17. Oktober 2014 / 16:20 Uhr

Yuki Ogimi zurück im Luftschiffhafen

Yuki Ogimi zurück im Luftschiffhafen

Sebastian Morgner
Märkische Allgemeine Zeitung
Schwestern wieder vereint: Yuki Ogimi (l. ) und Asano Nagasato.
Schwestern wieder vereint: Yuki Ogimi (l. ) und Asano Nagasato. © Verein
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Asano Nagasato vom Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam bekommt Besuch von ihrer Schwester.

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Potsdam‒ Da mussten die Fans des Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam schon genauer hingucken. Ist sie das oder nicht? In der Tat lief gestern Abend Yuki Ogimi mit einer blauen Jacke über den Sportplatz im Potsdamer Luftschiffhafen. So wie einst, als die Japanerin für Turbine stürmte. Von 2010 bis 2013 hatte Ogimi für Potsdam die Fußballschuhe geschnürt. "Sie ist zu Besuch", erzählt Turbine-Coach Bernd Schröder, der betont, dass für ehemalige Spielerinnen immer die "Tür weit offen steht." Ogimi (27), die 2012 ihren Kousuke geheiratet hatte, ist die ältere Schwester von Asano Nagasato (25). "Ich komme immer wieder gern nach Potsdam und trainiere die Tage bei Turbine mit", erzählt Yuki, die sich mit Chelsea London erst am Sonntag Platz zwei und erstmals die Teilnahme an der Champions League gesichert hatte. "Ich mache mir ein paar schöne Tage in Potsdam. Wir waren shoppen, unsere Mama hat für uns japanisch gekocht."

Ganz zur Freude von Asano Nagasato. "Das ist toll. Wir haben eine sehr schöne Zeit zusammen und ich freue mich, dass sie mich in Potsdam besuchen, denn wir sehen uns ja nur selten", so die Potsdamerin, die eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen hat. "Ich freue mich sehr darüber, wieder in die Nationalmannschaft zurück zu kehren. Es ist schon einige Jahre her, dass ich das letzte Mal dabei war. Vor allem freue ich mich darauf, mit Yuki zusammen spielen zu können."

So wie im Training im Luftschiffhafen. Trotz des Familienglücks hat Nagasato die Bundesliga fest im Blick. "Wir müssen endlich wieder Tore schießen und gewinnen", so die Torjägerin vor dem morgigen Auswärtsspiel beim MSV Duisburg (11 Uhr). "Wir müssen drei Punkte mitnehmen. Vor allem müssen wir zu unserem Kombinationsspiel finden. Das ist uns zuletzt nicht gelungen."

Auch Turbine-Trainer Schröder hofft, dass die Erfolgskurve wieder nach oben geht. "Die Niederlagen gegen Wolfsburg und München sind noch eine Last", sagt der 71 Jahre alte Potsdamer, der bei den "Zebras" auf Lidija Kulis (Knöchelverletzung) und Natasa Andonova (Muskelzerrung) verzichten muss. "Dafür sind Tabea Kemme, Johanna Elsig und Lisa Evans wieder dabei. Wir wollen in Duisburg frei aufspielen und ordentlichen Fußball zeigen." Duisburg ließ beim 0:0 in Leverkusen aufhorchen. "Wir müssen aufpassen."

Yuki Ogimi wird aus London die Daumen für Potsdam drücken. Die dreifache deutsche Meisterin, die 2013 die Torjägerkanone der Bundesliga holte, soll Chelsea verlassen. Nach MAZ-Informationen kehrt sie zur neuen Saison nach Deutschland zurück. Ziel sei aber nicht Turbine Potsdam.

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