31. Oktober 2021 / 17:31 Uhr

ZFC Meuselwitz nach Brustlöser wie befreit – 3:0-Sieg bei Germania Halberstadt

ZFC Meuselwitz nach Brustlöser wie befreit – 3:0-Sieg bei Germania Halberstadt

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
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Erster Sieg für den ZFC Meuselwitz unter Trainer David Bergner. © Mario Jahn
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Hansch fädelt ein, Trübenbach trifft doppelt: Der erste Sieg für Bergner als des ZFC Meuselwitz ist unter Dach und Fach.

Meuselwitz. Nach einer turbulenten Woche mit der Suspendierung von gleich vier Spielern und der Verpflichtung eines neuen Torwarts hat sich Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz selbst, quasi an den eigenen Haaren, aus dem Tal der Tränen und von den Abstiegsrängen gezogen. Glatt mit 3:0 gewann die Mannschaft von Trainer David Bergner bei Germania Halberstadt. Während die Gastgeber damit zum neunten Mal in Folge sieglos blieben und in der Tabelle weiter durchgereicht wurden, schoss sich der ZFC, allen voran Doppeltorschütze Andy Trübenbach, den Frust von der Seele – wenngleich die Distanz zum Tabellenkeller mit nur zwei Punkten noch keineswegs beruhigend ist.

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Die Meuselwitzer Führung fiel durch ein Eigentor, das aber im Grunde Benjamin Förster mit einem Querpass erzwungen hatte. „Das war nach verkrampfter erster Halbzeit wie ein Brustlöser für uns“, urteilte Bergner. „Man merkte, dass es bei uns vom Kopf her schwierig war. Aber nach der Pause haben wir die sich mehr und mehr bietenden Räume genutzt, plötzlich wurde es viel leichter, wir gingen auch selbstbewusster in die Zweikämpfe.“

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Und Trübenbach zeigte, dass der ZFC auch ohne Gegner einnetzen kann: Erst traf er nach Querpass von Florian Hansch, der nach Einwurf auch das zweite Trübenbach-Tor und damit das 3:0 einfädelte. Hansch wurde diesmal auf der rechten Außenbahn aufgeboten statt als Sturmspitze, was recht gut funktionierte. Die Gastgeber waren nicht in der Lage, dem Geschehen eine Wende zu geben.

Im Tor der Zipsendorfer stand übrigens erstmals der frisch verpflichtete Matthias Hamrol. Er bekam den Vorzug vor Justin Fietz, während Fabian Guderitz wie drei weitere Akteure ja nicht mehr im Regionalliga-Kader des ZFC steht. Hamrol wurde im Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach groß, durchlief unter anderem auch die U19 und die Reserve von RB, hat für Kielce in Polen 40 Erstliga-Partien gemacht, war aber zuletzt vereinslos – weshalb er vom ZFC kurzfristig verpflichtet werden konnte. Seine Premiere im Meuselwitzer Kasten verlief nach Maß. „Er strahlte Souveränität aus, das hat uns geholfen“, lobte Bergner den Keeper.