21. Juli 2021 / 16:58 Uhr

Zehn auf einen Streich: Gesicht des FC Eilenburg hat sich verändert

Zehn auf einen Streich: Gesicht des FC Eilenburg hat sich verändert

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Eilenburger Neuzugänge
Die Neuen und die Trainer: Arvid Schröpfer (Co-Trainer), Christoph Jackisch, Dong-Min Kim, Tzonatan Moutsa, Raimison Draiton Dos Santos, Christopher Schul, Nico Knaubel (Trainer, hinten v.l.), Branden Stelmak, Anton Rücker, Kevin Wadewitz und Paul Meseberg (vorne, v.l.) Es fehlt: Noah Baumann. © Susan Stephan
Anzeige

Für die Regionalliga hatte der FC Eilenburg sein Team komplett umgebaut und musste auch bittere Abgänge verkraften. Insgesamt neun Spieler gingen und zehn Neulinge kamen. Laut Trainer Knaubel sind "Leidenschaft, Disziplin und Lernbereitschaft" die wichtigsten Faktoren für den Klassenerhalt.

Anzeige

Eilenburg. Mit dem Aufstieg in die Regionalliga Nordost hat sich auch das Gesicht des FC Eilenburg verändert. Zehn Spieler kamen, neun Spieler gingen. „Ich denke, wir haben eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen hungrigen Spielern gefunden“, resümierte Teammanager Stephan Hofmann.

Anzeige

Erfahrung fehlt

Kurz vor dem Start kann der 36-Jährige endlich durchschnaufen. Hinter ihm liegen arbeitsreiche Wochen – die Stunden lassen sich nicht mehr zählen, in denen Hofmann, der vor zwei Jahren seine Karriere beendete, in vielen Trainingseinheiten aber noch mitmischt und den Verein als Inhaber der Ergo-Versicherungsagentur seit Jahren unterstützt, Gespräche führte, verhandelte, Perspektiven aufzeigte. All das offenbar so überzeugend, dass nahezu alle Wunschspieler, die in den finanziellen Eilenburger Rahmen passen, Ja sagten.

Trainer Nico Knaubel ist jedenfalls zufrieden, weiß aber auch, „dass ein dickeres Portemonnaie manches einfacher gemacht hätte“. „Aber wir sind diesen Weg bewusst gegangen und das ist auch gut so. Die Mannschaft hat sich gefunden, die Trainingseinheiten machen mich meistens sehr glücklich und das 3:0 war eine gelungene Generalprobe.“

Knaubel weiß, dass seiner Mannschaft Erfahrung fehlt. Das Team kommt zusammen auf keine 50 Spiele in der Regionalliga. „Wir müssen mit Leidenschaft, Disziplin und Lernbereitschaft unsere spielerischen Defizite wettmachen“, so der Coach, der zufrieden mit den Neuen ist: „Sie machen einen guten Eindruck auf und neben den Platz.“ Es gebe natürlich gewisse Unterschiede zwischen den Spielern, die ihre erste Saison im Männerbereich spielen und den erfahreneren Kickern.

Denz-Wechsel schmerzte am meisten

Wichtig sei, dass sich die Youngster in das Mannschaftsgefüge einordnen und aktiv einbringen. „Da schauen wir genau hin und steuern diesen wichtigen Prozess. Enttäuscht wäre ich nur, wenn sie die Chance, die wir ihnen bieten nicht schätzen und nutzen.“

Neun Spieler sind beim Abenteuer Regionalliga nicht mehr dabei. Dabei bedauert Knaubel menschlich vor allem den Abschied von Kapitän Sebastian Heidel, der seine Karriere beendet hat. „Er war mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld und einer, der auch mal in der Kabine deutlich seine Meinung gesagt hat“, sagt Knaubel.

Sportlich schmerze der Wechsel von Lucas Danz am meisten. Der 19-Jährige, der künftig in Dresden Elektrotechnik studiert und für den SC Freital spielen wird, habe einen großen Schritt im letzten Jahr gemacht, so Knaubel. Danz hätte gute Karten auf einen Stammplatz gehabt, ähnlich wie Jonas Vetterlein, der sich komplett vom aktiven Fußballgeschäft zurückgezogen hat.

Die Neuzugänge: Christopher Schulz – Nummer 33 (Torwart, 26 Jahre alt, letzter Verein: Union Sandersdorf); Dong-Min Kim – Nummer 7 (Defensives Mittelfeld, 28, Inter Leipzig); Raimison Draiton Dos Santos (Innenverteidiger, 25, FC Inter Leipzig); Christoph Jackisch – Nummer 14 (Angriff, 29, FC Grimma); Branden Stelmak – Nummer 11 (Angriff, 32, Union Sandersorf); Kevin Wadewitz – Nummer 6 (defensives Mittelfeld, 19, Chemnitzer FC/U19); Noah Baumann – Nummer 8 (zentrales Mittelfeld, 19, FC Erzgebirge Aue/U19); Paul Meseberg – Nummer 19 (Außenbahn, 19, FC St. Pauli U21); Tzonatan Moutsa – Nummer 32 (Abwehr, 26, Askania Bernburg); Anton Rücker – Nummer 20 (defensives Mittelfeld, 20, Leixoes SC).

Die Abgänge: Steven Hache (Radefelder SV), Emilio Luis (SG Taucha), Jakob Funken (FC Grimma), Marko Trogrlic, Marc Böttger (beide SSV Markranstädt), Hannes Pruchnik (Concordia Schenkenberg), Fabian Döbelt (Rot-Weiß Thalheim), Sebastian Heidel (Karriereende), Jonas Vetterlein (unbekannt), Lucas Danz (SC Freital).