16. August 2020 / 18:23 Uhr

Wegen Zeitstrafe: Leipziger David Jahn verliert Podium bei ADAC GT Masters am Nürburgring

Wegen Zeitstrafe: Leipziger David Jahn verliert Podium bei ADAC GT Masters am Nürburgring

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Da war die Welt noch in Ordnung: Janes Fittje (l.) und David Jahn unmittelbar nach dem Rennen auf Platz zwei.
Da war die Welt noch in Ordnung: Janes Fittje (l.) und David Jahn unmittelbar nach dem Rennen auf Platz zwei. © Jörg Schreiber
Anzeige

Zuerst war die Freude über Platz zwei am Nürburgring, zwei Stunden später pure Enttäuschung: David Jahn und sein Partner Jannes Fittje bekommen nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt und werden für ein starkes Rennwochenende nicht belohnt.

Anzeige

Adenau/Eifel. David Jahn hätte der Mann des Rennens am Sonntag beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring werden können. Erst stellte er seinen Dienst-Porsche im Qualifying auf Platz sechs – Bestleistung in dieser Saison. Dann düpierte der 29-Jährige im Rennen die gesamte Konkurrenz, nachdem er mit einem Blitzstart am Feld vorbeigeschossen ist und sich an die Spitze setzte. Und zu guter Letzt gab er diese Position auf dem 3,6 km langen Formel 1 Kurs bis zum Fahrerwechsel auch nicht mehr aus der Hand. Sein Partner Jannes Fittje (21/Langenhain) musste sich am Ende nur Markenkollegen Robert Renauer (35/Precote Herberth Motorsport) geschlagen geben. Verdienter Lohn der einstündigen Arbeit: Rang zwei, 20 Punkte und zum ersten Mal in dieser Saison ein Platz auf dem Podest.

Anzeige
Mehr zum Motorsport

Denn zwei Stunden nach dem Ende des Rennens bekam das Fahrzeug mit der Nummer 18 nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Begründung: Gefährliches Manöver während der Ausfahrt aus der Boxengasse. Platz zwei futsch, Punkte futsch und der Absturz auf Rang 18. „Ich finde die Strafe unverhältnismäßig hart, vor allem wenn ich es mit anderen Vergehen an diesem Wochenende vergleiche. Da wurden Fünf-Sekunden-Strafen ausgesprochen oder die Fahrzeuge in der Startaufstellung für das nächste Rennen zurückgestuft. Mit einer Fünf-Sekunden-Strafe wären wir noch auf Platz drei gelandet. So aber ist es sehr bitter für uns, denn die 20 beziehungsweise 16 Punkte fehlen uns jetzt in der Meisterschaft“, berichtet Jahn enttäuscht.

Ganz ohne einen Zähler musste er die Heimreise aus der Eifel aber nicht antreten. Im Samstagsrennen kamen mit Platz 13 zwei Punkte für die Gesamtwertung hinzu, nachdem Jahns Teamkollege mit dem 911er im Qualifying es nur bis auf Rang 19 schaffte. Allerdings ist das derzeit nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Jörg Schreiber