22. November 2020 / 14:02 Uhr

Nach BVB-Youngster Moukoko: Auch diese Top-Talente könnten bald in der Bundesliga debütieren

Nach BVB-Youngster Moukoko: Auch diese Top-Talente könnten bald in der Bundesliga debütieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tanguy Nianzou, Kaan Kurt und Ansgar Knauff (von links) könnten bald wie Youssoufa Moukoko ihr Bundesliga-Debüt geben.
Tanguy Nianzou, Kaan Kurt und Ansgar Knauff (von links) könnten bald wie Youssoufa Moukoko ihr Bundesliga-Debüt geben. © imago images/Sven Simon/Revierfoto/Otto Krschak/Matthias Koch/Montage
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Youssoufa Moukoko - und dann? Das 16 Jahre alte Top-Talent von Borussia Dortmund hat mit seinem Bundesliga-Einstand Geschichte geschrieben. Auch andere Youngster könnten bald debütieren. Der SPORTBUZZER stellt die vielversprechendsten Talente vor.

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Youssoufa Moukoko hat mit seinem Debüt für Borussia Dortmund Geschichte geschrieben. Monatelang hatte der Stürmer mit immer neuen Glanzleistungen im BVB-Nachwuchs die Erwartungen geschürt. Dank einer Regeländerung konnte er nun seinen ersten Profi-Einsatz feiern: Einen Tag nach Moukokos 16. Geburtstag wechselte Borussen-Trainer Lucien Favre ihn beim 5:2-Sieg bei Hertha BSC kurz vor dem Ende ein. Moukoko ist damit der jüngste Spieler, der jemals in der Bundesliga zum Einsatz kam. Aber er ist nicht der einzige Hoffnungsträger in Deutschlands höchster Spielklasse. Der SPORTBUZZER stellt zehn weitere Talente vor, die ebenfalls bald ihr Bundesliga-Debüt feiern könnten.

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Ansgar Knauff (Borussia Dortmund, Jahrgang 2002)

Moukoko ist nicht der einzige vielversprechende Youngster, der beim BVB auf dem Sprung zu den Profis steht. Knauff durfte wie sein Kollege aus dem DFB-Nachwuchs schon häufiger bei der ersten Mannschaft von Favre mittrainieren. Im vergangenen Sommer war er sogar mit im Trainingslager in Bad Ragaz. Beim 1:0-Sieg des BVB in Hoffenheim am 5. Spieltag hat es der gebürtige Göttinger schon einmal in den Kader geschafft. Sein Bundesliga-Debüt dürfte bald folgen.

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Nnamdi Collins (Borussia Dortmund, Jahrgang 2004)

Wie Moukoko und Knauff war auch Innenverteidiger Collins mit im Sommertrainingslager in der Schweiz. Mit 1,91 Metern verfügt er über eine Statur, der ihm bei den Profis von Nutzen sein könnte. Im Sommer sollen mehrere europäische Top-Klubs um den jungen Deutsch-Nigerianer geworben haben, Collins verlängerte aber lieber langfristig in Dortmund. "Wir wollen Nnamdi Schritt für Schritt an den Profibereich heranführen und ihm Zeit geben, sich zu entwickeln", sagte Michael Zorc.

Tanguy Nianzou (FC Bayern München, Jahrgang 2002))

Ablösefrei konnte der Triple-Sieger den Innenverteidiger im Sommer von Champions-League-Finalgegner Paris Saint-Germain verpflichten. Für den ehemaligen Leipziger Sportdirektor Ralf Rangnick ist Nianzou "eines der größten Abwehrtalente, die ich je gesehen habe". Und auch Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic bescheinigte dem Defensivspezialisten jüngst beste Voraussetzungen, um bald durchzustarten: "Er ist in der Spieleröffnung weit für sein Alter, hat eine sehr gute Technik und ist kopfballstark." Nach einer Oberschenkelverletzung zu Beginn seiner Bayern-Zeit stand er beim 1:1 gegen Werder Bremen am Samstag erstmals im Kader von Trainer Hansi Flick. Sein Debüt im Dress der Münchener ist nur noch eine Frage der Zeit.

Tiago Dantas (FC Bayern München, Jahrgang 2000)

Auf das zweite Talent, das im Sommer nach München gewechselt ist, hält Flick große Stücke. Schon vor Jahren soll der Coach den jungen Portugiesen gescoutet haben. Nun hat Bayern ihn wohl auf Anraten des Cheftrainers von Benfica Lissabon verpflichtet. "Er ist klein, aber hat starke Veranlagung. An seiner Physis werden wir arbeiten. Wir haben einen klaren Plan, um diese zu verbessern", sagte Flick bei Sport1. "Als Trainer macht es mir großen Spaß, mit ihm zu arbeiten." Womöglich schon bald auch bei einem Bundesliga-Spiel?

Torben Rhein (FC Bayern München, Jahrgang 2003)

Der Kapitän der U19 des deutschen Rekordmeisters ist das Paradebeispiel dafür, dass der Bayern-Nachwuchs auch wieder starke Eigengewächse hervorbringt. Der Mittelfeldspieler wird schon als "neuer Toni Kroos" gehandelt und sicherte sich jüngst die Fritz-Walter-Medaille in Silber für den U17-Jahrgang, mit der der DFB die besten Nachwuchsspieler auszeichnet. Goldmedaillen-Gewinner Florian Wirtz ist bei Bayer Leverkusen längst eine feste Größe in der Profi-Mannschaft. Und wenn Rhein beim Superstar-gespickten Triple-Sieger wohl noch einen längeren Weg vor sich hat, ist es doch gut möglich, dass ihn Hansi Flick zeitnah mit dem Profi-Debüt belohnen könnte.

Die jüngsten Bundesliga-Debütanten der Geschichte

Jamal Musiala (von links), Youssoufa Moukoko und Florian Wirtz zählen zu den jüngsten Bundesliga-Spielern der Geschichte. Zur Galerie
Jamal Musiala (von links), Youssoufa Moukoko und Florian Wirtz zählen zu den jüngsten Bundesliga-Spielern der Geschichte. ©

Eric Martel (RB Leipzig, Jahrgang 2002)

Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann genießt durchaus den Ruf eines Talentförderers. Mit den beiden Offensiv-Spielern Dennis Borkowski und Joscha Wosz kamen in dieser Saison bereits zwei Youngster aus dem ausgezeichneten Leipziger Nachwuchs zu ihrem Debüt in der Bundesliga. Der 18 Jahre alte Innenverteidiger Martel hofft, bald ebenfalls zu debütieren. Zweimal stand er bereits im Bundesliga-Kader. Außerdem saß er bei den Champions-League-Spielen gegen Manchester United und Paris Saint-Germain auf der Bank. Einen Profi-Vertrag hat er bei den Sachsen schon, sein erster Einsatz im Nagelsmann-Team steht ebenfalls an.

Fisnik Asllani (TSG Hoffenheim, Jahrgang 2002)

An die sensationellen 34 Tore, die Moukoko in der vergangenen Spielzeit der A-Jugend-Bundesliga schoss, kam Asllani zwar nicht heran. Seine 15 Treffer in der Nord-Ost-Staffel für Union Berlin waren aber ebenfalls ansehnlich. Im Sommer verpflichtete die TSG Hoffenheim den Mittelstürmer. Sein Start bei den Kraichgauern wurde von einer Verletzung überschattet. Nach seiner Genesung hat er aber allemal das Zeug zu einem baldigen Debüt in der Profi-Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß.

Luca Netz (Hertha BSC, Jahrgang 2003)

Beim Projekt "Big City Klub" verliert Hertha auch den eigenen Nachwuchs nicht aus den Augen. Allein seit Mai gaben drei Talente ihr Debüt unter Trainer Bruno Labbadia. Netz stünde wohl als nächster Hoffnungsträger bereit. Zuletzt beorderte Labbadia den Linksverteidiger, der auch variabel in der Offensive eingesetzt werden kann, zwischenzeitlich schon zu den Profis. Bei den Bundesliga-Spielen in München und gegen Stuttgart stand er zuletzt schon im Kader.

Kaan Kurt (Borussia Mönchengladbach, Jahrgang 2001)

Der 18 Jahre alte Deutsch-Türke spielt seit 2014 für Gladbach. Im August stattete die Borussia ihn mit einem Profi-Vertrag aus. Und jetzt ersehnt der Rechtsverteidiger sein Debüt in der ersten Mannschaft. "Ich bekomme von Trainer Marco Rose ein sehr gutes Feedback. Deshalb denke ich, dass ich alles in meiner eigenen Hand habe", sagte er der Bild. "Wenn ich meine Leistung bringe, werde ich auch bei den Profis eine Chance bekomme." Zum Ende der vergangenen Saison stand er schon drei Mal im Bundesliga-Kader. Und in dieser Spielzeit könnte sich aufgrund der Dreifach-Belastung der Fohlenelf mit Liga, DFB-Pokal und Champions League sicher eine Möglichkeit für sein Debüt auftun.

Emrehan Gedikli (Bayer Leverkusen, Jahrgang 2003)

Kai Havertz, Julian Brandt, Moussa Diaby und zuletzt Florian Wirtz – die Liste der Youngster, die in Leverkusen zu gestandenen Bundesliga-Spielern oder sogar Top-Stars gereift sind, ist lang. Und als nächste Entdeckung beim Werksklub drängt sich der gebürtige Oberhausener Gedikli auf. Der 17 Jahre alte Mittelstürmer stand nun schon einmal in der Bundesliga und zweimal in der Europa League im Kader von Trainer Peter Bosz. "Wenn er weiter so akribisch an sich arbeitet, glaube ich, dass er es sehr weit schaffen kann", sagte Leverkusens U17-Trainer Jan Hoepner über Gedikli. Als nächstes Zwischenziel steht das Profi-Debüt auf dem Programm.