03. Mai 2022 / 15:44 Uhr

Wurde der SV Süptitz kaputt getreten? "Wir stehen unter Schock" 

Wurde der SV Süptitz kaputt getreten? "Wir stehen unter Schock" 

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Steve Fleischer von den Alten Herren der SpG Glesien/Zwochau an der Kugel, der Schiedsrichter auf Ballhöhe, ein Süptitzer krümmt sich verletzt am Boden.
Steve Fleischer von den Alten Herren der SpG Glesien/Zwochau an der Kugel, der Schiedsrichter auf Ballhöhe, ein Süptitzer krümmt sich verletzt am Boden. © Alexander Prautzsch
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Das Kreispokal-Halbfinale in Nordsachsen hallt nach: Beide Teams beklagen mehrere Verletzte. Süptitz wirft Zwochau/Glesien „überharte Gangart“ vor. Hausherren sprechen von „intensivem“ Spiel.

Nordsachsen​. Der SV Süptitz mag im Finale des Fußball-Kreispokals stehen, doch freuen konnten sich die Gäste nur bedingt. Nach dem 3:1 nach Verlängerung bei den Alten Herren der SpG Glesien/Zwochau kritisierten sie die Gangart des Gegners scharf.

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„Unsere Spieler haben ganz schön was auf die Knochen bekommen. Wir stehen allesamt noch unter Schock, können uns über den Sieg nicht freuen!“, so SVS-Trainer Markus Kessel. Süptitz-Torjäger Rico Drabon bekam bei einem Zweikampf einen heftigen Tritt in die Hacke und musste frühzeitig schwer verletzt ausgewechselt werden (15.). die Diagnose: Riss der Achillessehne. Am Dienstag sollte er im Torgauer Krankenhaus operiert. Auch Matthias Grieser, Theo Melichar und Dominic Lorenzo Valiente bekamen etwas ab und mussten verletzt ausgewechselt werden.

"Sollten bewusst was auf die Beine bekommen"

Glesiens Vereinspräsident Matthias Schacher (er stand übrigens 60 Minuten mit auf dem Feld) sieht die Sache so: „Fakt ist: Es ging um viel, es war intensiv, beide Mannschaften haben ordentlich investiert und sich nichts geschenkt. Und auch bei uns gab es einige Verletzte.“

Kessel kritisiert derweil: „Die überharte und unfaire Gangart der Gastgeber war die eine Sache. Die andere Geschichte war, dass der Schiedsrichter das überharte Einsteigen der Glesiener nicht unterbunden hat. Wir hatten das Gefühl, dass wir ganz bewusst was auf die Beine bekommen sollten.“ Schacher dagegen meint: „Respekt wie das Schiedsrichterteam das gelöst hat, die Drei hatten es nicht einfach bei über 300 Zuschauern.“ Am Ende gab es in den 120 Minuten vier gelbe Karten für Zwochau/Glesien und deren drei für Süptitz.

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Der Glesiener Vereinsboss gibt sich trotz der deftigen Worte des SVS-Trainers versöhnlich: „Wir wünschen Süptitz alles Gute fürs Finale. Sie haben es hinten raus klasse gemacht. Beide Teams wurden super von den Fans unterstützt.“ Doch es bleibt ein fader Beigeschmack, wenn man ins Lazarett blickt.

Mit: Thomas Manthey

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