07. Oktober 2021 / 14:52 Uhr

ZFC Meuselwitz' Interims-Coach Daniel Rupf vor Pokal-Duell: "War nicht alles schlecht"

ZFC Meuselwitz' Interims-Coach Daniel Rupf vor Pokal-Duell: "War nicht alles schlecht"

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Interims-Trainer Daniel Rupf steht vor einigen schwierigen Aufgaben.
Interims-Trainer Daniel Rupf steht vor einigen schwierigen Aufgaben. © Mario Jahn
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Nach einer wilden Woche beim ZFC Meuselwitz ist nun der Co-Trainer Daniel Rupf am Zug. Am Samstag gastiert der Regionalligist im Thüringen-Pokal beim FC An der Fahner Höhe und möchte in die nächste Runde einziehen. Derweil will der zurückgetretene Sportdirektor Frank Müller Abstand gewinnen.

Meuselwitz. Für Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz führt der Weg ins Viertelfinale des Thüringen-Pokals über die Fahner Höhe. Genauer gesagt müssen die Jungs von der Glaserkuppe am Sonnabend, 14 Uhr, zum Oberligisten FC An der Fahne Höhe, der in Dachwig, nordwestlich von Erfurt, zu Hause ist.

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Lange Problem-Liste

Der bisherige ZFC-Co- und nunmehrige Interims-Trainer Daniel Rupf, der nach dem Rücktritt von Holm Pinder für das Meuselwitzer Team verantwortlich ist, kennt natürlich die Gegebenheiten im Pokal: „Grundsätzlich hat dieser Wettbewerb ja eine gewisse Brisanz. In unserer Gesamtsituation ist das natürlich eine schwere Aufgabe.“ Trotz des nominellen Abstands einer Spielklasse müsse am Sonnabend kein Riesenunterschied zu sehen sein. „Aber weiterkommen wollen wir schon, egal wie, von mir aus auch erst im Elfmeterschießen“, erklärt der 35-Jährige. Rupf ist klar, dass seinen Spielern nach so einer langen Negativserie das Selbstvertrauen fehlt. „Dabei war ja bisher nicht alles schlecht.“

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Der ebenfalls zu Beginn der Woche als Teammanager zurückgetretene Frank Müller (nicht identisch mit dem Autor) sieht das ähnlich. „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben – wenn sie ihr Leistungsvermögen abruft.“ Nach dem jüngsten 0:4 gegen Lok Leipzig hatte er die Akteure hart kritisiert und die gebotene Leistung im MDR als Frechheit bezeichnet. Da er den Kader mitzusammengestellt hat, sieht er sich jedoch momentan nicht in der Lage, dem Verein in seiner bisherigen Funktion zu helfen. „Diese und nächste Saison werde ich nicht mehr in beratender Funktion tätig sein, ich muss etwas Abstand gewinnen.“ Als Sponsor wird er sich jedoch weiter für den ZFC, an dem er nach wie vor hängt, engagieren, betont Müller.

Trainer Rupf steht nun vor der nicht ganz einfachen Aufgabe, den spürbar verunsicherten ZFC in den Pokalkampf zu schicken. Kapitän René Eckardt ist noch nicht wieder auf seinem eigentlichen Leistungsstand, Benjamin Förster gerade erst wieder ins Training eingestiegen, René Weinert laboriert weiter an Adduktorenproblemen, Alexander Dartsch hat „Magen-Darm“, Nils Miatke und andere sind auch noch angeschlagen. Die Liste der Meuselwitzer Probleme ist also nicht gerade kurz. Aber vielleicht schweißt das ja besonders zusammen und dem ZFC gelingt in Dachwig eine positive Überraschung – die gemessen an den Spielklassen der beiden Kontrahenten eigentlich gar keine wäre.