26. März 2020 / 15:43 Uhr

Workout in der Tiefgarage: So geht's den Ex-VfLerinnen Masar und Peter in Madrid

Workout in der Tiefgarage: So geht's den Ex-VfLerinnen Masar und Peter in Madrid

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Peter Masar
Harte Zeiten: Die Ex-Wolfsburgerinnen Babett Peter und Ella Masar leben im von Corona gebeutelten Madrid. © privat
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Spanien gehört zu den Ländern, die am schlimmsten von der Corona-Krise betroffen sind. Zwei ehemalige Fußballerinnen des VfL Wolfsburg erleben es voll mit, Babett Peter und Ella Masar.

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Spanien gehört zu den Ländern, die im Moment am schlimmsten von der Corona-Krise betroffen sind, Ausgangssperren werden rigoros überwacht. Mittendrin: Zwei ehemalige Fußballerinnen des VfL Wolfsburg, die seit einigen Monaten in Madrid leben. Ella Masar, die nicht mehr aktiv ist, und Babett Peter, die für die Real-Madrid-Filiale CD Tacon spielt, halten sich seit zwei Wochen quasi nur noch daheim auf.

Draußen keine Menschenseele zu sehen

"Und so wie es ausschaut, wird es noch einige Zeit so bleiben", berichtet Masar. "Wir haben keine freie Stunde draußen zur Verfügung und dürfen nur zum Arzt, zur Apotheke, das Nötigste einkaufen und die Hunde kurz rauslassen. Und wenn wir draußen sind, ist keine Menschenseele zu sehen!“ Die Situation rücke aber auch vieles in eine Perspektive, so Masar, denn „wir wissen, dass wir uns sehr glücklich schätzen können, dass wir gesund sind und unsere kleine Familie haben. Viele Menschen dort draußen leiden sehr unter der Situation und verlieren ihre Liebsten.“ Und: "Ich habe einen Post gelesen, in dem es heißt ,Unsere Großeltern mussten in den Krieg - das einzige, was wir tun müssen, ist auf der Couch sitzen zu bleiben'. Ich glaube, mit dieser Einstellung kann man die Lage gut meistern."

Das Paar erwartet ein Baby

Die kleine Familie wächst - Masar ist schwanger, im kommenden August erwartet das Paar zum ersten Mal Nachwuchs. „Ich habe schon vor ein paar Wochen angefangen, anstatt mit der Metro vorsichtshalber mit dem Auto zu meinem Spanischkurs zu fahren. Da war uns das ganze Ausmaß des Virus noch nicht bewusst“, so Masar. „Die ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft waren ziemlich hart. Der Ablauf einer In-vitro-Fertilisation lässt deine Hormone durchdrehen“, erklärt die 33-Jährige. Aber jetzt „hat sich alles eingependelt. Wir sind gesund und dankbar dafür. Auch wenn es immer noch surreal ist, zu sehen, wie der Bauch wächst. Ich war immer stolz auf mein Sixpack - und halte ich mich daran fest, dass wenigstens meine Beinmuskeln noch in Form sind.“

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Sprints im Parkhaus

Die spanischen Ligen pausieren wie alle anderen aufgrund der Pandemie auf unbestimmte Zeit, Masar (von 2018 bis 2019 beim VfL) und Ex-Nationalspielerin Peter (von 2014 bis 2019 beim VfL) versuchen vor allem, so gut wie möglich in Form zu bleiben – und müssen dabei kreativ sein. Von regelmäßigen Live-Sessions auf Instagram vom Balkon aus bis hin zu gemeinsamen Sprints im Parkhaus. Masar: „Babett motiviert mich sehr. Ich kann ihr nicht beim Schwitzen zusehen und dabei nur auf der Couch rumsitzen.“ Und „es ist auch eine Mischung aus unserer jahrelangen Erfahrung, die wir uns da zunutze machen. Zusammengezählt können wir mehr als 30 Jahre Erfahrung im Profifußball vorweisen“, so Masar, die auch sagt: „Ein weiteres Beispiel: Wenn man seine Lieblingssendung schaut, kann man parallel in den Werbepausen Übungen machen. Und wenn es am Tag nur zehn Minuten sind - man bleibt in Bewegung.“

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