25. Februar 2021 / 23:50 Uhr

"Wut" und "Schmerz" bei Leverkusen nach Blamage gegen Bern - Trainer Bosz: "Waren besser als wir"

"Wut" und "Schmerz" bei Leverkusen nach Blamage gegen Bern - Trainer Bosz: "Waren besser als wir"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei Bayer Leverkusen um Trainer Peter Bosz sitzt der Frust nach dem EL-K.o. tief.
Bei Bayer Leverkusen um Trainer Peter Bosz sitzt der Frust nach dem EL-K.o. tief. © Getty Images (Montage)
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Mit Bayer Leverkusen hat sich das letzte deutsche Team aus der Europa League verabschiedet. Der Bundesliga-Fünfte scheiterte wie die TSG Hoffenheim in der Zwischenrunde. Trainer Peter Bosz bezeichnete das Ausscheiden nach beiden Spielen als verdient. Seine Spieler empfanden Wut und Schmerz.

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Die Werkself komplettiert das deutsche Debakel in der Europa League: Bayer Leverkusen ist nach der TSG Hoffenheim (0:2 im Rückspiel gegen Molde) als letztes Bundesliga-Team aus dem zweitwichtigsten europäischen Pokalwettbewerb ausgeschieden - und das bereits in der Zwischenrunde. Bayer verlor gegen den Schweizer Double-Sieger Young Boys Bern nach dem 3:4 im Hinspiel auch im eigenen Stadion mit 0:2 (0:0) und war dabei quasi chancenlos. Der zuletzt offen gelebte Traum vom ersten Titel seit 1993 ist diesmal schon Ende Februar ausgeträumt. "Das ist nicht unser Anspruch. Die Enttäuschung ist jetzt sehr groß", sagte Nationalspieler Jonathan Tah bei Nitro. Auch sein Trainer Peter Bosz fand nach Abpfiff ehrliche Worte.

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So wollte der zuletzt in die Kritik geratene Trainer keine Ausreden suchen: "Es gibt keine", sagte der Holländer und gratulierte den Schweizern um den von Borussia Mönchengladbach umworbenen Trainer Gerardo Seoane. "Über die zwei Spiele waren sie besser als wir", so Bosz' unverhohlenes Fazit. "Die Möglichkeiten waren da. Nach dem Gegentor wurde es aber ganz schwer, da war fast nichts mehr drin", fügte der Coach hinzu. Leverkusen dominierte gegen Bern zwar das Spiel in puncto Ballbesitz, doch der aktuelle Liga-Tabellenführer in der Schweiz setzte die Werkself immer wieder unter Druck. Dem Bosz-Team fehlte auch vor dem Tor die Überzeugung: "Die paar Möglichkeiten die man hat. Da muss man entschlossen sein. Das hat nicht gepasst", kritisierte Bosz..

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Der etatmäßige Ersatztorhüter Niklas Lomb patzte beim 0:1 durch Jordan Siebatcheu (48.) wie schon vier Tage zuvor im Liga-Spiel beim FC Augsburg gravierend, als er eine abgefälschte Flanke aus der Hand fallen ließ. "Das ist für uns und auch für ihn sehr schwer", bedauerte Bosz. Für die Entscheidung sorgte Christian Fassnacht mit seinem Treffer vier Minuten vor dem Abpfiff. Damit ist erstmals seit der Saison 2013/14 kein deutsches Team im Achtelfinale der Europa League vertreten.

Für Leverkusen bedeutet die Niederlage auch das Ende der Pokal-Saison. Im DFB-Pokal scheiterte das Team in der dritten Runde überraschend an Rot-Weiss Essen: "Der Schmerz sitzt tief. Wir sind im DFB-Pokal raus und jetzt in der Europa League", sagte Nadiem Amiri bei DAZN - und versuchte direkt etwas Positives aus der Pleite zu ziehen. "Vielleicht ist die Wut jetzt gut, dass vielleicht auch mehr Kraft und Energie dazukommt." In der Bundesliga empfängt Leverkusen am Sonntag (18 Uhr, Sky) den SC Freiburg. Das Europa-Aus bedeute, "dass wir uns nur auf die Bundesliga konzentrieren müssen", richtete Bosz den Blick nach vorn. "Ab morgen" müsse Freiburg "im Visier" sein.