22. August 2019 / 14:26 Uhr

ZFC Meuselwitz gewinnt auswärts beim FC Rot-Weiß Erfurt

ZFC Meuselwitz gewinnt auswärts beim FC Rot-Weiß Erfurt

Jörg Wolf
Leipziger Volkszeitung
Trainer Heiko Weber hatte an der Leistung seiner Mannschaft beim 2:1-Sieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt nichts auszusetzen.
Trainer Heiko Weber hatte an der Leistung seiner Mannschaft beim 2:1-Sieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt nichts auszusetzen. © Mario Jahn
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Das gab es noch nie: Der ZFC Meuselwitz bezwingt des FC Rot-Weiß Erfurt im eigenen Stadion. Die Meuselwitzer stechen durch Toren von Dartsch und Weiß den Favoriten mit gnadenloser Effizienz aus und gewinnen die Regionalligapartie mit 2:1.

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Erfurt. Als Schiedsrichter Daniel Köppen am Mittwochabend um 20.48 Uhr im Erfurter Steigerwaldstadion mit den auf Meuselwitzer Seite heiß herbei ersehnten drei Pfiffen die Partie beendete, kannte der Jubel der Kicker von der Schnauder keine Grenzen mehr. Vor der stattlichen Kulisse von 3134 Zuschauern hatte der vermeintliche Underdog erstmals in seiner Geschichte den FC Rot-Weiß Erfurt sozusagen in der eigenen Höhle in die Knie gezwungen. 2:1 hieß es am Ende dank der Meuselwitzer Treffer von Alexander Dartsch in der 40. sowie Johann Weiß in der 75. Minute. Mit denen drehte der ZFC die Erfurter Führung um, die Velimir Jovanovic in der 28. Minute erzielt hatte.

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Es war eine zumindest in der zweiten Hälfte rassige Partie, die beide Teams ablieferten. Immerhin ging es gegen so erfahrene wie gefährliche Spieler wie eben Torschützen Velimir Jovanovic, Petar Lela oder Selim Aydemir im Team von Erfurts Trainer Thomas Brdaric. Bei den Meuselwitzern ragte neben den beiden Torschützen vor allem Kapitän Bastian Strietzel heraus. Der agierte praktisch überall auf dem Platz, stand in der Abwehr fehlerfrei und schaltete sich zudem in die Offensive ein.

Dartsch erzielt drittes Saisontor

Klar muss auch gesagt werden, dass dieses 2:1 für Zipse am Ende auch mit ein bisschen Glück zusammen hing. Sei es drum: Die 120 Kilometer messende Heimfahrt war entspannt und freudbetont. Das bestätigt auch Alexander Dartsch, der als Schütze des Ausgleichs schon sein drittes Saisontor erzielte: „Ja, es ging schon recht lustig zu“, sagt er und verneint auch nicht, dass das eine oder andere Siegbierchen geköpft wurde. „Aber nur eins.“

An jene 40. Minute und seinen Ausgleich in dem historischen Spiel erinnert sich der gebürtige Rochlitzer sehr gut: „Wir hatten Einwurf von der linken Seite und es gab ein ziemliches Getümmel. Fabian Raithel hat abgezogen, aber ein Erfurter konnte das noch abwehren. Von dort ist mir aber die Ball auf meinen Fuß gefallen, sodass ich nur noch abzuziehen brauchte. Ja, das war auch ein wenig glücklich“, plaudert der 24-Jährige, der schon 2017 ein halbes Jahr vom Chemnitzer FC an den ZFC ausgeliehen war und zu Beginn dieser Saison erneut an die Schnauder wechselte.

Trainer Heiko Weber hat nichts auszusetzen

Trainer Heiko Weber hatte an diesem Abend eigentlich auch nichts an der Leistung seines Teams auszusetzen. „Wir haben ein rassiges Spiel auch mit dem notwendigen Glück gewonnen. Aber obwohl Erfurt in der ersten Halbzeit das dominante Team war, haben wir den Kopf oben behalten und uns den Ausgleich redlich verdient. Und in der zweiten Halbzeit waren wir in der Partie. Die letzten 15 Minuten waren aber nochmals sehr schwer, aber es reicht für uns zum Sieg.“

Thomas Brdaric war hingegen komplett bedient. „Das hatten wir uns anders vorgestellt, diese Niederlage ist brutal und tut sehr weh“, bekannte er. Dabei sei sein Team sehr gut in die Partie gekommen, hatte gut nach vorn gespielt und sei verdient in Führung gegangen. „Aber dann hat in einer Situation ein Ballverlust bei uns zu einer Fehlerkette geführt, die im Ausgleich mündete. In der zweiten Halbzeit fanden wir nicht zu unserer Linie und die nötige Coolness“, bekannte er.

Meuselwitz war Mittwoch einfach gnadenlos effizient. Groß Zeit zum Feiern hat der jetzige Tabellenfünfte aber nicht. Schon am Dienstag kommt Hertha BSC II nach Meuselwitz (Anpfiff 18.30 Uhr) – der Dritte der Regionalliga Nordost.

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