11. Juli 2021 / 16:03 Uhr

„Wundertüte“ Vorbereitung: Wo steht der 1. FC Lok Leipzig nach dem Trainingslager?

„Wundertüte“ Vorbereitung: Wo steht der 1. FC Lok Leipzig nach dem Trainingslager?

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
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Gegen den FC Mecklenburg Schwerin kam der 1. FC Lok Leipzig nicht über ein 1:1 hinaus. © Thomas Gorlt
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Im Trainingslager von Lok Leipzig gab es viele Tore und Einstandspielchen. Wo die Probstheidaer kurz vor dem Saisonstart stehen, wird am Freitag gegen den Viertligisten Hildesheim zu sehen sein.

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Leipzig/Sternberg. Viel Zeit zum Verschnaufen hatten die Profis des 1. FC Lok Leipzig während des Trainingslagers im mecklenburgischen Sternberg nicht, für einen Einstand der fünf Neuzugänge der Probstheidaer reichte es jedoch. Lattenschießen oder sich mehrmals um den Ball drehen, um anschließend einen Elfmeter zu schießen - klassische Fußballspielchen. Doch nicht nur das: auch im idyllischen Großen Sternbergsee mussten Eric Voufack, Michael Schlicht, Theo Ogbidi, Bogdan Rangelov und Jan-Ole Sievers um die Wette schwimmen.

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"Werden nicht das letzte Mal hier gewesen sein"

Ansonsten hieß es für die 21 Kaderspieler des Viertligisten: Ranklotzen. „Es war ein ordentliches Pensum, dementsprechend kaputt bin ich“, berichtet Mittelfeldmann Maik Salewski. Insgesamt seien die Eindrücke top gewesen, so der Allrounder. „Es war ein cooles Hotel, eine coole Umgebung, gutes Essen - so wie man sich das vorstellt“, freut sich Salewski, der in seine nun fünfte Lok-Saison geht und seit 2017 von Abstiegskampf, Drittligarelegation, Quotiententabellen oder Wintertrainingslager in der Türkei alles miterlebte. Nicht ohne Grund weiß er: „Eine Vorbereitung und die Regionalliga sind immer eine Wundertüte.“

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Der 1. FC Lok Leipzig kam im Test gegen den FC Mecklenburg Schwerin nicht über ein 1:1 hinaus. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig kam im Test gegen den FC Mecklenburg Schwerin nicht über ein 1:1 hinaus. ©

So auch die Testspiele: Vier an der Zahl absolvierten die Männer von Coach Almedin Civa. Einem 2:0-Sieg gegen Verbandsligisten Anker Wismar folgte ein 20:0 gegen den Verbandsklasse-Klub Aufbau Sternberg. Nach dem Torfestival kamen die Probstheidaer jedoch nicht über ein 1:1 gegen Oberligisten Mecklenburg Schwerin, am Sonntag folgte zum Abschluss des Trainingslagers dann aber doch nochmal ein mehr als deutliches 12:0 gegen Siebtligist Einheit Perleberg. Dass es den Lok-Verantwortlichen vor Ort gefallen hat, berichtet Geschäftsführer Alex Voigt. „Wir werden nicht das letzte Mal hier gewesen sein“, blickt Voigt bereits in die (Vorbereitungs-)Zukunft.

Saisonauftakt verlegt

Erprobt wurde in den vergangenen fünf Tagen weiterhin Civas Ballbesitz- und Kombinationsfußball, ein Stil, der Fußballern zuweilen mehr Spaß macht. „Auf jeden Fall“, versichert auch Salewski, der dennoch zugibt: „Wenn die Ergebnisse stimmen. Am Ende fragt keiner, wie du gewonnen hast.“

Sich nicht zu schade sein - eine Mentalität, die Lok in den letzten Spielzeiten stark gemacht hat. Diese Saison sieht Salewski, der mit seinen 31 Jahren der zweitälteste Profi im sehr jungen Lok-Kader ist, zudem ein Potenzial darin, dass das Team „größtenteils zusammengeblieben ist“. Etwaige gewachsene Strukturen müssen nun auf den Platz gebracht werden. Letzter Härtetest ist dafür am Freitag im heimischen Bruno-Plache-Stadion gegen den Nord-Regionalligisten VfV Hildesheim, auf das sich Salewski und Co nach einem freien Tag ab Dienstag vorbereiten. Eine Woche später gibt es dann für die fünf Neuen kein Lattenschießen mehr zum Einstand, sondern den ganz normalen Alltag im Hexenkessel an der Connewitzer Straße. Zum Saisonauftakt wird der BFC (24. Juli, 16:00 Uhr) empfangen, bei 700 veräußerten Dauerkarten innerhalb der ersten Verkaufstage ist eine gute Kulisse zu erwarten.