07. August 2019 / 22:09 Uhr

Woltorf kontert den Bezirksligisten raus, Wendezelle jubelt spät

Woltorf kontert den Bezirksligisten raus, Wendezelle jubelt spät

Christian Meyer
Peiner Allgemeine Zeitung
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In der Liga am ersten Spieltag gestolpert, aber im Härke-Pokal die Sensation geschafft: Die Fußballer des VfL Woltorf (1. Kreisklasse) warfen im Viertelfinale den Bezirksligisten Viktoria Woltwiesche mit 3:2 raus. Die Kontertaktik fruchtete. Im Duell der Bezirksligisten ließ Thomas Erich den TSV Wendezelle mit seinem späten 1:0-Siegtor gegen den VfB Peine jubeln.

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Im Halbfinale spielt der VfL in zwei Wochen gegen den TSV Wendezelle, der beim VfB Peine gewann. Im zweiten Halbfinale spielt Rot-Weiß Schwicheldt gegen Teutonia Groß Lafferde.

VfL Woltorf – Viktoria Woltwiesche 3:2 (0:0). „Unterm Strich ist der Sieg verdient“, meinte Woltorfs Spielertrainer Nick Smolka. Mit einer defensiven Taktik ließen die Gastgeber im ersten Durchgang keinen Treffer des Bezirksligisten zu. „Wir haben tief gestanden und erst kurz vor der Mittellinie gestört. Dadurch haben wir die Woltwiescher zu langen Bällen gezwungen, die wir ablaufen konnten.“

In der zweiten Halbzeit wechselte Smolka den schnellen Stürmer Dominik Seidel ein, um noch mehr Kontergefahr zu bewirken. Vorher hatte sich Valentin Uhe auf der linken Seite durchgesetzt und vor das Tor gepasst, wo Nicolas Bufe den Ball aus 16 Metern oben ins Tor schoss. Lucas Feer erhöhte etwas später auf 2:0.

„Woltwiesche gelang der Anschlusstreffer, als wir durch Wechsel ein wenig ungeordnet waren. Aber Sebastian Kroemer hat sich zentral gut durchgesetzt und mit einem Aufsetzer das 3:1 erzielt“, schilderte Smolka. Heinrich Effenberger hatte sogar die Chance zum 4:1, scheiterte aber an Viktoria-Keeper Stefan Ebeling.

Den Gästen gelang nur noch der erneute Anschluss nach einem Eckball. „Wir haben auch die sieben Minuten Nachspielzeit überstanden“, freute sich Smolka.

Tore: 1:0 Bufe (55.), 2:0 Feer (63.), 2:1 Sellmann (68.), 3:1 Kroemer (77.), 3:2 Meier (83.).

VfB Peine – TSV Wendezelle 0:1 (0:0). Thomas Erich war Wendezelles Held. Als die ersten Zuschauer bereits auf ein Elfmeterschießen im Duell der Bezirksligisten spekulierten, verwertete er einen Abpraller nach einer Ecke doch noch zum umjubelten Siegtreffer (85.). "Das war schon bitter", sagte VfB-Trainer Bünyamin Tosun, "denn es war ein hart umkämpftes, sehr ausgeglichenes Spiel". Einen Vorwurf machte er seiner Mannschaft nicht, sondern lobte sie vielmehr für eine "aufopferungsvolle Leistung". Die habe aber auch der Gegner gezeigt. "Beide Mannschaften sind hohes Tempo gegangen, es gab sehr intensive Zweikämpfe bis zum Schluss." Das bessere Ende hatten die Wendezeller, bei denen die beiden ehemaligen VfBer Sven Kiontke und Markus Reiff in der Startelf standen.

Tor: 0:1 Thomas Erich (85.).

TB Bortfeld – Teutonia Groß Lafferde 0:4 (0:2). Außenseiter Bortfeld traf zweimal die Latte, Teutonia viermal ins Tor: Doch TB-Coach Garrit Klaproth war zufrieden damit, wie sich sein Kreisliga-Aufsteiger gegen das Bezirksliga-Top-Team verkauft hatte. "Ein 2:4 wäre auch okay gewesen", sagte er. Die Überraschung sei nicht gelungen, "weil die Lafferder einfach besser waren. Sie haben eine gute Physis, sind taktisch gut geschult. Sie haben gezeigt, warum sie in ihrer Liga oben mitspielen wollen", erkannte Klaproth die Niederlage an. Die erste Chance der Partie hatte allerdings sein Team, als Patrick Janeschik gleich in der ersten Minute einen Freistoß an die Latte donnerte. Nach einer Ecke krachte auch noch Sven Schäfers Schuss an die Unterkante der Latte (24.). "Wir hatten richtig Pech", bedauerte Bortfelds Trainer, der jedoch zufrieden damit war, wie sein Team verteidigte und konterte. Einer fiel besonders auf: Kenny Krüger. "Er hatte viele gute Aktionen und wurde entsprechend oft gefoult", stellte Klaproth fest. Bei der Teutonia fiel dagegen Kapitän Tim Paul in ungewohnter Rolle auf. Der Stürmer spielte Innenverteidiger. "Mit seinen starken Diagonalbällen hat er uns das Leben schwer gemacht. Auf der Position hat er mir richtig gut gefallen", lobte Bortfelds Trainer.

Tore: 0:1 Rode (16.), 0:2 Röcken (43.), 0:3, 0:4 Noorzai (54., 77.).

TSV Clauen/Soßmar – Rot-Weiß Schwicheldt 1:6 (0:2). „Der Sieg der Schwicheldter ist verdient, aber um mindestens zwei Tore zu hoch ausgefallen“, meint TSV-Trainer Mathias Buchmann. Christian Keller zum Beispiel lief im ersten Durchgang allein auf Rot-Weiß-Keeper Philipp Kurmeier zu, aber der blieb Sieger. Auch TSV-Torwart Antonia Peters glänzte: Er parierte einen Elfmeter (37.). „Wir haben einfache Tore kassiert, die unserer jungen Mannschaft aufgrund fehlender Erfahrung unterliefen“, resümierte Buchmann. „Aber so ein Spiel gegen einen qualitativ starken Gegner ist gut, um daraus zu lernen und die Fehler in der Saison nicht mehr zu machen.“

Trotz der deutlichen Niederlage habe seine Mannschaft Werbung für sich gemacht. „Natürlich war Schwicheldt optisch überlegen, aber wir haben dennoch guten Fußball gespielt“, meinte der TSV-Coach. Kurz vor Schluss sah Schwicheldts Victor Dornelas da Silva nach einer Auseinandersetzung Rot. „Es war aber ein faires Spiel“, stellte Buchmann fest.

Tore: 0:1 Werner (21.), 0:2 Querfurth (23.), 0:3 Merk (50.), 1:3 Christoph Könneker (50.), 1:4 Fichtner (78.), 1:5 Eigentor (81.), 1:6 Querfurth (87.).

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