28. Dezember 2021 / 15:32 Uhr

WSV Wendschott: Hülsebusch über zwei besondere Spiele und die Lust auf Wiedergutmachung

WSV Wendschott: Hülsebusch über zwei besondere Spiele und die Lust auf Wiedergutmachung

Florian Walter
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eines der beiden besonderen Duelle: Auch das 5:2 beim SV Reislingen/Neuhaus (in Weiß) ist Wendschotts Coach Kenny Hülsebusch (l.) in guter Erinnerung geblieben.
Eines der beiden besonderen Duelle: Auch das 5:2 beim SV Reislingen/Neuhaus (in Weiß) ist Wendschotts Coach Kenny Hülsebusch (l.) in guter Erinnerung geblieben. © Roland Hermstein
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Winterpause in der Fußball-Bezirksliga - das gilt auch für den WSV Wendschott. Trainer Kenny Hülsebusch muss an gleich zwei besondere Spiele seiner Kicker zurückdenken und hat große Lust auf Wiedergutmachung.

Der WSV Wendschott hat eine wechselhafte Qualifikations-Runde in der Fußball-Bezirksliga hinter sich. Nach einer Niederlage im entscheidenden letzten Vorrunden-Spiel bei Türk Gücü Helmstedt musste das Team von Trainer Kenny Hülsebusch den Gang in die Abstiegsrunde antreten, die Helmstedter hingegen sicherten sich das Ticket für die Meisterrunde. In der Abstiegsrunde startete der WSV nun mit vier Punkten aus drei Partien - und hat dort nach dem 0:4 beim VfR Wilsche/Neubokel im letzten Duell vor der Winter- und Corona-Pause große Lust auf Widergutmachung.

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Comeback nach schwachem Start

Zwei Spiele aus der Vorrunde sind Hülsebusch besonders im Gedächtnis geblieben. „Ein Highlight war das Vorrunden-Hinspiel in Reislingen", sagt der Coach über das 5:2 am vierten Spieltag. „Da haben wir richtig stark abgeliefert und man hat gespürt, dass das unser Ding wird." Und das bei der Ausgangslage, mit der die Wendschotter in das Duell gegangen waren: „Wir hatten die drei Spiele zuvor verloren, gerade deshalb war der Sieg so wichtig. Wenn das nicht positiv gelaufen wäre, wäre es für den Rest der Runde düster geworden.“

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Das verlorene Finale

Ebenfalls ein besonderes Duell für die Wendschotter: Das 2:3 am letzten Spieltag der Quali-Runde bei Türk Gücü Helmstedt - und das, obwohl der WSV verlor. Die Situation vor Anpfiff war brisant: Wendschott lag einen Punkt vor dem Konkurrenten aus Helmstedt, ein Remis hätte zum Erreichen der Meisterrunde gereicht, am Ende kam es anders. Hülsebusch: "Das tat uns damals sehr weh. Wir führten zweimal und standen am Ende doch mit leeren Händen da..."


Die sportlich ungünstige Corona-Pause

"Die Vorrunde lief nicht nach unseren Vorstellungen", sagt Hülsebusch ehrlich, das sei aber jetzt kein Thema mehr: „Über die Gründe haben wir gesprochen, das ist abgehakt. Wir konzentrieren uns auf den Ist-Zustand.“ Nach den ersten drei Partien (vier Punkte) ist der nicht schlecht, aber beim WSV ist noch Luft nach oben. „Die 0:4-Niederlage in Wilsche vor der Pause ist uns ein großer Dorn im Auge.“ Umso ärgerlicher sei es gewesen, dass die folgenden Spiele Corona zum Opfer gefallen waren und es früher in die Winterpause ging. „Ich hatte nach dem Wilsche-Spiel das Gefühl, dass ein Ruck durch die Mannschaft ging. Wir hatten richtig Lust auf Wiedergutmachung - aber leider keine Spiele.“

Deshalb freuen sich die Wendschotter besonders auf den Re-Start nach der Corona- und Winter-Pause: "Die Jungs sollen jetzt mal durchschnaufen. Danach werden wir in eine intensive Vorbereitung starten. Unser Plan passt, und ich spüre bei jedem großen Bock aufs Fußballspielen." Weiter geht's für Hülsebusch und Co. am 27. Februar (14 Uhr) gegen den MTV Gamsen.

Das war gut

Insgesamt gut gefallen hat Hülsebusch die Defensiv-Arbeit seines Teams: „Bis auf den Ausreißer in Wilsche haben wir das gut gemacht, blieben in den beiden Partien zuvor ohne Gegentor."

Daran gilt es zu arbeiten

Für eine erfolgreiche Abstiegsrunde steht dem WSV aber noch viel Arbeit bevor, berichtet Hülsebusch. "Im Bereich der Fitness müssen wir was tun. Zudem müssen wir uns bewusst sein, dass es nur über mannschaftliche Geschlossenheit geht. Individuelle Fähigkeiten allein reichen nicht.“ Das vorrangige Ziel sei der Klassenerhalt: „Aber das wollen wir nicht irgendwie schaffen, sondern dabei auch überzeugen."