11. April 2021 / 15:05 Uhr

Zeitweise auf Augenhöhe: SC DHfK Leipzig unterliegt bei Spitzenreiter Flensburg

Zeitweise auf Augenhöhe: SC DHfK Leipzig unterliegt bei Spitzenreiter Flensburg

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
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Der SC DHfK Leipzig verliert das Duell beim Tabellenführer aus Flensburg. © Klaus Trotter
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Schade! Nach langer Pause hält der SC DHfK im hohen Norden lange gut mit, muss die Flensburger am Ende aber ziehen lassen.

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Flensburg. Hektik und Unsicherheit dominierten am Sonntag den Beginn des Bundesligaspiels zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem SC DHfK Leipzig. Vielleicht waren die Teams durch ihre ungewöhnlich langen Pausen aus dem Rhythmus gekommen, doch lange brauchten die norddeutschen Stars nicht, um sich wieder auf ihrem überragenden Niveau einzufinden. Nach knapp 20 Minuten hatte das Team von Coach Maik Machulla die Kontrolle übernommen und fand auf jede Idee der Gäste eine clevere Antwort. Die Leipziger waren über die vollen 60 Minuten lediglich in der Verteidigung auf Augenhöhe und mussten sich am Ende zu Recht mit 23:29 (8:13) geschlagen geben.

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Sachsen machen sich das Leben selber schwer

Erst nach sieben Minuten erzielte Gregor Remke den erlösenden ersten Treffer für das DHfK-Team, das durch gelungene Abwehrarbeit zu diesem Zeitpunkt erst zwei Treffer zurücklag. Durch ihre kompakte 6:0-Defensive gaben die Gäste der Machulla-Mannschaft nur wenig Spielraum. Doch mehrere ungenaue Pässe der Grün-Weißen spielten den Hausherren immer wieder Kontermöglichkeiten zu, die sie durch ihr effektives Tempospiel gnadenlos in Treffer umwandelten.

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SC DHfK Leipzig muss sich beim Spitzenreiter in Flensburg mit 23:29 geschlagen geben. Zur Galerie
SC DHfK Leipzig muss sich beim Spitzenreiter in Flensburg mit 23:29 geschlagen geben. ©

„Ihr habt das fantastisch verteidigt am Kreis und im 1:1“, lobte André Haber in seiner ersten Auszeit und fragte Luca Witzke: „Was spielen wir jetzt?“ Ein Zeichen, dass Witzke nicht nur für seine Torgefahr sondern auch für seine Führungsstärke und sein Spielverständnis geschätzt wird. „Luca macht jede Woche noch einen Schritt nach vorne“, lobte auch DHfK-Manager Karsten Günther am Sky-Mikrofon. Auch auf der Platte übernahm der 22-Jährige Verantwortung und sagte sogar Führungsspieler Philipp Weber die Spielzüge an. „Wenn ich auf der Spielmacher-Position eingesetzt werde, dann ist auch klar, dass ich die Ansagen mache – egal, wer auf der halblinken oder rechten Position steht“, erklärte Witzke locker.

urz vor der Pause machten sich die Sachsen mit eigenen Fehlern aber erneut das Leben schwer und verloren nach und nach den Anschluss. Auch in der Defensive taten sich nun Lücken auf, die Flensburg vor allem aus dem Rückraum ausnutzte und mit einem beachtlichen 6:0-Lauf die Führung weiter ausbaute.

Erneuter Überraschungseffekt?

Den 13:8-Pausenstand aber noch weiter zu erhöhen, gelang den Hausherren nach Wiederanpfiff nicht. Offensiv legten die Haber-Handballer zu und hatten auch ein wenig das Matchglück auf ihrer Seite. Eine fragwürdige Zeitstrafe gegen Simon Hald ließ die Leipziger um ihren sehr treffsicheren Gregor Remke aufholen und in der 40. Minute auf drei Treffer herankommen. Nach ein paar klaren Worten von Machulla in der anschließenden Auszeit ließen die Hausherren aber nichts weiter anbrennen und verwalteten ihre Führung sicher.

Auch der Versuch von DHfK-Coach Haber, den Kontrahenten mit einem siebten Feldspieler wie zuletzt in Berlin zu überraschen, brachte nur wenig Besserung. „Wir mussten am Ende mehr Risiko gehen. Dann ist es natürlich klar, dass sich Flensburg mit dieser Klasse absetzen kann“, analysierte Witzke.

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Flensburg verteidigte mit dem 29:23-Endstand die Tabellenführung und schickte die Gäste ohne Punkte zurück in die Heimat. Dennoch präsentierte sich der SC DHfK teilweise auf Augenhöhe.

DHfK Tore: Remke 6, Witzke 4, Weber 3, Krzikalla 3/3, Binder 2, Mamic 2, Gebala 1, Meyer-Siebert 1, Wiesmach 1.