26. Juli 2017 / 18:14 Uhr

Zeugnisse im Bernabéu: Potsdamer studiert ein Semester an der Real-Madrid Hochschule

Zeugnisse im Bernabéu: Potsdamer studiert ein Semester an der Real-Madrid Hochschule

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Jacob Pöhl während der Abschlussveranstaltung in Madrid.
Jacob Pöhl während der Abschlussveranstaltung in Madrid. © privat
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Der Potsdamer Jacob Pöhl hat ein Auslandssemester an der Real-Madrid-Hochschule absolviert und konnte dabei einen Blick hinter die Kulissen des Weltclubs werfen.

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Florentino Pérez hat mit seinem Handschlag schon viele Deals besiegelt. Fußball-Stars wie Cristiano Ronaldo und Toni Kroos hat der Präsident von Real Madrid so schon verpflichtet. Auch der Potsdamer Jacob Pöhl schüttelte die Hand des mächtigen Funktionärs. Einen Vertrag beim Champions-League-Sieger hat der Fußballer von der SG Storkow (Oberhavel/Barnim) zwar nicht bekommen, dafür sein Zeugnis nach einem Auslandssemester an der Real-Madrid-Universität. Die Abschlusszeremonie fand im legendären Estadio Santiago Bernabéu statt.

Das Halbjahr in der spanischen Hauptstadt war Bestandteil des Masterstudiengangs Sportmanagement, den Jacob Pöhl an der Berliner „University of Applied Sciences Europe“ belegt hat. „Vorher habe ich an der Uni Potsdam einen Bachelorabschluss in Sportmanagement gemacht“, erklärt der 26-Jährige. In Berlin laufen nun alle Vorlesungen und Seminare in englischer Sprache ab, auch in Madrid war das so. „Das Semester ist direkt in unser Studium eingegliedert“, erklärt Pöhl. „Es ging vor allem um Sportmarketing, Sponsoring, Fernsehrechte, auch um den gesamten amerikanischen Sport“, zählt der Student auf. Dozenten von den „Königlichen“ hielten die Kurse, konnten direkt aus dem Inneren des Weltvereins berichten.

Pérez und Infantino kommen zur Zeugnisausgabe

Und Jacob Pöhl konnte in den vergangenen Monaten exklusive Blicke hinter die Kulissen von Real Madrid werfen. „Wir waren auf dem Trainingsgelände, haben uns angeschaut, wie die Anlage aufgebaut ist.“ Das Areal etwas außerhalb der Metropole gleiche fast einer eigenen kleinen Stadt. Cristiano Ronaldo sei er da zwar nicht persönlich begegnet, trotzdem sagt er: „Das war beeindruckend.“ Natürlich sei auch eine Stadionführung im Bernabéu dabei gewesen, dazu ein Besuch bei den Basketballern des Vereins.

Höhepunkt des Auslandssemesters war aber die Abschlusszeremonie in der Madrider „Fußball-Kathedrale“, in der sonst über 81 000 Zuschauer den Real-Stars zujubeln. Dafür kam sogar die ganz große Fußball-Prominenz. 400 Absolventen nahmen im Stadion Platz, als Vereinspräsident Pérez und Gianni Infantino, Chef des Weltfußballverbands Fifa, ihre Ansprachen hielten – und Jacob Pöhl war mittendrin. „Die beiden haben uns dann die Scherpen umgehängt und zum erfolgreichen Abschluss gratuliert“, erinnert er sich. Das sei ohne Frage ein besonderes Gefühl gewesen, sagt er. Und danach wurden noch viele Erinnerungsfotos auf dem heiligen Rasen geknipst.

Erinnerungsfoto vor dem Tor im Bernabéu-Stadion: Jacob Pöhl (hintere Reihe, 3. v. r.) und seine Kommilitonen aus dem Sportmanagement-Studiengang.
Erinnerungsfoto vor dem Tor im Bernabéu-Stadion: Jacob Pöhl (hintere Reihe, 3. v. r.) und seine Kommilitonen aus dem Sportmanagement-Studiengang. © privat
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Besuch beim Stadtrivalen

Der Fußball durfte in der ganzen Zeit natürlich nicht zu kurz kommen. Dafür ging der Potsdamer sogar zum großen Madrider Stadtrivalen. „Ich war beim letzten Ligaspiel von Atlético Madrid im alten Vicente-Calderon-Stadion“, berichtet der Student, dem jetzt in Berlin zwei weitere Semester auf dem Weg zum Master bevorstehen. „Auch zwei Real-Spiele habe ich natürlich gesehen, zum Beispiel das Viertelfinale der Champions League gegen Bayern München.“ Nur die Ergebnisse vom Heimatverein aus Storkow, der in der Kreisliga Oberhavel/Barnim um Punkte kämpft, musste er in dieser Zeit aus der Ferne verfolgen. Inzwischen geht er dort wieder auf Torejagd.

Und was macht man später mit Abschluss in der Tasche? „Der Sportmarkt ist groß“, sagt Jacob Pöhl, der sich vorstellen kann, mal bei einem großen Verband oder Verein zu arbeiten. Die vielen Erfahrungen aus dem Semester an der Real-Madrid-Hochschule werden ihm bei der Jobsuche aber sicher helfen.

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