03. Mai 2022 / 12:34 Uhr

"Verleiht Würde und Stolz": FIFA-Boss Infantino verwundert mit Aussagen über WM-Arbeiter in Katar

"Verleiht Würde und Stolz": FIFA-Boss Infantino verwundert mit Aussagen über WM-Arbeiter in Katar

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Machte bemerkenswerte Aussagen zu den Gastarbeitern in Katar: FIFA-Boss Gianni Infantino.
Machte bemerkenswerte Aussagen zu den Gastarbeitern in Katar: FIFA-Boss Gianni Infantino. © IMAGO/Laci Perenyi
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Die Weltmeisterschaft in Katar am Jahresende steht wegen des Umgangs mit den Arbeitern auf den WM-Baustellen in der Kritik. FIFA-Boss Gianni Infantino überraschte jetzt mit fragwürdigen Aussagen zu dem Thema. 

In etwas mehr als einem halben Jahr startet die Weltmeisterschaft in Katar: In dem Wüstenstaat am Persischen Golf rollt ab dem 21. November der Ball, das Finale ist am 18. Dezember. Die Vergabe an das Land steht wegen der Menschenrechtsverletzungen seit Jahren stark in der Kritik. Der englische Guardian berichtete im vergangenen Jahr von 6500 Todesfällen bei Arbeitern rund um die WM seit der Vergabe des Turniers. Die Gastarbeiter mussten beim Bau der Stadien bei zum Teil über 50 Grad unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Dazu war laut Menschenrechts-Organisationen die Bezahlung und Unterbringung schlecht.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino hat seine etwas eigene Sicht auf die Dinge. "Vergessen wir eines nicht, wenn wir über dieses Thema sprechen, nämlich Arbeit, sogar harte Arbeit. Amerika ist ein Einwanderungsland. Meine Eltern sind auch von Italien in die Schweiz ausgewandert", sagte der Boss des Fußballweltverbandes auf der Milken Institute Global Conference in Los Angeles im Gespräch mit einer NBC-News-Moderatorin. "Wenn Sie jemandem Arbeit geben, selbst unter schwierigen Bedingungen, verleihen Sie ihm Würde und Stolz."

Infantino ist sich sicher, dass die Vergabe der WM an den Wüstenstaat die Situation für die Arbeiter verbessert hat. "Es ist auch eine Frage des Stolzes und dass wir die Bedingungen für diese 1,5 Millionen Menschen ändern konnten, das macht uns auch stolz", so der Chef des Weltverbandes.

Auch zu den Todesfällen rund um den Bau der Stadien für das WM-Turnier, die untersucht werden, äußerte sich Infantino. "Es sind drei Menschen, die gestorben sind. Drei sind drei zu viel. Aber es sind drei und nicht 6000", so der FIFA-Boss. "6000 könnten bei anderer Arbeit gestorben sein. Die FIFA ist nicht die Polizei der Welt oder verantwortlich für alles, was auf der Welt passiert. Aber dank der FIFA, dank des Fußballs konnten wir uns mit dem Status all der 1,5 Millionen Arbeitnehmer befassen, die in Katar arbeiten."

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