17. Mai 2021 / 12:15 Uhr

Innenminister Wöller verurteilt Ausschreitungen scharf: "Aufstieg von Dynamo Dresden ins Abseits gestellt"

Innenminister Wöller verurteilt Ausschreitungen scharf: "Aufstieg von Dynamo Dresden ins Abseits gestellt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
16.05.2021, Sachsen, Dresden: Fußball: 3. Liga, SG Dynamo Dresden - Türkgücü München, 37. Spieltag im Rudolf-Harbig-Stadion. . Polizisten gehen hinter einem Wasserwerfer in den Volkspark Großer Garten. Foto: Sebastian Kahnert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der sportliche Erfolg von Dynamo Dresden rückte nach den Ausschreitungen in den Hintergrund. © dpa
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Nach den Gewaltexzessen am Rande der Fußballpartie zwischen Dynamo Dresden und Türkgücü München verurteilte auch Sachsens Innenminister Roland Wöller die Ausschreitungen scharf. Der 50-Jährige erwartet von Fußballvereinen, dass sie nach solchen Eskalationen Konsequenzen ziehen.

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Dresden. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat die schweren Ausschreitungen am Rande des Fußballspiels von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) scharf verurteilt.

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"Die Gewaltausbrüche gegen Polizeibeamte und Medienschaffende nach dem gestrigen Fußballspiel haben den Aufstieg von Dynamo Dresden leider völlig ins Abseits gestellt. Friedliche Fankultur sieht anders aus", sagte Wöller am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Polizei habe auf Deeskalation und Kommunikation gesetzt und sei dennoch immer wieder gezielt und massiv angegriffen worden.

DURCHKLICKEN: Bilder zu den Ausschreitungen

Am Rande des Dynamo-Aufstiegs kam es in Dresden zu Ausschreitungen und turbulenten Szenen. Zur Galerie
Am Rande des Dynamo-Aufstiegs kam es in Dresden zu Ausschreitungen und turbulenten Szenen. ©

"Viele Polizisten, aber auch friedliche Fans wurden verletzt. Diese rohe Gewalt hat mit Sport nichts mehr zu tun und ist nicht hinzunehmen. Ich habe Verständnis für Sportbegeisterte, die ihre Mannschaften emotional und lebhaft unterstützen, und freue mich über den Aufstieg von Dynamo. Doch wenn Fanaktivitäten derart eskalieren, erwarte ich von Fußballvereinen, dass sie Konsequenzen ziehen, um die vielen friedlichen Fans klar von gewaltbereiten Hooligans zu trennen", stellte Wöller klar. Personalisierte Tickets und Stadionverbote für Gewalttäter dürften kein Tabu mehr sein: "Als Innen- und Sportminister bin ich da auch gern mit von der Partie, wenn es heißt, gemeinsam Lösungen zu finden."