13. August 2019 / 12:34 Uhr

"Würde das auch so machen": Der VfL Wolfsburg und der miese Rasen in Halle

"Würde das auch so machen": Der VfL Wolfsburg und der miese Rasen in Halle

Engelbert Hensel und Alexander Flohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Felix Klaus hatte seine liebe Mühe mit dem Geläuf in Halle.
Felix Klaus hatte seine liebe Mühe mit dem Geläuf in Halle. © imago images / Karina Hessland
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Der Rasenplatz im Halleschen Erdgas-Sportpark war nicht unbedingt nach dem Gusto der Profis vom VfL Wolfsburg. Felix Klaus ärgerte sich über die widrigen Bedingungen, doch Maximilian Arnold zeigte auch Verständnis.

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Puh, dieses Weiterkommen war ein hartes Stück Arbeit – und dürfte den VfL-Profis noch ein bisschen länger in den Knochen stecken... Denn das 5:3 nach Verlängerung des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten in der ersten Pokalrunde bei Drittligist Hallescher FC musste sich der VfL auf einem schlechten Platz erkämpfen.

Der Rasen des Erdgas-Sportparks war bei weitem nicht mit einem Platz zu vergleichen, auf dem Robin Knoche und Co. sonst spielen oder trainieren. Das Grün war lang und ungepflegt, dazu noch hier und da ein paar kleine Hügel. Kurzum: Die Hallenser, die in erster Linie natürlich auf Kampf setzten, wollten damit das schnelle VfL-Spiel unter dem neuen Trainer Oliver Glasner ein Stück weit bremsen, was auch fast gelang.

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Koen Casteels (Note: 3): Wirklich gefordert wurde der Belgier trotz drei Gegentoren nicht. Bei den hohen Flanken in den Strafraum war er zur Stelle, gefährliche Schüsse auf sein Gehäuse musste er nicht abwehren. Bei den Gegentreffern war er chancenlos. Zur Galerie
Koen Casteels (Note: 3): Wirklich gefordert wurde der Belgier trotz drei Gegentoren nicht. Bei den hohen Flanken in den Strafraum war er zur Stelle, gefährliche Schüsse auf sein Gehäuse musste er nicht abwehren. Bei den Gegentreffern war er chancenlos. ©
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Arnold nimmt's gelassen - Klaus ärgert sich

Dass der Rasen in einem derart schlechten Zustand war, wunderte nicht nur Maximilian Arnold. „Mich hat’s gewundert, dass sie ihn gewässert haben“, sagte der Mittelfeldspieler. Andererseits gab er zu: „Ich würde das auch so machen, ganz ehrlich.“

Felix Klaus ärgerte sich ebenfalls über das Spielfeld: „Der Rasen war ganz schlimm, der war auch nicht gemäht und ganz hoch. Ich glaube, das haben die mit Absicht gemacht. Nach dem ersten Kontakt hast du erst mal gebraucht, bis du ins Dribbling kamst.“

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"Würde mal tippen, dass der Rasen seit eineinhalb Wochen nicht gemäht wurde"

Als die Wolfsburger in der vergangenen Saison in der ersten Pokalrunde in Elversberg hatten spielen müssen, sei der Rasen ähnlich schlecht gewesen, erinnerte sich Robin Knoche, dessen 5:3 endgültig alles klarmachte. „Da muss man sich drauf einstellen, dass so etwas kommt, da gilt es kühlen Kopf zu bewahren“, fügte der Innenverteidiger hinzu. „Ich würde jetzt mal tippen, dass der Rasen seit einer Woche oder eineinhalb Wochen nicht gemäht wurde, aber egal. Du musst die Sachen annehmen, die erste Runde im Pokal ist immer hart.“

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Maximilian Arnold kommentiert die Platzverhältnisse und seine Gefühlswelt: Ich würd's genau so machen. Die haben ja sogar noch gewässert. Die drei Gegentore haben heute besonders wehgetan. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass hier heute noch irgendwas anbrennt. Nicht mal nach dem Platzverweis oder dem 3:3. Mit dieser Mannschaft können wir auch in der Liga bestehen. Zur Galerie
Maximilian Arnold kommentiert die Platzverhältnisse und seine Gefühlswelt: "Ich würd's genau so machen. Die haben ja sogar noch gewässert. Die drei Gegentore haben heute besonders wehgetan. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass hier heute noch irgendwas anbrennt. Nicht mal nach dem Platzverweis oder dem 3:3. Mit dieser Mannschaft können wir auch in der Liga bestehen." ©

Mentalität stimmt bei den Wölfen

Erst in der Verlängerung sorgten die VfL-Profis für klare Verhältnisse – dabei hatte das Glasner-Team nach Gelb-Rot für Kapitän Josuha Guilavogui und dem späten Ausgleich in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit zwei Nackenschläge hinnehmen müssen und gewann trotzdem noch. Die Mentalität stimmt. Knoche lobte: „So wiederzukommen, mit einem Mann weniger – da muss man der Mannschaft ein Kompliment machen. Wir sind fit.“

Und heiß auf den Ligastart am Samstag (15.30) gegen Aufsteiger 1. FC Köln. Was ist drin in dieser Saison? „Wir haben alle Lust auf eine ähnlich erfolgreiche Saison wie im letzten Jahr, dafür haben wir hart gearbeitet in der Vorbereitung“, so Knoche nach Platz sechs im vergangenen Jahr. Ist der VfL in dieser Saison etwa noch stärker als letzte Saison? Knoche selbstbewusst: „Das will ich doch stark hoffen.“

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Halles Patrick Göbel haut sich gegen Jerome Roussillon rein.  Zur Galerie
Halles Patrick Göbel haut sich gegen Jerome Roussillon rein.  ©
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