29. April 2022 / 22:32 Uhr

ZFC Meuselwitz wartet weiterhin auf einen Heimsieg: Nur Remis gegen Chemnitzer FC

ZFC Meuselwitz wartet weiterhin auf einen Heimsieg: Nur Remis gegen Chemnitzer FC

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Der Meuselwitzer Johan Martynets (links) im Zweikampf mit Pominik Pelivan vom Chemnitzer FC.
Der Meuselwitzer Johan Martynets (links) im Zweikampf mit Pominik Pelivan vom Chemnitzer FC. © Mario Jahn
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Die Meuselwitzer begannen das Heimspiel gegen den CFC mutig und führten durch Florian Hansch mit 1:0. Doch für den ersehnten Heimsieg in der Regionalliga reichte es trotzdem nicht. Die Chemnitzer trafen zum letztendlich verdienten 1:1.

Meuselwitz. Die Schreckensserie hält an. Seit 26. Februar 2022 wartet der ZFC Meuselwitz inzwischen auf einen Heimsieg in der Regionalliga. Dennoch gelang der Mannschaft von Trainer David Bergner am Freitagabend mit dem 1:1 (1:0) gegen den Chemnitzer FC zumindest ein Teilerfolg. Der Punktgewinn darf durchaus mit dem Prädikat „glücklich“ versehen werden.

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Die Gäste trafen Pfosten und Latte

Dabei begannen die Hausherren vor gut 700 Zuschauern in der bluechip-Arena durchaus mutig, störten früh – und liefen beinahe in einen schnellen Rückstand. Nach einem Ball über die Abwehr war Felix Brügmann frei durch. Doch seinen Lupfer lenkte Torwart Matthias Hamrol mit den Fingerspitzen übers Gebälk. Eine Großtat gegen eine Großchance. Meuselwitz leistete sich wieder diverse Fehler im Spielaufbau, was Chemnitz noch stärker machte. Bestes Beispiel für den Dauerdruck dieser Phase: eine klangvolle Doppelchance der Gäste. Kevin Freiberger setzte das Leder an den Pfosten, der Nachschuss von Tim Campulka landete an der Querlatte (25.).

DURCHSCROLLEN: Der ZFC und der CFC spielten 1:1

Der ZFC Meuselwitz (rot) wartet seit dem Februar auf einem Heimsieg auf der Glaserkuppe. Auch gegen den Chemnitzer FC holten die Männer von Trainer David Bergner – trotz eines mutigen Beginns – nur einen Punkt. Zur Galerie
Der ZFC Meuselwitz (rot) wartet seit dem Februar auf einem Heimsieg auf der Glaserkuppe. Auch gegen den Chemnitzer FC holten die Männer von Trainer David Bergner – trotz eines mutigen Beginns – nur einen Punkt. ©

Umso erstaunlicher, was sich zehn Minuten später begab. Die erste ernsthafte Torannäherung des ZFC Meuselwitz war nicht nur sehenswert, sondern auch erfolgreich. Der von seiner Gelbsperre zurückgekehrte Andy Trübenbach bediente Florian Hansch mit einem herrlichen Pass. Und der zuletzt lange glücklose Stürmer schlenzte den Ball ganz fein mit Hilfe des Innenpfostens zur Führung ins Tor. Die Verhältnisse waren auf den Kopf gestellt, den ZFC scherte das freilich herzlich wenig. Nach dem Tor wirkte besonders Hansch beflügelt, bei einigen vielversprechenden Kontern sprang aber bis zur Pause nichts mehr heraus.

Ein Punkt für Rot, ein Punkt für Himmelblau

Mit Wiederbeginn übernahm Chemnitz erneut das Zepter. Das schaurige Ende einer Serie von Eckbällen kam in der 56. Minute: Kopfballablage auf Campulka, Kopfball, Tor, 1:1. Anschließend fingen sich die Zipsendorfer wieder etwas, kamen zu Gelegenheiten. Später brauchten sie aber auch ein Füllhorn voller Glück, um nicht den zweiten Gegentreffer zu nehmen, als nach einem Ballverlust im Spielaufbau der Ball den Pfosten streifte (71.) oder als Hamrol unter eine Ecke durchtauchte (76.) und der CFC es irgendwie schaffte, den Ball nicht im Kasten unterzubringen.

So blieb mit dem Schlusspfiff zumindest ein Punkt in Meuselwitz, den man in dieser Form sicherlich gern nimmt.

ZFC Meuselwitz: Hamrol – Albert (46. Miatke), Müller, Senkbeil, Moritz – Stenzel, Becker (64. Kadric) – Trübenbach (87. Bürger), Kulke, Hansch (75. Jagupov) – Martynets (87. Förster)
Chemnitzer FC: Jakubov – Schimmel, Zickert, Campulka, Walther (46. Köhler) – Müller, Bickel (78. Caciel) – Kurt, Freiberger, Pelivan – Brügmann
Tore: 1:0 Hansch (36.), 1:1 Campulka (56.)
Zuschauer: 706
Gelbe Karten: Kulke (ZFC), Caciel (CFC