07. September 2021 / 21:35 Uhr

Wutausbruch wie Völler? DFB-Star Goretzka: "Wollen nicht, dass Hansi in eine ähnliche Situation gerät"

Wutausbruch wie Völler? DFB-Star Goretzka: "Wollen nicht, dass Hansi in eine ähnliche Situation gerät"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leon Goretzka erinnert sich an den TV-Ausraster von Ex-DFB-Teamchef Rudi Völler.
Leon Goretzka erinnert sich an den TV-Ausraster von Ex-DFB-Teamchef Rudi Völler. © IMAGO/ULMER Pressebildagentur/Team 2/Pressefoto Baumann (Montage)
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Der TV-Ausraster von Ex-DFB-Teamchef Rudi Völler nach einem 0:0 in Island vor 18 Jahren ist legendär. Am Mittwochabend tritt Hansi Flick mit der Nationalelf in Reykjavik an. Bayern-Star Leon Goretzka fordert dafür eine gute Leistung und erinnert an den Völler-Auftritt.

Es ist fast genau auf den Tag 18 Jahre her. Am 6. September 2003 rastete der damalige DFB-Teamchef Rudi Völler im TV aus - nach einem 0:0 in Reykjavik gegen Island. Der Grund damals: Heftige Kritik von Moderator Gerhard Delling sowie Experte Günter Netzer am Spiel der deutschen Nationalmannschaft. Völler verschaffte sich im Studio-Gespräch mit Waldemar Hartmann Luft, sagte am Mikro mehrfach er könne "diesen Scheißdreck nicht mehr hören". Ein legendärer TV-Auftritt.

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Nun muss Hansi Flick mit seiner Mannschaft am Mittwochabend (20.45 Uhr/RTL) in Island in der WM-Qualifikation ran. Der Plan ist klar: Flick soll nicht den Völler machen müssen. "Wir sollten zusehen, dass Hansi nach dem Spiel nicht in eine ähnliche Situation gerät", sagte Mittelfeldspieler Leon Goretzka am Dienstagmittag schmunzelnd vor dem Abflug nach Island. Einen Auftrifft á la Völler ist für Flick allerdings auch nicht denkbar. "Das ist nicht vorstellbar. Aber wenn Sie meinen, ich bin lieb und nett, dann mag das schon stimmen", sagte Flick. "Wenn ich unzufrieden bin, kann ich das aber auch in meiner Wortwahl und meinem Ton der Mannschaft so rüberbringen.“ Das Flick aber überhaupt in die Bredouille kommt, ist nur schwer vorstellbar. Das 6:0 gegen Armenien dürfte für genug Selbstvertrauen gesorgt haben, um auch auf Island zu bestehen. "Wir wollen die Leistung vom letzten Spiel bestätigen, wollen unter Beweis stellen, dass das keine Eintagsfliege war", sagte Goretzka.

Gegen Armenien zeigte sich Goretzka in Gala-Form, bereitete nicht nur zwei Treffer vor, sondern glänzte auch als Zweikämpfer und Antreiber. "Er hat es gegen Armenien hervorragend umgesetzt. Er hat eine enorme Dynamik, hat Tore eingeleitet, Zweikämpfe gewonnen und Spieler überspielt", lobte Flick den 26-Jährigen. "Er hatte eine enorme Präsenz. Das ist genau das, was wir wollen. Das Spiel, dass er gegen Armenien gezeigt hat, wird für ihn ein Maßstab sein."


Drei Punkte sind für das DFB-Team der Anspruch, um einen weiteren Schritt in Richtung WM 2022 in Katar zu machen. An seine erste Weltmeisterschaft als Kind kann sich Goretzka noch gut erinnern. Ich habe das Turnier 2002 wahrgenommen. Vor allem das Finale mit dem Torwartfehler - wenn ich das in meiner Abhängigkeit zu Oliver Kahn so sagen darf", sagte Goretzka. "Wie ich als Kind war, sieht man auf einem Foto von mir, das meine Eltern einmal an eine Zeitung gegeben haben. Da liege ich eingeschlafen mit dem Kopf in einem Teller Spaghetti. So kann man sich mich als Kind gut vorstellen."