15. Juli 2021 / 20:14 Uhr

Vom Youngster zum Top-Star: Diese zehn Talente sind bereit für den Bundesliga-Durchbruch

Vom Youngster zum Top-Star: Diese zehn Talente sind bereit für den Bundesliga-Durchbruch

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tanguy Nianzou, Aster Vranckx, Brian Brobbey und Josko Gvardiol - vier vielversprechende Talente in der Bundesliga.
Tanguy Nianzou, Aster Vranckx, Brian Brobbey und Josko Gvardiol - vier vielversprechende Talente in der Bundesliga. © IMAGO/Sven Simon/ANP/Pixsell/regios24 (Montage)
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In der Saison 2021/22 wollen wieder zahlreiche Top-Talente die Chance nutzen, sich in der Bundesliga zu etablieren. Neben Eigengewächsen haben sich die Spitzenklubs auch Dienste international begehrter Youngster gesichert. Der SPORTBUZZER stellt zehn Talente vor, die in der kommenden Spielzeit begeistern könnten.

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Das Vorbild dürfte klar definiert sein: Der bei Bayer Leverkusen ausgebildete Kai Havertz (22) wurde vor wenigen Wochen zum Matchwinner für den FC Chelsea im Champions-League-Finale. Die Bundesliga hatte der gebürtige Aachener im Sommer zuvor nach vier Spielzeiten als teuerster deutscher Spieler aller Zeiten verlassen. Vereine wie Leverkusen, Borussia Mönchengladbach oder der BVB haben sich europaweit Namen als Ausbildungsstätten für hochbegabte Youngster gemacht. Hier können die Top-Talente auf höchstem Niveau Erfahrungen sammeln und zu Superstars reifen. Jude Bellingham, Jadon Sancho oder Florian Wirtz sind nur drei Beispiele für die Talentschmiede Bundesliga. Zur Spielzeit 2021/22 haben die nächsten Jungprofis die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Der SPORTBUZZER stellt zehn Talente vor, denen das in der Saison 2021/22 gelingen könnte.

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Tanguy Nianzou (FC Bayern, Innenverteidiger, *7.6.2002)

Im Sommer 2020 ablösefrei von Paris Saint-Germain nach München gekommen, konnte Tanguy Nianzou sein Können in der Bundesliga bisher noch nicht wirklich beweisen. Von September bis November setzte den 19-Jährigen eine Oberschenkelverletzung außer Gefecht. Gegen den VfB Stuttgart kam der Innenverteidiger Ende November im deutschen Oberhaus zu einem Kurzeinsatz (21 Minuten). Anschließend fehlte der gebürtige Pariser fast vier Monate wegen eines Muskelbündelrisses. Drei Spieltage vor Saisonende, nachdem Trainer Hansi Flick Nianzou mehrere Kurzeinsätze verschafft hatte, sorgte der Verteidiger mit einer kuriosen Roten Karte für Aufsehen: Beim Stand von 5:0 räumte er fünf Minuten nach seiner Einwechslung mit einer Notbremse Gladbachs Breel Embolo ab. In der kommenden Saison wird nun aber der sportliche Durchbruch des Franzosen erwartet - zumal David Alaba und Jerome Boateng nicht mehr da sind.

Josko Gvardiol (RB Leipzig, Innenverteidiger, *23.1.2002)

Die Dienste von Josko Gvardiol hat sich RB Leipzig bereits im September 2020 gesichert. Seit dem 1. Juli ist der 19-jährige Kroate offiziell Spieler des Bundesligisten. Ins Training steigt der Neuzugang mit etwas Verzögerung ein. Gvardiol ist fünfmaliger kroatischer Nationalspieler und stand bei der EM in allen vier Spielen auf dem Platz. Dabei verpasste der Innenverteidiger insgesamt nur 20 Minuten. Mit seinem Heimatverein Dinamo Zagreb wurde Gvardiol bereits zwei Mal kroatischer Meister (2020 und 2021) sowie Pokalsieger 2021. Sein Marktwert beträgt laut transfermarkt.de 19 Millionen Euro.

Brian Brobbey (RB Leipzig, Mittelstürmer, *1.2.2002)

Als bekannt wurde, dass Brian Brobbey seinen auslaufenden Vertrag bei seinem Jugendverein Ajax Amsterdam nicht verlängern würde, standen europäische Topklubs dem Vernehmen nach Schlange. Am Ende machte RB Leipzig das Rennen um das ablösefreie Juwel, das sein Debüt in der niederländischen Eredivisie im Oktober 2020 gab und seitdem zwölf Einsätze (drei Tore, ein Assist) für den holländischen Meister machte. Da der Mittelstürmer zumeist nur Kurzeinsätze bekam, ist seine Torquote beeindruckend: Alle 63 Minuten traf der zweimalige U17-Europameister im niederländischen Oberhaus. Auch in der Champions League hat Brobbey schon eine Halbzeit gespielt, im Dezember 2020 gegen Atalanta Bergamo.

Soumaïla Coulibaly (Borussia Dortmund, Innenverteidiger, *14.10.2003)

Im März hat der BVB Soumaila Coulibaly ablösefrei von Paris Saint-Germain verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2024 ausgestattet. Ein Profi-Spiel hat der 17 jahre alte Innenverteidiger bisher noch nicht absolviert, dafür sammelte der gebürtige Franzose schon reichlich Trainingserfahrung mit dem Champions-League-Team von PSG. Was den Durchbruch in der kommenden Saison verzögern oder gar verhindern könnte: Im Februar zog sich Coulibaly im Training einen Kreuzbandriss zu und wird bis in den Herbst ausfallen.

Jeremie Frimpong (Bayer Leverkusen, Rechter Verteidiger, *10.12.2000)

Der Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong stammt aus der Jugend von Manchester City, wechselte im September 2019 für lediglich 380.000 Euro nach Schottland. Bayer Leverkusen überwies bei der Verpflichtung im Januar dann schon rund elf Millionen Euro an Celtic. "Mit Jeremie Frimpong haben wir einen höchst entwicklungsfähigen Spieler für uns gewinnen können und damit erneut einen zukunftsweisenden Transfer für Bayer 04 realisiert", erklärte Bayers sportlicher Direktor Simon Rolfes damals. Seitdem hat der gebürtige Niederländer zehn Einsätze in der Bundesliga absolviert, zudem acht Spiele in der Europa League (drei Assists). In der kommenden Saison werden – auch durch das Karriereende der Bender-Zwillinge sowie dem Abgang von Aleksandar Dragovic – wohl einige für den 20-Jährigen dazukommen.

Emrehan Gedikli, (Bayer Leverkusen, Mittelstürmer, *15.4.2003)

Im Sommer 2020 schaffte Emrehan Gedikli den Sprung in den Profikader von Bayer Leverkusen. Im November und Dezember verhalf der damalige Werkself-Trainer Peter Bosz dem heute 18-Jährigen in der Europa League zu drei Kurzeinsätzen. Auf das Bundesliga-Debüt musste der gebürtige Oberhausener bis zum letzten Spieltag warten, als er 24 Minuten vor Schluss gegen Borussia Dortmund eingewechselt wurde. In der U17-Bundesliga kam Gedikli zwischen 2018 und 2020 dagegen insgesamt auf 40 Einsätze für die Leverkusener – und erzielte dabei 42 Tore!

Bright Arrey-Mbi (FC Bayern, Innenverteidiger, *26.3.2003)

In der Champions League durfte Bright Arrey-Mbi schon einmal ran: Am 1. Dezember stellte Trainer Hansi Flick den damals 17-Jährigen gegen Atletico Madrid von Beginn an auf - nicht auf seiner angestammten Position in der Innenverteidigung, sondern im linken Mittelfeld. Der in Kaarst geborene Deutsch-Engländer wurde in den Jugendmannschaften von Norwich City und dem FC Chelsea ausgebildet, bevor er 2019 zum deutschen Rekordmeister kam. Auf Bundesliga-Einsätze wartet Arrey-Mbi bisher noch. Die dürfte der 18-Jährige unter dem als Talentförderer bekannten Trainer Julian Nagelsmann bekommen.

Kouadio Koné (Borussia Mönchengladbach, zentrales Mittelfeld, *17.5.2001)

Kouadio Koné ist eigentlich schon seit Januar Spieler von Borussia Mönchengladbach. Neun Millionen Euro haben die Gladbacher damals gezahlt. Der Verein vom Niederrhein einigte sich mit dem abgebenden FC Toulouse aber darauf, ihn direkt wieder an den französischen Zweitligisten auszuleihen. Konés Marktwert hat diese Entscheidung gut getan: Der ist laut transfermarkt.de seitdem um zwei Millionen Euro auf jetzt sieben Millionen gestiegen. Insgesamt 14 Einsätze in der Lique 1 und 36 in der Lique 2 (drei Tore, ein Assist) hat der 20-Jährige schon bestritten. Unter dem neuen Trainer Adi Hütter könnte Koné, der die Rückennummer 17 von Oscar Wendt übernimmt, jetzt seinen Durchbruch in der Bundesliga schaffen.

Aster Vranckx (VfL Wolfsburg, zentrales Mittelfeld, *04.10.2002)

Der 18-jährige Aster Vranckx ist seit dem 1. Juli beim VfL Wolfsburg. Er kam für eine Ablösesumme von acht Millionen Euro vom KV Mechelen, wo er sich mit 38 Spiele (fünf Tore, vier Assists) in der ersten belgischen Liga schon einen Namen gemacht hatte. "Ich bin ein Spieler, der es mag, körperbetont zu spielen", erklärte Vranckx bei seiner Vorstellung in Wolfsburg. "Ich verteidige gern, bin aber auch gern in der Offensive aktiv - und manchmal schieße ich auch mal ein Tor", so der Mittelfeld-Allrounder, der bei den Niedersachsen eigentlich sofort zum ernstzunehmenden Faktor werden sollte. Eine Muskelverletzung in der rechten Wade bremst den 18-Jährigen zunächst wochenlang aus. Diese auskuriert, dürfte Vranckx schnell zum Zug kommen.

Angelo Stiller (1899 Hoffenheim, Defensives Mittelfeld, *04.04.2001)

Der 1. FC Düren (im DFB-Pokal), Atletico Madrid und Lok Moskau (jeweils in der Champions League) – das sind die drei Mannschaften, gegen die Angelo Stiller mit den Profis des FC Bayern gespielt hat. In diesem Sommer ist er ablösefrei von Bayern II zur TSG 1899 Hoffenheim gewechselt (Marktwert 2,5 Millionen Euro). Seit 2019 hat der 20-Jährige 50 Einsätze in der 3. Liga gesammelt und dabei ein Tor und acht Assists geliefert. "Angelo ist gewiss eines der spannendsten deutschen Talente im zentralen Mittelfeld und hat beim FC Bayern trotz der extrem hohen Konkurrenz bereits Profierfahrung sammeln können", sagte TSG-Sportchef Alexander Rosen bei der Bekanntgabe der Verpflichtung des Youngsters im Januar. In Hoffenheim soll er endlich in der Bundesliga durchstarten.