26. Juni 2018 / 19:44 Uhr

Wout Weghorst: Der VfL Wolfsburg hatte den Sturm-Riesen schon länger auf dem Zettel

Wout Weghorst: Der VfL Wolfsburg hatte den Sturm-Riesen schon länger auf dem Zettel

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
wghorst neu
Freuen sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit beim VfL Wolfsburg: Neuzugang Wout Weghorst (l.) und Manager Jörg Schmadtke.
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Am Montag war durchgesickert, dass der VfL Wout Weghorst von AZ Alkmaar verpflichten möchte, am Dienstag war der Deal dann in trockenen Tüchern. Auf dem Wolfsburger Einkaufszettel stand der Sturm-Riese schon länger...

Da steht er nun, der neue Profi, die VW-Arena in Sichtweite, Arm in Arm mit Jörg Schmadtke, dem nicht mehr ganz so neuen Manager des VfL. Beide sehen ziemlich zufrieden aus. Der eine, weil er als Kaderplaner des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten die größte Baustelle (vorerst) geschlossen hat. Der andere, weil er seine Fähigkeiten, die er nachweislich besitzt, auf einem höheren Niveau bestätigen möchte. Kurzum: Neuzugang Wout Weghorst von AZ Alkmaar soll der neue VfL-Topstürmer werden.

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Gestern wurde der Transfer offiziell verkündet. Der 25-Jährige wechselt für eine Ablösesumme von rund 11 Millionen Euro nach Wolfsburg, erhält einen Vierjahres-Vertrag. Nach der schon länger fixierten Verpflichtung von Felix Klaus von Hannover 96 und des obligatorischen Nachfolgetransfers von Torwart Pavao Pervan (für Max Grün, dessen Vertrag ausgelaufen war) ist der Niederländer der erste dicke Fisch, den Manager Schmadtke an Land gezogen hat.

Entsprechend optimistisch zeigte sich der 54-Jährige: „Wout Weghorst hat in den letzten beiden Spielzeiten in Alkmaar konstant gute Leistungen abgeliefert und sich dabei stetig weiterentwickelt.“ Belegt mit Zahlen heißt das: Nach 13 Toren in der Spielzeit 2016/17 hat er seine Quote in der niederländischen Eredivisie in der abgelaufenen Saison noch mal auf 18 Treffer aufgestockt. Für AZ Alkmaar erzielte er in zwei Jahren und insgesamt 86 Spielen 45 Tore und lieferte 13 Vorlagen.

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Schmadtke weiter über den Sturm-Riesen: „Mit seiner Spielweise und Mentalität sollte er gut in die Bundesliga passen.“ Mit seinem Gardemaß von 1,97 Meter ist Weghorst für die Position in vorderster Spitze beim VfL vorgesehen, dementsprechend übernimmt der Holland-Knipser auch die Nummer 9 vom inzwischen abgewanderten Nany Dimata, der dieser Bürde nicht gerecht wurde (null Tore). Und auch sonst ist der Neuzugang ein Vorweggeher, Stichwort Mentalität. 22 Mal trug er in der vergangenen Saison für Alkmaar die Kapitänsbinde. Doch nach seinen beiden Profi-Stationen in den Niederlanden (zudem Heracles Almelo) war nun die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen. „Die Zeit in Alkmaar war sehr schön, aber für mich war klar, dass ich den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen möchte“, erklärte er.

Es war nicht der erste Versuch, denn nach SPORTBUZZER-Informationen lief der Flirt mit dem VfL schon länger. Es hatte sogar bereits ein Treffen mit Trainer Bruno Labbadia und dem damaligen Sportdirektor Olaf Rebbe in Wolfsburg gegeben. Nun hat Schmadtke den Deal perfekt gemacht – und Weghorst den Wunsch von der Bundesliga erfüllt. „Ich bin sicher, dass der Wechsel für meine weitere Entwicklung die richtige Entscheidung ist, und ich bin gespannt darauf, meine künftigen Mannschaftskameraden und mein neues Umfeld schnell kennenzulernen“, erklärte Weghorst.

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Mit seiner Verpflichtung ist die Stürmersuche aber keineswegs abgeschlossen. Mit Daniel Ginczek vom VfB Stuttgart gibt es weiterhin einen anderen Wunschkandidaten, der noch mal einen anderen Typ Angreifer verkörpern würde. Obwohl der Spieler und der VfL bereits Einigkeit über einen Wechsel erzielt haben, hängt der Abschluss des Deals noch von der Ablösesumme ab. Aus dem Stuttgarter Umfeld ist zu hören, dass der VfB für den 27-Jährigen einen zweistelligen Millionenbetrag verlangt – plus Daniel Didavi. Der 28-jährige Ex-Stuttgarter will Wolfsburg nach den beiden Horror-Saisons mit der Relegation unbedingt verlassen.