26. März 2021 / 17:01 Uhr

ZFC Meuselwitz trainiert weiter: Coach Pinder hofft auf Fortsetzung des Thüringenpokals

ZFC Meuselwitz trainiert weiter: Coach Pinder hofft auf Fortsetzung des Thüringenpokals

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Holm Pinder
ZFC-Trainer Holm Pinder will im April und Mai weiter dreimal pro Woche trainieren und Testspiele bestreiten. © Mario Jahn
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Auch in diesem Jahr können die Clubs der Regionalliga Nordost ihre Saison nicht regulär zu Ende spielen. Trotzdem trainiert der ZFC Meuselwitz weiter. Im SPORTBUZZER-Interview spricht Trainer Holm Pinder über den Abbruch der Spielzeit und die Hoffnung auf die Fortführung des Landespokals.

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Meuselwitz. Das war es also: Die Regionalliga-Vereine haben sich für Saisonende ausgesprochen. Die offizielle Bestätigung vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) steht zwar noch aus, ist aber eher ein obligatorischer Akt. Für den ZFC Meuselwitz hat das durchaus Vorteile, steckte die Mannschaft doch im Abstiegskampf. Trainer und Vizepräsident Holm Pinder spricht im SPORTBUZZER-Interview über die längste Vorbereitung aller Zeiten, die nun ziellos bleibt. Ein Fünkchen Hoffnung glimmt aber noch, es heißt Landespokal.

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SPORTBUZZER: Herr Pinder, wie sehr ärgert Sie das monatelange Hick-Hack um die Regionalliga? Ihre Mannschaft trainiert schließlich bereits seit Januar wieder.

Holm Pinder: Ärgerlich ist vor allem die sportliche Momentaufnahme. Wir hatten sehr gute Vorbereitungsspiele und Trainingseinheiten, waren gut gerüstet für einen Neustart. Den gibt es nun aber nicht und damit müssen wir umgehen.

Wie sehen Sie die Entscheidung zum Abbruch?

Irgendwo war abzusehen, dass es darauf hinausläuft. Letztendlich ist die Entscheidung für uns gut. Wir haben schließlich eine relativ bescheidene Saison hinter uns und steckten im Abstiegskampf.

Und wie geht es nun weiter?

Die Mannschaft bleibt auf Kurzarbeit 50 Prozent. Das heißt, wir werden auf jeden Fall im April und Mai weiter dreimal pro Woche trainieren und das ein oder andere Testspiel bestreiten. Denn es gibt ja noch keine Entscheidung zum Landespokal, die soll bis Mitte April folgen. Falls der Pokal doch noch ausgespielt wird, wollen wir gewappnet sein.

Das Gefühl, auf unbestimmte Zeit in der Luft zu hängen, bleibt also?

Ja, aber die Mannschaft geht mit der Situation sehr gut um. Gerade im Januar und Februar, als die Restart-Termine immer wieder verschoben wurden, hat sich keiner beschwert. Es ist ja nicht normal, dass wir die Vorbereitung auf zwölf Wochen strecken und wir haben teilweise scharf trainiert. Die Jungs haben die Vorgaben immer angenommen.

Und Sie selbst, sind Sie müde vom Corona-Hin-und-Her?

Ich möchte jedenfalls nicht in der Haut der Verantwortlichen stecken. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Da draußen ist etwas und wir dürfen das nicht unterschätzen.

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Die Mannschaft wird regelmäßig auf Corona getestet. Wie läuft denn so ein Test ab?

Unser Physiotherapeut hat eine entsprechende Einweisung bekommen und arbeitet eine Liste ab. Ein einzelner Test dauert etwa zwei Minuten und wer einen negativen Befund hat, darf trainieren.

Alexander Dartsch hatte sich vor kurzem bei seiner Familie angesteckt, blieb glücklicherweise, als die ersten Symptome auftauchten, vorsorglich zu Hause, so dass das Virus nicht in die Mannschaft geschleppt wurde. Wie geht es ihm inzwischen?

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Gut. Es gibt keine Befunde mehr, auch seine Familie ist wieder ok. Alex hat am Mittwoch schon wieder eine individuelle Laufeinheit in Meuselwitz absolviert. Am Freitag ist er wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Und was ist aus dem für den Sonnabend geplanten Test gegen die U19 des Chemnitzer FC geworden?

Den haben wir verworfen, weil es im Umfeld des CFC einen Corona- Fall gab. Wir schauen, dass wir vielleicht trotzdem noch ein Spiel organisieren vor Ostern. Das wird dann sehr kurzfristig im Lauf der nächsten Woche sein. So wie wir immer wieder neu entscheiden müssen. Aber damit kennen wir uns ja jetzt aus.