19. November 2018 / 19:35 Uhr

Youngster Raabe debütiert bei den Grizzlys Wolfsburg: „Ein unbeschreibliches Gefühl“

Youngster Raabe debütiert bei den Grizzlys Wolfsburg: „Ein unbeschreibliches Gefühl“

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Raabe
Gab sein Debüt bei den Grizzlys Wolfsburg: Youngster Steven Raabe (l.).
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Und plötzlich war Steven Raabe DEL-Spieler: Der 17-Jährige gab beim Gastspiel der Grizzlys Wolfsburg bei den Iserlohn Roosters am Sonntag (6:7 nach Verlängerung) sein Profi-Debüt für den Eishockey-Erstligisten – und hatte von seinem Einsatz erst einen Tag zuvor erfahren.

Raabe trainiert schon länger mit den Profis, am Samstag sprach Headcoach Hans Kossmann mit dem Stürmer. „Er fragte mich, ob ich an dem Tag ein Spiel mit der U20 hätte“, so Raabe. Das hatte er, die Young Grizzlys erwarteten die Moskitos Essen. „Der Trainer sagte mir dann, dass ich am Sonntag mit nach Iserlohn fahren würde.“ Trotzdem spielte Raabe für die Young Grizzlys, die mit 2:5 unterlagen.

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Dann kam langsam die Vorfreude – und die Nervosität. Die Grizzlys-Profis taten aber ihr Möglichstes, um sie dem Youngster zu nehmen. So stand Raabe mit Kapitän Sebastian Furchner in Kontakt, „er hat gefragt, ob ich noch etwas bräuchte. Da habe ich geantwortet, dass eine Schlaftablette gut wäre“, so der jüngste Grizzly aller Zeiten lachend, der aktuell in Salzgitter im 12. Jahrgang aufs Gymnasium geht. „Alle haben mich super aufgenommen, sogar mit mir gescherzt“, sagt Raabe.

Grizzlys Wolfsburg gegen ERC Ingolstadt

Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt, 16.11.2018, Zur Galerie
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt, 16.11.2018, ©

Am Spieltag staunte Raabe dann erst einmal nicht schlecht, als es zum Aufwärmen aufs Eis ging. Zunächst ging dem 17-Jährigen nur eins durch den Kopf: „Wow. Es war unbeschreiblich, ich habe bestimmt fünf Minuten lang nur auf die Ränge geschaut.“ Und schließlich war der große Moment da: Kossmann hatte Raabe nicht mitgenommen, um ihn nur auf der Bank zu lassen, „mir war klar, dass ich nicht 20 Minuten spielen würde. Aber auf einmal sagte der Trainer vor dem Wechsel meinen Namen – da dachte ich mir: Das ist deine Minute!“, erzählt Raabe.

Letztlich wurden fast drei daraus, in der offiziellen Spielstatistik sind zwei Minuten und 51 Sekunden Eiszeit vermerkt. „Ein unbeschreibliches Gefühl“, freut sich Raabe, der weiter fürs Training eingeplant ist. „Was weitere Spiele angeht, lasse ich mich überraschen.“

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Der Einsatz des Eigengewächses freute auch Wolfsburgs hauptverantwortlichen Jugendtrainer Roland Flöss: „Wir sind stolz, dass er es geschafft hat. Steven ist unheimlich ehrgeizig und fleißig. Die komplette Nachwuchs-Organisation hat Blut geleckt, weil alle gesehen haben, dass der Sprung möglich ist.“

Damit alles klappt, war auch bei Grizzlys-Manager Charly Fliegauf schnelles Handeln gefordert: „Das war eine schnelle Aktion am Samstag, die DEL hat da unbürokratisch mitgespielt. Für ihn war es sicher ein tolles Erlebnis.“ Das war es allerdings. Raabe: „Ich bin sehr dankbar dafür. Die Trainer haben mir gesagt: ,Arbeite weiter hart – das war erst der Anfang, nicht der Höhepunkt!’“

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