06. Juni 2018 / 20:24 Uhr

Boland enttäuscht über Abschied bei Eintracht Braunschweig - "Wollte Karriere hier beenden"

Boland enttäuscht über Abschied bei Eintracht Braunschweig - "Wollte Karriere hier beenden"

Alex Leppert
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mirko Boland muss sich einen neuen Verein suchen.
Mirko Boland muss sich einen neuen Verein suchen. © Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images
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Nach dem Abstieg müssen mit Domi Kumbela und Mirko Boland zwei Identifikationsfiguren den Verein verlassen. Boland musste die Entscheidung erst einmal sacken lassen.

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Bei Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig wird derzeit mächtig umgebaut: Als der Abschied von zehn Spielern auf einmal bekannt gegeben wurde, standen auch zwei Identifikationsfiguren auf der Liste: Mirko Boland und Domi Kumbela. Sie haben sich jetzt erstmals dazu geäußert.

Mittelfeldrenner Boland, seit Anfang 2009 bei der Eintracht, erreichte die Nachricht, dass man mit ihm nicht mehr weitermachen wolle, bei einer Kreuzfahrt an der norwegischen Küste. „Dass meine Zeit bei den Löwen nun definitiv vorbei ist, musste ich erst einmal sacken lassen. Die Eintracht war immer mein erster Ansprechpartner und ich wollte meine Karriere hier beenden“, so Boland.

So äußerte sich der neue Eintracht-Coach Henrik Pedersen auf seiner ersten Pressekonferenz

Pedersen über seine Verpflichtung: „Ich danke den Verantwortlichen für das große Vertrauen und dass ich die Möglichkeit bekommen habe, meinen ersten Cheftrainer-Job in Deutschland zu anzunehmen. Ich bin mir bewusst, dass das ein Riesen-Traditionsverein ist.“ Zur Galerie
Pedersen über seine Verpflichtung: „Ich danke den Verantwortlichen für das große Vertrauen und dass ich die Möglichkeit bekommen habe, meinen ersten Cheftrainer-Job in Deutschland zu anzunehmen. Ich bin mir bewusst, dass das ein Riesen-Traditionsverein ist.“ ©
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Der 31-Jährige weiter: „Braunschweig ist über die vielen Jahre zu meinem Zuhause geworden.“Mit seinen 315 Pflichtspielen in Blau-Gelb rückte er am Ende auf Rang zwölf der Einträchtler mit den meisten Einsätzen vor. Boland: „Wo etwas endet, beginnt auch etwas Neues – für die Eintracht und für mich.“

​"Respektiere die Entscheidung"

„Nur“ 235 Profi-Einsätze in Blau-Gelb, dafür aber mit 83 Treffern Rang sechs der ewigen Torjägerliste – das ist die Bilanz von Kumbela, der jeweils im Januar 2008, 2010 und 2016 zur Eintracht gekommen war. Der 34-Jährige erfuhr im USA-Urlaub, dass seine Zeit in Braunschweig vorbei ist. Sein Statement aus Puerto Rico: „Ich wäre natürlich gerne noch geblieben, aber respektiere auch die Entscheidung, wie sie jetzt getroffen wurde.“

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Der in Deutschland aufgewachsene Kongolese weiter: „Es war mir eine große Freude und Ehre, das Trikot so oft tragen zu dürfen. Die vergangenen Jahren werde ich immer in guten Erinnerungen behalten“. Den Fans werde er „aus der Ferne für die Zukunft fest die Daumen drücken“.

Gerade an der eher flüchtigen Verabschiedung dieser beiden Vereinslegenden war zuletzt Kritik aufgekommen. Allerdings waren und sind beide im Urlaub. Die Klub-Verantwortlichen sind indes sehr wohl an einem ordentlichen Abschied interessiert – das gilt übrigens genauso in Bezug auf das ehemalige Trainerteam um Torsten Lieberknecht sowie verdiente Akteure wie Jan Hochscheidt oder Jasmin Fejzic. Es dürfte aber bei allem guten Willen schwierig werden, geeignete Anlässe dafür zu finden. Auch das ist die Folge eines unerwarteten Abstiegs.

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