26. August 2019 / 12:37 Uhr

Jonas Hillmer schießt TSV Klausdorf zum ersten Saisonsieg

Jonas Hillmer schießt TSV Klausdorf zum ersten Saisonsieg

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Yannik Imm (re.) im Laufduell mit Neumünsters Otto Schmidt (li.).
Yannik Imm (re.) im Laufduell mit Neumünsters Otto Schmidt (li.). © Sönke Ehlers
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In der Landesliga Holstein überraschte der Heikendorfer SV mit dem klaren 4:0-Erfolg gegen den zuvor ungeschlagenen TSV Travemünde und rückt auf Platz sieben vor. Noch besser steht Aufsteiger SV Tungendorf da, der nach dem 3:0-Sieg gegen die SG Neustrand auf Platz fünf rangiert. Grenzenloser Jubel herrschte beim TSV Klausdorf, der mit dem 2:1-Sieg beim VfR Neumünster den ersten Saisonerfolg einfuhr. Katzenjammer hingegen bei den „Lilien“, die durch die Niederlage auf Platz 14, einen Abstiegsplatz, abrutschten. Zufrieden war Neuling SVE Comet Kiel, der nach einem 0:2 noch ein 3:3 in Siebenbäumen sicherte.

VfR Neumünster – TSV Klausdorf 1:2

Sichtlich geschockt zeigte sich VfR-Chefcoach Jörg Zenker nach der 1:2-Niederlage gegen den TSV Klausdorf. „Bei uns klaffen Realität und Anspruch meilenweit auseinander. Wozu betreiben wir in der Woche eigentlich den hohen Aufwand mit viermal Training, wenn die Jungs nichts davon umsetzen können“, stellte Zenker sein Team in Frage. Bennet Vetter (3.) brachte die Gäste mit der ersten Aktion in Front. Es dauerte bis zur 88. Minute, ehe VfR-Torjäger Tarek Alioua der Ausgleichstreffer gelang. Doch die Freude währte kurz, denn im direkten Gegenzug traf Jonas Hillmer für den Gast aus Schwentinental. „Es ist einfach bitter. Man stellt mittlerweile alles in Frage. Das ist schon kein Pech mehr, sondern Unvermögen“, wetterte Zenker.

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Klickt euch durch die Fotos zur Landesliga-Begegnung zwischen dem VfR Neumünster und dem TSV Klausdorf:

Mit vereinten Kräften wollen Philip Weidemann (Mitte) und Mika Alexander Hirsch (re.) Klausdorfs Daniel Grossmann (li.) vom Ball trennen. Zur Galerie
Mit vereinten Kräften wollen Philip Weidemann (Mitte) und Mika Alexander Hirsch (re.) Klausdorfs Daniel Grossmann (li.) vom Ball trennen. ©

SV Tungendorf – SG Neustrand 3:0

Die Hausherren begannen mit viel Zug auf das gegnerische Tor, doch erst in der 17. Minute konnte Mittelstürmer Lukas Bente den Bann mit seinem Treffer brechen. Die Gäste sahen sich zusehends in die Defensive gedrängt, denn alleine Lukas Bente (20., 33., 40.) hätte das Spiel zu Gunsten des SVT entscheiden müssen. „Das war schon grob fahrlässig, wie wir unsere Chancen verballert haben“, haderte SVT-Coach Marco Frauenstein. Es dauerte bis zur 61. Minute, ehe Mittelfeldspieler Julien Huber mit dem erlösenden 2:0 die Vorentscheidung erzielen konnte. „Es war absolut eine Farce, dass wir nicht mehr Tore erzielt haben. Das ist der einzige Wermutstropfen heute“, so Frauenstein, der noch das 3:0 durch Julien Huber (88.) notieren durfte. "Die Leistung der SG ist die eines Landesligisten absolut nicht würdig. Unser Keeper hat in der gesamten Spielzeit nicht einmal den Ball gehabt“, konstatierte Frauenstein.

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Heikendorfer SV – TSV Travemünde 4:0

Wie aus einem Guss präsentierten sich die spielfreudigen Heikendorfer, die gut kombinierten, den Gegner früh anliefen und geschickt die Räume zustellten. „Wir haben Travemünde nichts erlaubt und selbst gute Spielzüge gezeigt“, freute sich HSV-Trainer David Lehwald, dessen Mannschaft trotz großer Hitze ein starkes Laufspiel zeigte. Zwei mehr oder weniger identische Spielzüge sorgten für die verdiente 2:0-Pausenführung. Mika Detlaff gelang es jeweils von der linken Seite millimetergenau auf Yannick Meenken zu flanken, der per Kopf vollstreckte (15., 43.). Als abermals Meenken einen Konter zum 3:0 abschloss (63.) und drei Minuten später Premton Jasari auf 4:0 erhöhte (66.), war die Partie entschieden. Die Gäste kamen erst in der 80. Minute zur ersten und einzigen Chance, als ein 16-Meter-Schuss knapp am Tor vorbei strich. „Wir wollten gewinnen und zu Null spielen. Das hat geklappt. Ich bin hoch zufrieden“, erklärte Lehwald.

(Michael Felke)

Klickt euch durch die Bildergalerie zur Landesliga-Partie zwischen dem Heikendorfer SV und dem TSV Travemünde:

Die erste große Chance für den Heikendofer SV ergab sich bereits in der 3. Minute, aber Mahsun Dogan (li.) kommt ins Stolpern, nachdem er den Travemünder Torwart Patrick Müller schon überwunden hat. Zur Galerie
Die erste große Chance für den Heikendofer SV ergab sich bereits in der 3. Minute, aber Mahsun Dogan (li.) kommt ins Stolpern, nachdem er den Travemünder Torwart Patrick Müller schon überwunden hat. ©

GW Siebenbäumen – SVE Comet Kiel 3:3

Die ersten 20 Minuten verschliefen die Kieler, die behäbig und sorglos agierten und mit 0:2 in Rückstand gerieten (3., 18.). „Wir sind ganz schlecht rein gekommen und waren überhaupt nicht da. Wir haben reagiert und das Mittelfeld anders gestellt, um die Passwege zuzumachen. Danach wurde es besser“, schilderte SVE-Trainer Mark Hungerecker, dessen Team deutlich energischer zu Werke ging und durch Niklas Schmidt (21.) und Janneck Rassmanns (33.) ausglich. Das Ostuferteam war am Drücker, doch ein SVE-Fehler reichte dem Gastgeber, um mit dem Pausenpfiff erneut in Führung zu gehen (45.+1). „Da haben wir nach einem Ballverlust ganz schlecht umgeschaltet, aber insgesamt haben wir 70 Minuten kaum etwas zugelassen“, lobte Hungerecker unterm Strich. Lohn für die deutliche Leistungssteigerung war schließlich der Ausgleich von Torge Hansen, der eine Flanke von Kevin Pank per Dropkick einschoss (85.).

(Michael Felke)