25. November 2020 / 00:09 Uhr

BVB-Trainer Lucien Favre begründet Verzicht auf Youssoufa Moukoko - Warnung bei Erling Haaland

BVB-Trainer Lucien Favre begründet Verzicht auf Youssoufa Moukoko - Warnung bei Erling Haaland

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Youssoufa Moukoko kam in der Champions League noch nicht für den BVB zum Einsatz. Trainer Lucien Favre (kl. Foto) sprach nach der Partie über die Gründe.
Youssoufa Moukoko kam in der Champions League noch nicht für den BVB zum Einsatz. Trainer Lucien Favre (kl. Foto) sprach nach der Partie über die Gründe. © imago images/Ulrich Hufnagel/Revierfoto
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Lucien Favre erklärt nach dem Sieg gegen den FC Brügge seinen Verzicht auf Top-Talent Youssoufa Moukoko. Zudem weist er auf die derzeitigen Dauerbelastungen hin und war davor, Erling Haaland zu viel zuzumuten.

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Eigentlich war alles für die nächste Bestmarke von Youssoufa Moukoko bereitet: Borussia Dortmund führte in der Champions League gegen den FC Brügge bereits nach 60 Minuten souverän mit 3:0 und sollte auch bis zum Ende nichts mehr anbrennen lassen. Die idealen Voraussetzungen, um dem Top-Talent von Borussia Dortmund das nächste rekordträchtige Debüt zu bescheren. Nachdem Moukoko durch seine Einwechslung beim 5:2 am vergangenen Wochenende bei Hertha BSC im Alter von 16 Jahren und einem Tag zum jüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten geworden war, winkte am Dienstag die gleiche Bestmarke in der Königsklasse. Doch BVB-Trainer Lucien Favre entschied anders.

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"Wir haben viele andere Spieler. Wir haben Reus, wir haben Brandt", erklärte der Schweizer nach dem Spiel bei Sky und erläuterte, warum er sein Top-Talent 90 Minuten auf der Bank beließ: "Youssoufa ist ein guter Spieler und hat viel vor. Aber er muss Geduld haben." So kamen kurz vor dem Ende die erfahrenen Offensivkräfte Marco Reus und Julian Brandt statt des Shootingstars, der im Nachwuchsbereich einen Rekord an den anderen gereiht hatte, in die Partie. Für Moukoko halb so wild - auch mit Blick auf die Königsklassen-Bestmarke. Schließlich bleiben ihm noch 83 Tage, um als jüngster Spieler in Europas bedeutendstem Klubwettbewerb zu debütieren.

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Und: Favre weiß, dass er den Teenager möglicherweise schneller braucht, als ihm lieb ist. Denn: Auch bei Super-Stürmer Erling Haaland, der seinem Viererpack gegen Hertha einen Doppelpack gegen Brügge folgen ließ, sind die körperlichen Ressourcen endlich. "Wir müssen auf die Spieler aufpassen", warnte der Coach und verwies auf die Dauerbelastungen der vergangenen und kommenden Wochen: "Es liegt auch bei uns, auf Erling aufzupassen." Heißt: Haaland dürfte zeitnah Pausen bekommen. Einen zweiten klassischen Mittelstürmer gibt der BVB-Kader nicht her. Favre steht folglich vor der Wahl, Spielertypen wie Reus oder Brandt temporär umzufunktionieren - oder eben auf Moukoko zu setzen.