11. Juni 2019 / 16:02 Uhr

Norbert Boschan verzichtet auf Zieleinlauf bei der Xletix Challenge

Norbert Boschan verzichtet auf Zieleinlauf bei der Xletix Challenge

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Norbert Boschan genoss bei der Xletix Challenge jede Erfrischung, auch wenn sie aus schlammhaltigem Wasser bestand.
Norbert Boschan genoss bei der Xletix Challenge jede Erfrischung, auch wenn sie aus schlammhaltigem Wasser bestand. © Oliver Schwandt
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Der Fußballer der SG Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen Norbert Boschan verzichtet auf erfolgreiche Teilnahme bei der Xletix Challenge 2019 in Kallinchen, weil er einem verletzten Sportler hilft.

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Insgesamt 15 000 Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet und aus einigen Nachbarländern wie Polen und Tschechien gingen bei der Xletix Challenge 2019 – die am Pfingstwochenende im Offroadpark Berlin-Brandenburg in Kallinchen veranstaltet wurde – an den Start. Mit dabei waren wir bereits in den Jahren zuvor, zahlreiche Extremsportler aus dem Dahmeland, die in verschiedenen Teams die unterschiedlichen Distanzen von 6, 12 und 18 km – die mit zahlreichen Hindernissen bestückt waren – in Angriff nahmen.

In Bildern: Xletix Challenge 2019 im Offroadpark Berlin-Brandenburg in Kallinchen.

Insgesamt 15 000 Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet und aus einigen Nachbarländern wie Polen und Tschechien gingen bei der Xletix Challenge 2019 –  die am Pfingstwochenende im Offroadpark Berlin-Brandenburg in Kallinchen veranstaltet wurde – an den Start. Zur Galerie
Insgesamt 15 000 Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet und aus einigen Nachbarländern wie Polen und Tschechien gingen bei der Xletix Challenge 2019 – die am Pfingstwochenende im Offroadpark Berlin-Brandenburg in Kallinchen veranstaltet wurde – an den Start. © Oliver Schwandt
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Dass Fußballer Norbert Boschan von der SG Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen am vergangenen Sonntag das zweite Mal bei der Xletix Challenge mit dabei war, grenzt eigentlich an ein kleines Sportwunder. Vor drei Jahren wog der 33-Jährige noch 140 kg und hatte nichts mit Ausdauerläufen durch Sand und dem Überwinden von Hindernissen, die teilweise drei Meter hoch sind, im Sinn. „Selbst zum Fußballspielen war ich 2016 zu dick. Ich konnte mich vor dem Spiegel nicht mehr sehen. So kam ich zum Entschluss, etwas für meine Figur zu tun. Als die ersten 15 kg runter waren, überredete mich mein Kumpel Michel Käfert, in seinem Team bei den Xletix mitzumachen“, erzählt Boschan, der vor zwölf Monaten seine Premiere beim Sportevent in Kallinchen feierte. Im Juni 2018 erreichte der Inhaber einer Fernglassfirma über 18 km das Ziel, in diesem Jahr wurde es damit nichts.

„Sechs Kilometer vor dem Ende verletzte sich ein Sportler aus Hamburg bei einem Sprung von einem Hindernis schwer am Fuß, sodass er keinen Meter mehr laufen konnte. Zusammen mit seiner Partnerin schleppte ich ihn 30 Minuten zurück in den Start-Ziel-Bereich, wo ein Notarztwagen den Hamburger in Empfang nahm“, berichtet Boschan, für den an dieser Stelle der Wettkampf dann vorbei war.

Michel Käfert: "Ich habe mich schon für 2020 angemeldet"

Auch für zwei weitere Mitglieder seines Teams „Crazy 4“ nahmen die Xletix ein vorzeitiges Ende. Die beiden Fußballer von der SG Niederlehme, Michel Käfert und André Mattern, mussten aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig den Wettkampf beenden. „Zwei Tage vor dem Event zog ich mir auf der Arbeit einen Sonnenbrand zu. Hinzu kam noch eine Mandelentzündung. Aus diesem Grund war für mich nach sechs Kilometern Schluss“, erzählt Käfert, der das vierte Mal in Kallinchen mit im großen Teilnehmerfeld zu finden war. „Ich habe mich schon für 2020 angemeldet und hoffe, dass es dann wieder gesundheitlich bei mir besser laufen wird.“

Auch sein Kumpel von den Alten Herren der SGN, André Mattern, sah bei seiner zweiten Xletix-Teilnahme die Ziellinie nicht. „Im Schlussdrittel ging es nur noch die Berge hoch und runter. Das war für mich bei den hochsommerlichen Temperaturen einfach zu anstrengend. Ich hatte keine Kraft mehr“, berichtet der 38-jährige Fußballer aus Niederlehme. Als Einzige aus dem Viererteam schaffte Melanie Weidmann die volle Distanz über 18 km. „Ich war halt fitter als die Jungs“, scherzt die Berlinerin.

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Deutlich besser als bei den „Crazy 4“lief es bei der Mannschaft „Schokomilch“, die sich aus Feuerwehrleuten aus KW, Schulzendorf und Zeuthen zusammensetzte, die erfolgreich über 18 km im Ziel ankamen. „Für uns ging es nicht um die Zeit, sondern um das Motto der Xletix: ,Ein Team – ein Ziel’“, berichtet Marko „Ecki“ Berenz, der sonst ein erfolgreicher Treppenläufer ist.

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