssen fokussierter aus der Kabine kommen.“ Aber, so Glasner: „Die Reaktion hat mit gefallen, wir haben tolle Tore herausgespielt. Schade, dass das Stadion nicht voll war, das hätte am Ende sicherlich gebebt.“ Dieser Sieg gebe weiteres „Selbstvertrauen Richtung Weihnachten“.

Mit großem Selbstvertrauen agierte auch Torschütze Ridle Baku – es war sein erster Treffer zu Hause (zuvor hatte er beim 1:1 in Berlin gejubelt). „Ich spiele momentan frei auf“, so der Rechtsverteidiger. „Ich habe richtig Spaß auf dem Platz und bin noch fröhlicher, wenn ich der Mannschaft so helfen konnte.“