16. Juni 2022 / 13:22 Uhr

"Wunderbare Sache": Ex-Schiedsrichter Walter Eschweiler bewertet Video-Assistenten positiv

"Wunderbare Sache": Ex-Schiedsrichter Walter Eschweiler bewertet Video-Assistenten positiv

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Walter Eschweiler hält den Video-Assistenten für eine sinnvolle Ergänzung.
Walter Eschweiler hält den Video-Assistenten für eine sinnvolle Ergänzung. © IMAGO/Revierfoto/KBS-Picture (Montage)
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Der ehemalige Schiedsrichter Walter Eschweiler hält die Hilfestellung durch den Video-Assistenten für angebracht. Der 86-Jährige deklarierte eine entsprechende Unterstützung grundsätzlich als "wunderbare Sache".

Der durch seine Rolle rückwärts bei einem WM-Spiel bekannt gewordene Ex-Schiedsrichter Walter Eschweiler bewertet den Video-Assistenten positiv. "Wenn es der Gerechtigkeit dient, was dadurch oft der Fall ist, sehe ich den Video-Assistenten als wunderbare Sache", sagte der 86-Jährige im Interview der Redaktionskooperation G14plus, zu der unter anderem die Neue Osnabrücker Zeitung gehört. Erst recht sei die Hilfe per Video angebracht, "weil die Spiele schneller geworden sind und die Spieler cleverer." "Auch heute gibt es gute Schiedsrichter. Und einen Knick in der Optik hatten wir früher auch schon mal", sagte Eschweiler weiter.

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Der Rheinländer wurde durch seine Rolle rückwärts bei der Weltmeisterschaft in Spanien 1982 bei der Partie zwischen Italien und Peru bekannt. Damals war der peruanische Spieler José Velásquez zuvor mit ihm zusammengeprallt. "Wenn ich nicht so gut durchtrainiert gewesen wäre, hätte ich mich vermutlich ernsthaft am Genick verletzt", sagte Eschweiler.

Der damalige Mitarbeiter des Auswärtigen Amts galt als einer der populärsten Unparteiischen mit 154 Bundesliga-Spielen, 89 Länderspielen sowie mehreren Final-Teilnahmen. In der Halbzeit habe in der Umkleidekabine das Telefon geschellt. "Am anderen Ende der Leitung meldete sich Hans-Dietrich Genscher", sagte Eschweiler über den damaligen Außenminister Deutschlands, der sich nach dem Wohlbefinden seines Mitarbeiters erkundigt habe. "Zum angeborenen rheinischen Dachschaden gibt es keine weiteren Verschlechterungen", antwortete Eschweiler.

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Im hohen Alter fühle er sich "glücklicherweise gesund und munter". Er ist bei Benefizspielen im Einsatz, aber nur auf dem Kleinfeld. "Das gibt der weiterhin tagtäglich mit leichtem Training in Form gehaltene olympische Astralkörper noch her."