05. Dezember 2020 / 09:30 Uhr

Michael Rummenigge: Moukoko muss in die Startelf – Weghorst wäre die perfekte Haaland-Alternative gewesen

Michael Rummenigge: Moukoko muss in die Startelf – Weghorst wäre die perfekte Haaland-Alternative gewesen

Michael Rummenigge
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Youssoufa Moukoko ist nach dem Haaland-Ausfall die logische Alternative, meint SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge.
Youssoufa Moukoko ist nach dem Haaland-Ausfall die logische Alternative, meint SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge. © imago images/Montage
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SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge erklärt, warum das Startelf-Debüt von Youssoufa Moukoko nach dem Ausfall von Erling Haaland nur logisch wäre. Bei allem Vertrauen in die Qualitäten des Youngsters nennt der Ex-Nationalspieler aber auch Alternativen, um die sich der BVB im Transfer-Sommer hätte bemühen sollen.

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Um es gleich und nach wenigen Worten auf den Punkt zu bringen: Wenn ich Trainer von Borussia Dortmund wäre, würde ich Youssoufa Moukoko am Samstag im Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt von Beginn an bringen! Warum? Er ist nach dem Ausfall von Erling Haaland der einzige echte Stürmer im BVB- Kader. Man könnte also am bestehenden System festhalten und müsste nicht viel umbauen. Die Versuche, Julian Brandt oder Marco Reus zur Spitze umzufunktionieren, sind ja schon in der Vergangenheit gescheitert. Beide spielen die Position ungern und können in dieser Rolle ihr wirkliches Leistungsvermögen nicht abrufen.

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Bliebe noch Thorgan Hazard. Dem Belgier würde ich es noch ehesten zutrauen, dass er ganz vorn im Zentrum überzeugt. Aber ein Stürmer ist auch er nicht. Folglich würde meine Lösung Moukoko heißen. Natürlich ist er erst 16 Jahre alt und soll behutsam aufgebaut werden. Aber wann soll man ihn bringen, wenn nicht jetzt? Der Hype um den Teenager kann ja ohnehin nicht viel größer werden. Im Fokus und damit unter Druck steht er bereits. Und: Die Partie in Frankfurt kann ihm durchaus entgegenkommen. Die Eintracht-Defensive um David Abraham ist zwar körperlich eine echte Wand, aber nicht die schnellste. Wenn sich zudem Räume ergeben, ist Moukoko mit seinen Voraussetzungen dazu in der Lage, diese für sich zu nutzen.

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Dass ich an dieser Stelle darüber schreibe, dass ein 16-Jähriger die Rolle im Sturmzentrum der Borussia einnehmen sollte, zeigt aber auch eine andere Sache: In der Kaderplanung ist dem BVB erneut der Fehler unterlaufen, einen erfahreneren Haaland-Vertreter zu verpflichten. Der ideale Mann wäre für mich Wout Weghorst gewesen – völlig losgelöst davon, ob der Niederländer sich eine derartige Rolle hätte vorstellen können oder ob der VfL Wolfsburg ihn im vergangenen Sommer freigegeben hätte. Weghorst ähnelt Haaland in der Spielweise und ist sehr torgefährlich.

Eine andere Alternative wäre Eric Maxim Choupo-Moting gewesen, der ja bekanntlich ablösefrei von Paris St. Germain zum FC Bayern ging. Eine gute Verpflichtung der Münchner, die nach der vergangenen Triple-Saison und mit Blick auf diese körperlich extrem herausfordernde Spielzeit erkannt haben, dass sie einen Vertreter für Robert Lewandowski brauchen. Beim BVB setzte man hingegen darauf, dass die DFL die Altersgrenze für Bundesliga-Debütanten senkt - und demzufolge auf Moukoko. Nun muss man diesem Weg aber auch folgen. Denn: Das wäre nach dem brutalen Verlust von Haaland naheliegend. Und: Was hat man denn zu verlieren?