19. Mai 2019 / 20:06 Uhr

Zehn Sekunden fehlen Vinnhorst zum schnellen Drittliga-Aufstieg

Zehn Sekunden fehlen Vinnhorst zum schnellen Drittliga-Aufstieg

Uwe Serreck
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vergeblicher Einsatz: Fabian Hinz (Zweiter von rechts) und die Vinnhorster Handballer straucheln gegen Dresden im Aufstiegskampf.
Vergeblicher Einsatz: Fabian Hinz (Zweiter von rechts) und die Vinnhorster Handballer straucheln gegen Dresden im Aufstiegskampf. © Maike Lobback
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24:22 beim HC Elbflorenz II reicht wegen der Auswärtstore nicht. Die zweite Chance gibt es Ende Mai in Duellen mit Stralsund und Aurich.

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Was für ein Handball-Drama: Zehn Sekunden fehlten dem TuS Vinnhorst zum Aufstieg in die 3. Liga. Die Mannschaft von Nei Cruz Portela gewann gestern das Relegationsrückspiel in Dresden beim HC Elbflorenz II mit 24:22 (13:6), hatte aber durch die 26:28-Pleite am vergangenen Sonntag im Hinspiel aufgrund der Auswärtstorregel das Nachsehen.

Fans feiern zu früh

33 Sekunden vor Schluss schoss Bastian Harendt die Rot-Blauen scheinbar ins Glück. Nach Foul an Tim Otto verwandelte er eiskalt den folgenden Siebenmeter. 30 mitgereiste Fans feierten ihre Jungs – zu früh. Die Dresdner schlugen zurück. Kreisläufer Jakob Weinand erzielte den K.-o.-Treffer.

Torwart hatte die Hand am Ball

Vinnhorsts Sprecher Florian Boldt schilderte die anschließende Stimmung: „In dem Moment denkst du einfach nur: ‚Scheiße‘“, sagte er. Der starke TuS-Torwart Colin Räbiger hatte die Hand am Ball, der ihm dann doch in die Maschen flutschte. Doppelt bitter, dass Räbiger die Kugel nicht aus dem Tornetz befreien konnte und die Zeit runtertickte.

Sieben-Tore-Führung reicht nicht

Zuvor hatte der TuS auf dem Feld lange den Ton angegeben und führte dank einer starken Abwehr zur Pause klar mit 13:6. Als Fabian Hinz zum 16:9 (40.) traf, wurden auf der Tribüne die ersten Aufstiegsgesänge angestimmt.

Elbflorenz nutzt Zeitstrafen

Doch Elbflorenz schlug eiskalt zurück und nutzte eine Zeitstrafe gegen Tim Otto mit einem 3:0-Lauf zum 15:18-Anschluss (46.). „Ich wusste, dass Dresden mehr draufhat“, sagte Portela. Doch seine Jungs blieben cool und konterten durch Otto zum 22:17 (53.). Zeitstrafen gegen Phil Hornke und Tim Kirchmann ließen das Polster aber so stark schmelzen, dass gestern die Aufstiegsparty ausfiel.

Nächste Runde in Dreiergruppe

Der Vinnhorster Traum von der 3. Liga ist aber noch nicht vorbei. Am 30. Mai (Christi Himmelfahrt) in Stralsund (Beginn um 16 Uhr) und am 1. Juni gegen Aurich gibt es die zweite Chance. In der Dreiergruppe muss man einen der beiden Kontrahenten hinter sich lassen. Trainer Portela ist sich sicher, dass der zweite Anlauf klappt: „Mit der Leistung von heute schaffen wir es.“

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