07. Juni 2019 / 18:00 Uhr

Zahnlose Rhein-Neckar Löwen trotten zum SC DHfK Leipzig

Zahnlose Rhein-Neckar Löwen trotten zum SC DHfK Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Es ist mein letzter Auftritt als Löwen-Trainer. Es wäre schön, wenn mir meine Mannschaft zum Abschied einen Erfolg schenkt, sagt Jacobsen vor dem Spiel gegen den SC DHfK Leipzig.
"Es ist mein letzter Auftritt als Löwen-Trainer. Es wäre schön, wenn mir meine Mannschaft zum Abschied einen Erfolg schenkt", sagt Jacobsen vor dem Spiel gegen den SC DHfK Leipzig. © dpa
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Der SC DHfK muss am Sonntag gegen den angeschlagenen Tabellenvierten aus Mannheim ran. Die Gäste möchten ihren Trainer Nicolaj Jacobsen ordentlich verabschieden.

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Leipzig. Mit dem Wort "Sensation" wird im (Sport-)Journalismus ja schnell hantiert. Meist ist es grob übertrieben, doch für das, was sich am 29. Mai in der Mannheimer SAP-Arena abspielte, reicht der Ausdruck beileibe nicht aus. Da siegte der zuvor auswärts noch sieglose abgeschlagene Tabellenletzte Eulen Ludwigshafen beim Vierten Rhein-Neckar Löwen - DHB-Pokalsieger 2018 und Champions-League-Achtelfinalist - mit 29:26. Nur durch diesen Erfolg haben die Eulen am letzten Spieltag überhaupt noch die Chance auf den Klassenerhalt, während die Löwen dabei sind, alle ihre Saisonziele zu verpassen.

"Das war auf jeden Fall eine Riesenüberraschung", sagt auch DHfK-Trainer André Haber, der mit seinen Jungs am Sonntag (15 Uhr, Arena Leipzig) gegen die Badener antritt. Eine historisch große Chance auf den ersten Sieg gegen das Spitzenteam sieht der 32-Jährige aber nicht: "Das Match gegen Ludwigshafen war sehr zerfahren, ein Kampfspiel." Als einzelne Partie sei es darum kein Fingerzeig für die Möglichkeiten der Grün-Weißen am Sonntag. Immerhin konnten sie beim 24:24 im Hinspiel dem Favoriten schon mal einen Punkt abknöpfen. Damals war das Ergebnis noch ein positiver Ausreißer in einer insgesamt schwachen Hinrunde, inzwischen hat sich der SC DHfK aber gefangen und zum Ende der Saison noch einmal aufgedreht. So ist bei einem Triumph gegen die Löwen sogar noch Platz zehn in der Abschlusstabelle möglich.

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Beide Teams mit Personalsorgen

Allerdings haben die Gäste neben den Punkten auch noch ein weiteres Ziel: einen würdigen Abschied für Coach Nicolaj Jacobsen. Der Däne verlässt den Verein nach fünf Jahren, in denen er sechs Titel holte. Nebenbei coachte der 47-Jährige im Januar auch noch die dänische Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel. "Es ist mein letzter Auftritt als Löwen-Trainer. Es wäre schön, wenn mir meine Mannschaft zum Abschied einen Erfolg schenkt", sagt Jacobsen. Verzichten muss er dabei wieder auf das Verletzten-Trio Andreas Palicka, Alexander Petersson und Jesper Nielsen.

Noch schlimmer sieht es bei den Leipzigern aus, neben diversen angeschlagenen Spielern (der SPORTBUZZER berichtete) fehlt am Sonntag auch noch Julius Meyer-Siebert. Das große Talent wurde für einen Lehrgang der U19-Nationalmannschaft vom 8. bis 12 Juni in der Sportdschule Hennef nominiert. Für ihn darf mal wieder Timo Löser ran, der im Sommer zum Zweitliga-Absteiger Dessau-Rosslauer HC wechseln wird. "Wir haben mit Timo einen Spieler, der es uns ermöglicht, Julius eins zu eins zu ersetzen", sagt Jugendkoordinator Matthias Albrecht. Auch für "Matscher" wird die Partie gegen die Löwen ein Abschiedsspiel: Das DHfK-Urgestein hört als Co-Trainer bei den Herren auf und konzentriert sich auf seine Arbeit im Nachwuchs.

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