21. November 2020 / 20:22 Uhr

Zähes Unterfangen: RB Leipzig bleibt beim 1:1 in Frankfurt zu harmlos

Zähes Unterfangen: RB Leipzig bleibt beim 1:1 in Frankfurt zu harmlos

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Das war kein Tor: Dani Olmo wird beim Abschluss von Evan N'Dicka gestört.
Das war kein Tor: Dani Olmo wird beim Abschluss von Evan N'Dicka gestört. © Getty Images
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Es hat wieder nicht geklappt! Frankfurt bleibt für RB Leipzig eine uneinnehmbare Festung. 1:1 trennten sich die Eintracht und die Nagelsmann-Elf am Samstag. Dabei war für die Sachsen deutlich mehr drin. Es fehlte aber an der entscheidenden Gefährlichkeit.

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Frankfurt. Ein 1:1-Unentschieden erkämpft sich RB Leipzig im Gastspiel bei Eintracht Frankfurt. Zum Sieg gegen die Hessen reicht es auch im zehnten Duell mit den Adlern nicht. Kurz vor der Pause gerät RBL nach einem Standardtor von Ayman Barkok in Rückstand. Den gleicht Yussuf Poulsen in der zweiten Halbzeit nach Flanke von Angelino aus und rettet den Roten Bullen noch den einen Punkt. Der reicht allerdings nicht, um den Patzer der Münchner gegen Werder Bremen am Nachmittag zu nutzen und nach Zählern zu den Bayern aufzuschließen.

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Vorteile ja, Zwingendes nein

Die Messestädter starten mit Alexander Sörloth in der Spitze in die Partie. Hinten müssen die ausgedünnten Verteidigungsreihen aufgefüllt werden. Deshalb findet sich auf der rechten Außenverteidigerposition Tyler Adams wieder. Bei den Frankfurtern ist Erik Durm auf Angelino-Patrouille, leistet ihm über 90 Minuten gut Gesellschaft und stört seine offensiven Versuche nach vorn nachhaltig.

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Zähes Unterfangen: RB Leipzig kam beim Eintracht Frankfurt nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Zur Galerie
Zähes Unterfangen: RB Leipzig kam beim Eintracht Frankfurt nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. ©

Die Roten Bullen spielen sofort gutes Pressing, sind hoch postiert, beginnen von Anpfiff an, Gefahr auszustrahlen. Das können sie sich mit Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté in der Abwehr auch erlauben. Denn den beiden Verteidigern fehlt es weder an Körperlichkeit noch an Tempo. In der ersten Halbzeit ist ein Leipziger Übergewicht deutlich erkennbar.

Dennoch tun sich die Nagelsmänner schwer, wirklich die Kontrolle zu übernehmen, obwohl die Statistiken für sie sprechen. Die Eintracht versteckt sich nicht und überzeugt in der Defensive. Generell zeigen sich die Abwehrreihen auf beiden Seiten äußerst diszipliniert.

Sehenswerter Ausgleich

Fehler passieren dennoch. Einer davon bringt den Rückstand für RB. Nach einem Zweikampf in der 42. Minute zwischen Marcel Sabitzer und Filip Kostic stürzt Letzterer zu Boden – Freistoß. Evan N’Dicka tritt an. Die hohe, weite Flanke segelt über Upamecanos Kopf und erreicht Aymen Barkok. Dessen Laufweg kann Angelino nicht mehr stören. Der Frankfurter peilt das Tor von Peter Gulacsi an, zieht ab und netzt ein. RBL kassiert das erste Gegentor nach einer Standardsituation in dieser Saison und liegt kurz vor dem Pausenpfiff 0:1 im Rückstand.

In der zweiten Hälfte ersetzt RB-Trainer Nagelsmann Upamecano mit Willi Orban, wie schon vor dem Spiel angekündigt. Außerdem kommen für Sörloth und Dani Olmo Yussuf Poulsen und Emil Forsberg. Der Rückstand steckt ihnen zunächst noch in den Knochen. Aber: Kleine Fehler werden auch auf Frankfurter Seite sofort gestraft. In der 57. Minute lässt Durm Angelino einen Zentimeter zu viel Platz, der Spanier kann flanken, der Ball findet Poulsen. Der streichelt das runde Leder mit dem Spann unter die Latte – Ausgleich. Das Spiel ist wieder offen.

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(1) Peter Gulacsi: Chancenlos beim 0:1, davor und danach kaum gefordert. Note: 3 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Chancenlos beim 0:1, davor und danach kaum gefordert. Note: 3 ©

Leipzig hat weiterhin mehr Ballbesitz, stellt aber zu wenig damit an. Das ist zwar auch ein Kompliment an die Frankfurter Abwehr. Die Gastgeber bringen dafür vorn wenig zustande. Aber dann kommt in der 78. Minute doch noch etwas Feuer ins Spiel, als Silva mit seiner Riesenchance an Gulacsi scheitert. Kurz protestieren die Adler, wollen Elfmeter für ein vermeintliches Foul von Konaté am Stürmer. Der Franzose hatte seinen Gegenspieler allerdings überhaupt nicht berührt. Das weiß auch Schiedsrichter Sören Storks. Die Proteste stoßen auf taube Ohren, das Spiel läuft weiter. Und bleibt bis auf eine größere Chance von Poulsen in der 88. Minute ohne weitere Höhepunkte.