15. Mai 2019 / 17:08 Uhr

Kunstschütze auf Abschiedstour: Heeßels Yusuf Akdas ist Euer Held der Woche!

Kunstschütze auf Abschiedstour: Heeßels Yusuf Akdas ist Euer Held der Woche!

Marvin Behrens
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Yusuf Akdas
Yusuf Akdas © Debbie Jayne Kinsey
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Drei Tore, eines schöner als das andere, hat Yusuf Akdas dem TV Stuhr eingeschenkt - und damit maßgeblich zum 4:1 seines Heeßeler SV beigetragen. Ihr habt ihn dafür zum Held der Woche gemacht. So schön das für ihn und seinen Verein ist: Der 21-Jährige mit dem feinen Fuß wird die Grün-Weißen verlassen.

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Yusuf Akdas hat sich zum Held der Woche gezirkelt - und das mit 28,1 Prozent der Stimmen! Gegen den TV Stuhr drehte der feine Fuß einen 0:1-Rückstand um. Den Ausgleich erzielte der 21-Jährige per Distanzkracher aus 35 Metern in den rechten Winkel. Das 2:1 aus Sicht des Heeßeler SV gelang ihm mit einem Freistoß, den er direkt verwandelte - wie auch der Treffer zum 4:1-Endstand, den die Nummer 10 aus ähnlicher Position herstellte.

Wie Messi: den Ball um die Mauer drehen

Ob er ein Geheimnis hat, wie er die Freistöße schießt? "Halbrechts ist meine Lieblingsposition. Da drehe ich den Ball gerne um die Mauer herum. Ich übe das oft beim Training, es ist eine reine Übungs- und Konzentrationssache", sagt der Mittelfeldspieler bescheiden. "Das sieht man ja auch oft bei Leo Messi, wie er die Schüsse um die Mauer herumdreht. Bei ihm ist es allerdings egal, von wo er schießt", stellt er neidisch fest.

Akdas wird auf der Sechs eingesetzt, versteht sich aber selbst als Achter. Er schaltet sich gerne offensiv ein, seine sechs Saisontreffer hat er jedoch allesamt aus der Ferne geschossen. "Auch gegen den VfL Bückeburg habe ich so eines gemacht. Ich ziehe von links gerne in die Mitte und bringe dann den Ball aufs Tor", verrät der Techniker.

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Möglichst viele Scorerpunkte möchte Akdas, der dem Heeßeler SV seit der A-Jugend treu ist, noch schaffen. Schließlich kann der Tabellenfünfte noch unter die Top Drei gelangen, sollte er die neun ausstehenden Punkte holen und die Konkurrenz um die TSV Burgdorf, den SV Bavenstedt und HSC BW Tündern noch Federn lassen.

Vor Tündern nicht bange

Bei letztgenanntem Gegner sind Akdas und Co. am Sonnabend (18 Uhr) zu Gast - davor ist dem 21-Jährigen so gar nicht bange: "Gegen die Mannschaften von oben ist man besonders motiviert, weil man sie ein bisschen ärgern kann. Das war gegen Hemmingen der Fall, und gegen Tündern werden wir wieder alles rausholen."

Gegen Ligaprimus SC Hemmingen-Westerfeld hatte der amtierende Vizemeister vor knapp drei Wochen schon für Aufsehen gesorgt, als ein Dreierpack von Rodi Hezo sowie ein Treffer von Niklas Rohden dem Heeßeler SV ein 4:1 bescherte. "Da hat alles gepasst. Wenn wir in Stimmung kommen und vor allem positiv sind, können wir drei Punkte in Tündern holen", sagt Akdas.

Das sind die bisherigen Helden der Woche aus der Region Hannover:

<b>Franziska Haeckel (Hannover 96 Frauen):</b> Im ersten DFB-Pokalspiel der Vereinsgeschichte war Franziska Haeckel maßgeblich daran beteiligt, dass die 96-Frauen einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg drehen konnten und somit in der 2. Runde des DFB-Pokals stehen. Zur Galerie
Franziska Haeckel (Hannover 96 Frauen): Im ersten DFB-Pokalspiel der Vereinsgeschichte war Franziska Haeckel maßgeblich daran beteiligt, dass die 96-Frauen einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg drehen konnten und somit in der 2. Runde des DFB-Pokals stehen. ©
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Zuversicht also bei den Grün-Weißen, denen im Sommer ein Umbruch bevorsteht. Trainer Pascal Preuß und Nils Poelmeyer gehen zum TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. "Unter ihnen habe ich mich spielerisch und mental weiterentwickelt", betont der 21-Jährige, "sie haben mir immer das Vertrauen gegeben, auch wenn es mal nicht lief".

"Ich werde den nächsten Schritt wagen"

Aber auch Akdas wird nach fünf Jahren Abschied nehmen. "Ich werde den nächsten Schritt wagen. Wo steht noch nicht fest", verrät er. Offiziell ist er der dritte Abgang. Rodi Hezo zieht es zum HSC Hannover, Enes Demirsoy zum TSV Stelingen, doch dem Vernehmen nach wird es nicht bei diesem Trio bleiben.

"Es ist ein komisches Gefühl. Es gab immer Abgänge, aber es sind immer Ur-Heeßeler geblieben - jetzt gibt es wohl den kompletten Umbruch", sagt Akdas. "Ich wünsche dem Verein alles Gute, er wird es nächste Saison nicht leicht haben, das weiß ich. Ich hoffe, dass die Jungs eine gute Saison spielen und die Liga halten, der Verein hat mir sehr viel gegeben", dankt er dem Club. Für ihn steht fest: In Zukunft wird er höher als Landesliga spielen: "Interessenten sind da, deswegen ist die Entscheidung umso schwerer." Aber nicht so schwer wie der Abschied vom Heeßeler SV.

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