21. März 2017 / 07:19 Uhr

Zeitplan für neue Spielstätte des FC International offen

Zeitplan für neue Spielstätte des FC International offen

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Areal am alten Postbahnhof in Leipzig
Hier soll das Stadion des FC International entstehen. © Christian Modla
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Sponsor CG-Gruppe bekräftigt sein Engagement beim Fußball-Oberligisten.

Leipzig. Der FC Inter Leipzig (FCI) existiert erst seit dreieinhalb Jahren, genauso lange quält ihn ein existenzielles Problem. Der unterdessen in der Fußball-Oberliga spielende Verein hat bekanntlich noch keine eigene Spielstätte, muss sich deshalb permanent bei anderen Vereinen einmieten und ist auf dem Sportplatz im Mariannenpark nur Unterpächter eines einzigen Großfeldes. Die Heimspiele werden sogar rund zehn Kilometer vor den Toren Leipzigs im Macherner Tresenwald-Sportpark ausgetragen. Um diesem logistisch schwierigen Dasein Abhilfe zu schaffen, plant der FCI seit rund zwei Jahren den Bau eines Stadions. Mit Hilfe des Hauptsponsors, der CG-Gruppe, soll gegenüber des Mariannenparks ein kleines, aber regionalligataugliches Stadion entstehen. Und zwar zwischen den Gleisanlagen in Richtung Osten und dem alten Postbahnhof, einer Immobilie, die CG ohnehin wieder aktivieren, herrichten und neuen Nutzungen zuführen will. Doch über die Planungen ist das Stadion-Vorhaben noch nicht hinausgekommen. Inter erklärte dazu stets, dass der Vorgang zur Bearbeitung im Bauamt läge. Auf Anfrage erteilte Leipzigs Bauamtssprecher Roland Quester nun die überraschende Auskunft, dass noch gar kein Bauantrag gestellt sei. Das Projekt klemmt buchstäblich in der Pipeline.

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CG-Prokurist Ulf Graichen bestätigt dies sogar und erklärt: „Das Ganze ist Bestandteil eines Bebauungsplanverfahrens, das zuerst nötig ist. Dabei wird in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt zunächst geklärt, welche Nutzung auf dem vorgesehenen Gelände möglich ist.“ Das gelte zwar für das Gesamtareal, dennoch sei es denkbar, dass für das Stadion vielleicht eher ein Bauantrag gestellt wird. Er spricht davon, dass dies in den nächsten Wochen passieren könnte. „Ich hoffe zudem, dass das gesamte Bebauungsplanverfahren Ende 2017, spätestens Anfang 2018 durch ist“, sagt Graichen.

Areal am alten Postbahnhof in Leipzig
Noch hat sich am alten Postbahnhof nicht viel getan. © Christian Modla

Alle bisherigen Zeitangaben sind damit freilich Makulatur, denn die Spielstätte, an der auch ein altes Haus zum Sozialgebäude ausgebaut werden soll, wollte Inter nach ursprünglichen Angaben längst nutzen. Auf neue Prognosen will sich Graichen nicht einlassen. „Es wird sicher noch etwas dauern, aber wir zeigen damit auch, dass wir uns mit der CG-Gruppe länger beim FC International engagieren wollen“, bekräftigt er.

Christopher Siebenhüner, Inter-Vorstand für Sport und Marketing, sagt dazu: „Wir hoffen natürlich auf vorzeitige Genehmigung. Fakt ist, dass wir es kaum mehr erwarten können, denn es ist extrem wichtig für uns als Verein, wieder in die Stadt zu kommen.“ Er hoffe, dass die Stadt dem FC International bei diesem Bemühen entgegenkommt.

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