14. März 2019 / 13:05 Uhr

ZFC Meuselwitz versinkt spät gegen gnadenlose Nordhäuser

ZFC Meuselwitz versinkt spät gegen gnadenlose Nordhäuser

Jörg Wolf
Leipziger Volkszeitung
Pierre le Beau (rotes Trikot) verliert hier den Zweikampf gegen den Nordhäuser Joy Lance Mickels. Der ZFC hält lange gut mit, bricht aber in der Schlussphase ein.
Pierre le Beau (rotes Trikot) verliert hier den Zweikampf gegen den Nordhäuser Joy Lance Mickels. Der ZFC hält lange gut mit, bricht aber in der Schlussphase ein. © Mario Jahn
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Fußball-Regionalliga: Die 1:4-Niederlage vom Mittwoch lässt den Stimmungspegel beim Team von Heiko Weber gen Null sinken. 

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Meuselwitz. Am Ende kam es am Mittwochabend in der flutlichthellen, aber eiskalten Bluechip-Arena noch knüppeldick für die Regionalligakicker des ZFC Meuselwitz und ihre Fans: Nils Pichinot (84.) und Pierre Merkel (89.) schraubten mit ihren späten Toren zum 1:4-Endstand den Erfolg für den FSV Wacker 90 Nordhausen noch in vergleichsweise peinliche Höhen.

Wie schon in Berlin hatte das Team von Heiko Weber gefightet und sich Chancen erspielt, diese aber nicht genutzt. Und wieder unterliefen der sonst so sattelfesten Defensive vor allem in der Schlussphase Patzer, die ein routinierter Gegner wie Nordhusen eben eiskalt nutzt.

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Auch für Mittelfeldroutinier Fabian Stenzel, der vom Punkt den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte und sich auch sonst regelrecht den Wolf rannte, war ziemlich bedient. „Die Mannschaft hat doch gut gekämpft. Aber dann unterlaufen uns wieder so billige Fehler, die auch immer gleich bestraft werden“, schüttelte er nach der Partie den Kopf. „Wir haben sowohl in Berlin gegen die Viktoria wie auch gegen Nordhausen vernünftige Spiele gemacht, stehen aber mit Null da. Sicher können und werden wir im Team jetzt darüber reden. Aber vielmehr ist von uns allen eine Reaktion am Sonntag auf dem Platz gefragt. Bischofswerda steht nach fünf Niederlagen in Folge auch mit dem Rücken zur Wand. Gegen diese Mannschaft müssen wir punkten“, fordert Stenzel.

Heiko Scholz feiert Premierensieg

Ja, der Blick voraus wurde an diesem Mittwochabend gleich mehrfach gewagt. Einerseits von Nordhausens Trainer Heiko Scholz, der bekannte, „heute sehr, sehr glücklich zu sein, weil ich ja hier in Meuselwitz noch nie als Trainer gewinnen konnte“, wie er mit Blick auf seine Vergangenheit als Trainer von Lok Leipzig mit einem Augenzwinkern anmerkte. Aber dann hatte er auch Tröstliches für den ZFC mit seinem Trainer Heiko Weber dabei: „Ich hoffe und denke, dass ihr die Liga halten werdet. Unser Sieg heute ist doch letztendlich um ein Tor zu hoch ausgefallen und beide Teams waren über lange Zeit auf Augenhöhe.“

Was auch Heiko Weber so sah, der selbstverständlich einen ziemlich dicken Hals schob. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir so gespielt, wie man gegen ein Spitzenteam wie Nordhausen spielen muss. Und das 1:1 zur Halbzeit war für unsere Gäste eher schmeichelhaft. Dann aber waren wir nicht rechtzeitig richtig hellwach, bekamen das 1:2 und haben dann zwei Hochkaräter durch Nikos Giannitsanis und Romario Hajrulla vergeben, die man eigentlich nicht vergeben darf.“ Jetzt herrsche in Meuselwitz wieder Untergangsstimmung und die Spieler würden die Spieler mit gesenkten Häuptern herumlaufen. Was Weber aber nicht gelten lässt. „Wir müssen uns jetzt voll und ganz auf den Sonntag fokussieren, um gegen Bischofswerda zu punkten. Wir hatten uns in Berlin und lange auch gegen Nordhausen einen Punkt verdient gehabt, stehen aber mit leeren Händen da. Jetzt müssen Punkte her.“

Die „Schiebocker“ aus Ostsachsen geben erstmals ihre Visitenkarte in Meuselwitz ab. Sie rangieren mit 21 Punkten auf dem 16.Tabellenplatz, haben aber den ZFC im Hinspiel 3:1 geschlagen. Es ist also noch eine Rechnung offen.

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