31. Juli 2019 / 15:50 Uhr

VfL Wolfsburg: John Yeboah will den Durchbruch schaffen - Neymar und Hazard als Vorbilder

VfL Wolfsburg: John Yeboah will den Durchbruch schaffen - Neymar und Hazard als Vorbilder

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
John Yeboah will sich unter Trainer Oliver Glasner (links) durchsetzen.
John Yeboah will sich unter Trainer Oliver Glasner (links) durchsetzen. © Boris Baschin
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Der 19-jährige John Yeboah will den nächsten Schritt beim VfL Wolfsburg machen. Der Offensivspieler schaut sich vor allem was von den Superstars Neymar und Eden Hazard ab.

John Yeboah ist einer für die Zukunft beim VfL Wolfsburg. Doch wenn es nach dem 19-Jährigen geht, dürfte er schon in der anstehenden Saison eine übergeordnete Rolle spielen. Yeboah will den Durchbruch schaffen, sagt: „Ich fühle mich fit und bin bereit dafür. Ich will Vollgas geben, mich hocharbeiten und meiner Mannschaft helfen.“

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Der Offensivspieler ist eines der größten Talente in Deutschland. In der abgelaufenen Spielzeit traf er in 19 Spielen in der U19-Bundesliga satte 20 Mal, zudem bereitete er acht Tore vor. Ex-VfL-Trainer Bruno Labbadia erkannte sein Talent und ließ ihn bei den Profis mittrainieren. Zur Belohnung gab es drei Einsätze - zwei in der Bundesliga und einen im DFB-Pokal.

Yeboah will ohne Angst auftreten

Nun darf Yeboah nicht mehr in der A-Jugend spielen. Die Vorbereitung absolviert er bei der Truppe von Trainer Oliver Glasner. Und seine Sache macht er bisher ordentlich. Im Trainingslager in Schladming (Österreich) zeigte er mehrfach sein Potenzial. Im Training scheut er nicht vor älteren Spielern, der Youngster geht gerne mal ins Eins gegen Eins und sucht immer wieder den Abschluss. Yeboah: „Vor wem sollte ich Angst haben? Es sind ja auch nur Menschen (lacht). Ich muss mich im Training einfach zeigen, auch wenn ich Fehler mache. Daraus lerne ich.“

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Der kleine Linksaußen (1,70 Meter) soll in der kommenden Spielzeit die Herausforderer-Rolle annehmen. Bietet er sich im Training weiter fleißig an, könnte ihm Glasner eine Chance geben. Ansonsten geht‘s ab zur U23. „Ich will voll angreifen“, macht Yeboah klar, „aber der Trainer entscheidet, wie es abläuft. Es ist auch gut für mich, dass ich in der U23 spielen kann, um Spielpraxis zu sammeln“.

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Yeboah schaut auf Neymar und Hazard

Was genau fehlt dem gebürtigen Hamburger noch, um in der Bundesliga Fuß zu fassen? Zunächst bringt Yeboah durch seine Dribbel-Stärke und sein Tempo Eigenschaften mit, die im System von Glasner gefordert werden. „Für mich ist das System optimal, weil ich jemand bin, der viel läuft“, sagt er.

Doch klar ist auch, dass Yeboah mit seinen 19 Jahren immer noch einen Reife-Prozess durchläuft. Vor allem in der Orientierung, im Zweikampf-Verhalten und im taktischen Verständnis muss er weiter dazulernen. Darüber hinaus hat Glasner ein Über-Angebot auf den Außen-Positionen in der offensiven Dreierkette. Neben Yeboah kämpfen auch Josip Brekalo, Ismail Azzaoui, Joao Victor, Felix Klaus, Yunus Malli, Admir Mehmedi und Renato Steffen um zwei Plätze in der ersten Elf. Der 19-Jährige wird sich vermutlich erst einmal hinten anstellen müssen und versuchen, sich über die U23 und gute Trainingsarbeit anzubieten.

Auf dem Weg zu einem gestandenen Bundesliga-Spieler orientiert sich Yeboah innerhalb der Mannschaft an seinem Teamkollegen und direkten Konkurrenten Brekalo. „Er verhält sich im Eins gegen Eins ähnlich wie ich“, sagt er, „ich schaue mir schon ab, was er macht oder wie er Situationen löst“.

Als junger Spieler schaut Yeboah aber vor allem auch auf die ganz Großen im internationalen Fußball. „Neymar und Hazard sind meine Lieblingsspieler. Sie helfen mir sehr. Vor dem Training und Spielen gucke ich mir Videos von ihnen an“, sagt er. „Sie zeigen mir, wie Fußball Spaß machen kann. So was versuche ich im Spiel auch umzusetzen.“